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Grundlegende Anlagenbeschreibung TGA

Technisches Facility Management: TFM » Strategie » Bau + Instandhaltung » Anlagenbeschreibung TGA

Anlagenbeschreibung TGA zur strukturierten Erfassung technischer Gebäudeausrüstung im Facility Management

Grundlegende Anlagenbeschreibung der TGA

Die grundlegende Anlagenbeschreibung der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) definiert Aufbau, Funktion und Schnittstellen technischer Anlagen im Gebäude. Sie umfasst die systematische Darstellung von Komponenten, Medienbedarfen sowie betrieblichen Anforderungen und dient als verbindliche Grundlage für Planung, Ausführung und Instandhaltung. Ergänzende Dokumente wie Planungsunterlagen, Materialdefinitionen und Regelwerke sichern eine konsistente Umsetzung. Die Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben, Normen und anerkannter Regeln der Technik stellt die Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit sicher. Eine strukturierte Anlagenbeschreibung ermöglicht Transparenz, erleichtert die Koordination der Beteiligten und unterstützt einen effizienten Gebäudebetrieb.

Struktur und Inhalte der TGA-Anlagenbeschreibung

Zur Planung und Ausführung sind neben dieser Beschreibung folgende Dokumente und Regelwerke heranzuziehen:

  • Raum- und Funktionsprogramm inkl. Equipmentliste mit Medienbedarfen

  • Medienbedarfsliste

  • Planungsunterlagen LP3 Architektur (Grundrisse, Schnitte, Lagepläne, Übersichten)

  • Material- und Dämmmatrix

  • Kabelmatrix

Gesetzliche und normative Vorgaben:

  • GEG (Gebäudeenergiegesetz)

  • WHG, AwSV (Umgang mit wassergefährdenden Stoffen)

  • VDI-Richtlinien, u.a. VDI 2050, VDI 6026

  • DIN-, EN- und ISO-Normen (insbesondere zu Brandschutz, Schallschutz, Hygiene, Trinkwasser)

  • Landesbauordnungen, Sonderbauverordnungen und Bebauungsplan-Vorgaben

Die anerkannten Regeln der Technik sowie behördliche Auflagen sind zwingend zu berücksichtigen.

Schnittstellen und Verantwortlichkeiten

  • Vertragsgegenstand ist die Planung und Ausführung aller HLKS-Systeme und -Anlagen gemäß diesem Dokument und den Einzelbeschreibungen der Bauteile (2–5).

  • Externe Schnittstellen (z.B. zur Elektroversorgung, Fördertechnik, Baukonstruktion, Freianlagenplanung) werden nach Absprachen abschließend festgelegt.

  • Der Anlagenerrichter ist verantwortlich, sämtliche Nachunternehmer in Kenntnis zu setzen und die Gesamtkoordination zu gewährleisten.

  • Widersprüche oder Unklarheiten sind spätestens vor Angebotsabgabe mitzuteilen; andernfalls gilt die höherwertige Ausführung.

Organigramm, das den zentralen Anlagenerrichter zeigt, wie er Nachunternehmer koordiniert und Schnittstellen zu externen Partnern wie Elektroversorgung hat.

TGA-Räume und Raumanforderungen

  • Dimensionierung gemäß VDI 2050 Blatt 1: ausreichende Flächen für Aufstellung, Wartung, Bedienung.

  • Mindestraumhöhe: so ausführen, dass sämtliche Leitungsführung, Trassenbildung und Wartungswege im oberen Bereich übersichtlich und zugänglich realisiert werden können (keine Kollision mit Gebäudenutzungen).

Zugänge:

  • Wenn möglich direkter Außenzugang für TGA-Hauptzentralen.

  • Türen zu Technikräumen mindestens T30 RS (rauchdicht, selbstschließend) und generell feuerbeständig (Raumumfassungen i.d.R. F90).

Schallschutz:

  • Minimierung von Körperschall (schwingungsgedämpfte Lagerung).

  • Schalldämmung Raumhülle mind. Rw_w = 45 dB (Wände), Rw_w = 42 dB (Türen), Rw_w = 54 dB (Decken).

Oberflächen:

  • Dauerhaft, abriebfest, feucht abwischbar (Wände, Decken).

  • Bodenbelag: chemisch beständig, rutschhemmend, umlaufender Sockel.

Entwässerung:

  • Bodengefälle in Räumen mit wasserführenden Installationen, ausreichend Bodenabläufe (Anzahl nach Raumgröße).

  • Bei größeren Gefahrstoffen (z.B. Glykol, Öl) ggf. kein offener Ablauf (WHG-konforme Auffangwanne).

Zusätzlich erforderliche Räume

  • Leitwarte / MSR-Zentrale: als Bedien- und Überwachungsplatz (Bildschirmarbeitsplatz), ggf. angrenzender Schaltraum.

  • Lagerräume für Wartungs- und Ersatzteile, besonders bei Anlagen mit hohem Verbrauch an Filtern, Dichtungen etc.

Isometrische Ansicht eines idealen TGA-Technikraums mit hohen Decken, sichtbaren Leitungen, F90-Wänden und einer angrenzenden Leitwarte.

Freianlagen-Aufstellungen

  • Wartungsflächen nach VDI 2050 (i.d.R. 1,5 m vor Bedienseiten, 0,7 m umlaufend).

  • Zugangssicherung gegen unbefugte Benutzung, ggf. Einhausungen oder Zäune.

  • Fundamente mind. 200 mm über OK-Gelände, entkoppelt (Schallschutz, Vermeidung von Schwingungsübertragung).

  • Entwässerung nicht direkt ins Gelände; Anschluss an Schmutz-/technische Abwasserleitungen.

  • Frostschutz für frostgefährdete Medien (z.B. Begleitheizungen, Frostschutzmittel).

  • Wind-/Schneelast berücksichtigen, Betriebsgewicht inkl. Havariemaßnahmen in der Statik.

Dachaufstellungen

  • Wartungsflächen ähnlich Freianlagen-Aufstellung.

  • Zugänglichkeit über feste Aufstiege, Laufstege, Geländer; ganzjährige Begehbarkeit ohne persönliche Schutzausrüstung.

  • Höhenbeschränkungen nach Bebauungsplan einhalten.

  • Dachdurchführungen mind. 500 mm über OK Dachoberfläche, mit zwei Dichtebenen, wärmebrückenfrei.

  • Notentwässerung sichtbar frei über das Gelände.

  • Havarierückhaltesysteme (siehe Kapitel Havariemaßnahmen).

Isometrische Infografik, die eine Freianlagen-Aufstellung auf einem Fundament mit einer Dachaufstellung mit Geländer und festem Aufstieg vergleicht.
  • Gebäude-Höhenstruktur (Rohfußboden, Fertigfußboden, Abhangdecke, TGA-Bereich) ist je Raum festzulegen.

  • Keine Leitungen in der Nutzungshöhe. Haupttrassen im oberen Deckenbereich, Abgänge in getrennten Ebenen.

  • Freihaltung der Fluchtwege, Fenster, Notausgänge, Revisionszugänge.

Querschnitt eines Raumes mit Installationshöhen für TGA, Ebenen für Fußboden und Decke, Hauptleitungen im Deckenbereich und Freihaltezonen.

Schutz gegen Wasserschäden (TGA-seitig)

  • In Obergeschossen mit wasserführender Technik: doppelte Bodenabdichtung + umlaufende Aufkantung (≥ 150 mm).

  • Abdichtung an Türen/Ausgängen bis UK Fertigfußboden.

  • Auffangwannen oder Abwasserentsorgung für Undichtigkeiten und Wartungswasser vorsehen.

Technisches Querschnitt-Diagramm eines Technikraums mit Schutzmaßnahmen gegen Wasserschäden, wie einer wannenförmigen, doppelten Bodenabdichtung mit Aufkantung.

Außenwand-Durchführungen:

  • Berücksichtigung von Schlagregenschutz, Schall- und Brandschutz, Tauwasserfreiheit.

  • Dämmen und Abdichten nach GEG und DIN 4108 (Wärmebrückenminimierung).

Dachdurchführungen:

  • Mind. 500 mm über OK Dach, zwei Dichtebenen, Anschlussflansch gemäß Flachdachrichtlinien.

  • Kein direkter Eintrag von Niederschlag oder Schnee, ggf. Hauben oder Rohrbogen (180°).

Querschnitt einer Außenwand-Durchführung links und einer Flachdach-Durchführung rechts, mit Details zu Dämmung, Abdichtung und Schutzmaßnahmen.

Dachentwässerung / Anstauhöhen

  • Normal- und Notabläufe in jedem Tiefpunkt, max. Anstauhöhen: ~45 mm (Normalablauf) + 10 mm Niveauunterschied + 45 mm (Notablauf) = 100 mm.

  • Unterdruckentwässerungen: Entspannen vor dem Grundleitungsübergang.

  • Notabläufe sichtbar und frei über Gelände, um Wasserabfluss im Havariefall zu überprüfen.

  • Überflutungsnachweis nach Jahrhundertregen erstellen.

Querschnitt eines Flachdachs am Tiefpunkt, der ein Dachentwässerungssystem mit Normalablauf, Notablauf und den jeweiligen Wasseranstauhöhen zeigt.

Havariemaßnahmen (Umgang mit wassergefährdenden Stoffen)

  • WHG, AwSV und Landesverordnungen einhalten.

  • Füll-, Lager- und Umschlagflächen: Im Freien WHG-Flächen mit Rückhaltungen (z.B. Tankstellenbereich, Dieselaggregate).

  • Im Gebäude: Auffangwannen unter Kälteerzeugern, Heiz- oder Kühlkreisläufen (Glykol), Dimensionierung für max. Systeminhalt zzgl. Sicherheitszuschlag.

  • Bodenbeschichtung mit WHG-Zulassung in Technikräumen mit höheren Gefahrstoffen.

  • Auf Dach: Rückhaltesystem je Außeneinheit (RLT, Kälte, Split etc.) im Gegenstromprinzip; elektronischer Überwachung mit schnellschließenden Ventilen (stromlos geschlossen).

  • Auslegung für max. Havarievolumen + Starkregen, Dauerbeheizung gegen Einfrieren.

  • RLT-Havarielüftung: Kältemaschinenräume ggf. mit erhöhtem Luftwechsel bei Leckage (Sensorik, Alarmierung).

Technische Schnittzeichnung eines Gebäudes mit Havariemaßnahmen: Rückhaltewanne auf dem Dach, Auffangwanne im Technikraum und eine gesicherte WHG-Fläche außen.

Je nach Nutzeranforderung und Anlagenart sind folgende Konzepte vorgesehen:

  • n+1: Mehrere Grundaggregate + 1 Standby-Aggregat. Bei Ausfall einer Einheit kann Gesamtlast weiter 100 % bedient werden.

  • n–1: Zwei Aggregate, jedes kann alleine 100 % Leistung erbringen (komplette Redundanz).

  • n50: Zwei Aggregate zu je 50 % Leistung. Bei Ausfall einer Einheit zeitweise Einschränkung, bis Reparatur erfolgt.

Infografik, die die drei technischen Redundanzkonzepte n+1, n-1 und 50 Prozent vergleicht und deren Leistungsfähigkeit bei einem Ausfall darstellt.

Reserven und Vorhaltungen

  • +20 % für öffentliche Ver-/Entsorgungs-Anschlussleistungen

  • +20 % bei Haupt-Energieerzeugungen und -verteilungen

  • +20 % bei Trassen, Installationsschächten, Rohr- und Kabelwegen

  • +20 % für Lagerung technischer Gase (mind. 1 Zusatzflasche)

  • +20 % Kapazität in Auffang-/Rückhaltesystemen

  • +25 % Lastreserven bei Aufstell- und Anhängelasten (Konsolen, Podeste)

  • +30 % in Schaltanlagen / Schaltschränken / ISPs (Informationsschwerpunkten)

Erstbefüllungen, Reinheitsgrade und Übergabezustand

  • Erstbefüllungen sämtlicher Behälter, Kreisläufe, Spender etc. (z.B. Frostschutz, Kraftstoff für Notstrom, Hygieneartikel).

  • Filter, Dichtungen, Verschleißteile: sauber bzw. neuwertig übergeben. Ggf. Austausch verschmutzter Teile nach Bauphase.

  • Anlagen sind komplett gespült, entlüftet, dicht und betriebsbereit in Betrieb zu nehmen.

Allgemeine Anforderungen

  • Einbindung aller HLKS-Anlagen in eine Gebäudeleittechnik (GLT) bzw. MSR-System (BACnet, KNX, LON, Modbus oder gleichwertig).

  • DDC-/SPS-Konzept für Anlagenautomation, Raumautomation wo sinnvoll (z.B. Single-Room-Control in Büroräumen).

Schnittstellen

  • GA-Verkabelung in Abstimmung mit Elektro- und IT-Planung.

  • Brandfallsteuerungen, Rauchabzug, sicherheitsrelevante Abschaltungen etc. müssen in die GLT integriert sein.

Datensicherheit und Fernzugriff

  • VPN- oder Cloud-Lösungen für Fernwartung unter Einhaltung aktueller IT-Sicherheitsrichtlinien.

  • Zugriffsrechte, Passwortschutz, Patches, Updates sicherstellen.

Diagramm einer Gebäudeautomation, die einen zentralen Hub zeigt, der Systeme wie HLKS, Raumautomation und Brandfallsteuerung über Protokolle integriert.

Inbetriebnahmeplanung

  • Stufenplan zur Inbetriebnahme der Anlagenteile (Heizung, Kälte, Lüftung, Sanitär) inkl. MSR-Funktionen.

  • Erstellung von Prüf- und Testplänen: Dichtheits-, Druck- und Funktionsprüfungen.

Probebetrieb

  • Probebetrieb in ausreichender Dauer (z.B. 2–4 Wochen) unter realen Bedingungen.

  • Dokumentation von Mängeln und Beseitigung vor Endabnahme.

Abnahmen

  • ggf. Teil- und Endabnahmen unter Beteiligung des Bauherrn und Sachverständiger (z.B. TÜV, Brandschutz).

  • Erstellung aller Abnahmeprotokolle, Prüfberichte, Checklisten.

Ein Prozessdiagramm, das den Abnahmeprozess von Anlagentechnik in den drei Schritten Inbetriebnahmeplanung, Probebetrieb und Abnahme darstellt.

Wartungsplanung

  • Wartungsintervalle nach VDI, DIN, Herstellerempfehlungen (z.B. VDI 6022 bei RLT-Hygiene).

  • Detaillierte Wartungspläne für alle Anlagen, Wartungspflichten ggf. vertraglich regeln.

Inspektions- und Reinigungsarbeiten

  • Revisionsöffnungen ausreichend bemessen, zugänglich, besonders in Lüftungskanälen.

  • Hygieneinspektionen bei Trinkwassersystemen (DVGW W 551) und Lüftungsanlagen.

Ersatzteilhaltung

  • Empfehlung und Vorlage von Mindest-Ersatzteilvorräten für kritische Komponenten.

Betreiberunterstützung

  • Einweisung und Schulung des Bedien- und Wartungspersonals, Einweisung in GA/GLT.

  • Bereitstellung aller Betriebs-, Wartungs- und Reinigungsanweisungen.

Technische Dokumentation

  • As-Built-Pläne (Revisionsstand) aller Gewerke (Grundrisse, Schnitte, Schemen, R&I).

  • Betriebs- und Wartungsanleitungen, Inbetriebnahmeprotokolle, Mess- und Prüfberichte.

Digitalisierung / BIM (falls projektrelevant)

  • Übergabe der Anlagendaten in definierten BIM-Formaten (z.B. IFC, Revit-kompatibel).

  • Datenstrukturen (z.B. Bauteil-IDs, Parameter) nach Vorgabe des Bauherrn oder BIM-Managements.

Kennzeichnung und Beschilderung

  • Einheitliche Beschriftung (Rohrleitungen, Anlagenteile, Fließrichtungen).

  • Sicherheits- und Warnhinweise nach ASR, DIN und BG-Vorschriften.

Legionellenschutz

  • Umsetzung von DVGW W 551, W 553: Zirkulationssystem, Temperaturen (≥ 60 °C Vorlauf), Entleerungen bei Stagnation.

  • Probenahmestellen für gesetzlich geforderte Untersuchungen.

Werkstoffauswahl und Installation

  • Rohrmaterialien (Edelstahl, Kupfer, Mehrschichtverbund) korrosionsbeständig und für Trinkwasser zugelassen.

  • Absperrungen, Filtration und Spüleinrichtungen an zentralen Punkten.

Löschwasseranlagen (falls relevant)

  • Dimensionierung nach Brandschutzkonzept (z.B. Trocken- oder Nassleitungen, Sprinkler).

  • Abstimmung mit Behörden / Feuerwehr (Hydranten, Wandhydranten).

Technisches Diagramm einer Trinkwasser-Installation mit Legionellenschutz, korrosionsbeständigen Materialien, Filtern, Ventilen und einer separaten Löschwasserleitung mit Sprinkler.

Anforderungen an RLT-Anlagen

  • Brandschutzklappen (BSK) in klassifizierten Trennwänden mit Rauchdichtheit.

  • Ggf. Entrauchungsanlagen (RWA) mechanisch oder natürlich, in Abstimmung mit Feuerwehrlaufkarten.

Brandfallsteuerungen

  • MSR-seitige Abschaltung oder Umschaltung bei Brandmeldung.

  • Druckbelüftung von Sicherheitstreppenräumen / Aufzugsschächten, falls gefordert.

Flussdiagramm, das die Schritte nach einer Brandmeldung zeigt: Lüftungsanlage wird umgeschaltet, Brandschutzklappen schließen und die Entrauchungsanlage wird aktiviert.

F-Gase-Verordnung

  • Einhaltung geltender Bestimmungen zu Kältemittel-Handhabung, Leckage-Überwachung, Dokumentationspflichten.

Kältemaschinenraum

  • Ggf. Havarielüftung (Gaswarnsystem, Abluft bei Kältemittelaustritt).

  • Schwingungsentkopplung der Kältemaschinen.

Hydraulik und Abgleich

  • Hydraulischer Abgleich sämtlicher Kühlkreisläufe (Zonenventile, Strangregulierventile).

  • Dokumentation und Einstellprotokolle bei Inbetriebnahme.

Technisches Diagramm einer Kältetechnikanlage mit Maschinenraum, Kältemaschine, Gaswarnsystem, Kühlkreisläufen und Symbolen zur Einhaltung der F-Gase-Verordnung.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

  • Einhaltung GEG (Primärenergiefaktor, Anlagentechnik, Wärmebrücken).

  • Einsatz erneuerbarer Energien (z.B. Wärmepumpen, Solarthermie, KWK), sofern wirtschaftlich und projektspezifisch gefordert.

  • ggf. Zertifizierung (DGNB, LEED, BREEAM) – Nachweisdokumentation entsprechend.

  • Minimierung von Standby-Verbrauch und Einsatz energieeffizienter Komponenten (Pumpen, Motoren mit Frequenzumrichter).

Schall- und Schwingungsschutz

  • Körperschallentkopplung (z.B. Feder- oder Gummi-Metall-Lagerungen) bei Lüftungszentralen, Pumpen, Kälteaggregaten.

  • Einhaltung von Raum- und Außenlärmgrenzwerten (Bebauungsplan, TA Lärm etc.).

  • Bei Bedarf Schallschutzhauben oder Schalldämpfer an RLT-Kanälen und Ventilatoren.

Infografik eines vibrierenden Aggregats auf Feder- und Gummilagern zur Körperschallentkopplung mit Schallschutzhaube und Schalldämpfern gegen Luftschall.

Genehmigungs- und Prüfverfahren

  • Baugenehmigung: Einhaltung der Landesbauordnung, ggf. Sonderbauverordnungen (Industrie-, Versammlungsstättenverordnung, Garagenverordnung).

  • Wasserrechtliche Erlaubnisse bei Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (WHG, AwSV).

  • Sachverständigenprüfungen: TÜV / DEKRA / AwSV-Sachverständige für Druckbehälter, Auffangsysteme, Sicherheitsventile.

  • Emissionsschutzrechtliche Prüfungen (z.B. bei Kesselanlagen, Lösemitteln).

Sonstige Detail- und Sonderthemen (projektabhängig)

  • Prozessabluft, Labor- oder Reinraumbedingungen (spezielle Filter, Luftfeuchte- und Partikelüberwachung).

  • ATEX-Bereiche bei explosionsgefährdeten Prozessen/Lagerbereichen.

  • Fettabscheider, Ölabscheider in Kantinen, Werkstätten.

  • Besondere Hygieneanforderungen (Lebensmittelverarbeitung, Reinräume, Pharma).