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Grundsätze der Installationssysteme: TGA

Technisches Facility Management: TFM » Strategie » Bau + Instandhaltung » Installationssysteme TGA

Installationssysteme der technischen Gebäudeausstattung im Bau‑ und Instandhaltungsprozess des technischen FM

TGA – Grundsätze der Installationssysteme

TGA-Grundsätze bringen Klarheit, u.A. in Bezug auf die sortenreine Installationen, den Brandschutz, die Schall- und Wärmedämmung, die Montage, Prüfverfahren, Wartung und Betriebsmonitoring. Darüber sind moderne Anforderungen wie BIM, Hygienevorschriften oder Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen. TGA-Grundsätze stellen eine technisch einwandfreie, sichere und wirtschaftliche Umsetzung aller TGA-Anlagen sicher und ermöglicht einen effizienten sowie ressourcenschonenden Betrieb über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes.

Sortenreine Installationen der TGA

  • In jedem Einzelsystem (z. B. Trinkwasser, Heizung, Lüftung, Elektro) sind nur Fabrikate eines Herstellers zu verwenden.

  • Vermischungen unterschiedlicher Hersteller innerhalb desselben Systems sind untersagt, um eine vollständige Herstellergewährleistung sicherzustellen.

  • Ein Materialwechsel ist nur erlaubt, wenn die Anlagenbeschreibung dies ausdrücklich zulässt (beispielsweise in Außenbereichen oder Vorwänden).

  • Übergangsstellen müssen regelkonform, schallgedämpft, korrosionsvermeidend und brandschutzgerecht ausgeführt sein.

Installation von Leitungen und Kanälen

  • Vorgaben der Hersteller-Verlegvorschriften sowie relevante Normen, Vorschriften und Verordnungen (z. B. DIN, EN, VDE) sind einzuhalten.

  • Leitungen und Kanäle sollen ordnungsgemäß, formschön, entlüftbar und entleerbar verlegt werden.

  • Brandschutzvorschriften des Brandschutznachweises sind bei Bauteilquerungen zu berücksichtigen. Zusätzlich können AG-spezifische Brandschutztrennungen verlangt werden.

  • Mechanische und elektrische Gewerke sollten in Schächten möglichst getrennt geführt werden, wobei jeder Schacht in allen Ebenen zugänglich sein muss.

  • Vor dem Dämmen ist eine Sicht- und Dichtheitsprüfung durchzuführen. Anschließend sind die Leitungen zu spülen und restlos zu entleeren.

  • Für Trinkwasserleitungen empfiehlt sich eine Dichtheitsprüfung mit inertem Gas, um Hygienevorschriften einzuhalten.

  • Die Rohinstallationen sind vor dem Verschließen und Dämmen durch den AG abzunehmen.

  • Zur Vermeidung von Körperschall sind die Leitungen schallentkoppelt zu montieren.

  • Längendehnungen sollten bevorzugt über Kompensatoren realisiert werden.

  • Spülanschlüsse sind dort einzuplanen, wo eine schnelle Ableitung ins Abwassersystem gewährleistet ist.

  • Armaturen für Be- und Entlüftung, Entleerung und Spülung sind mit dichten Verschlusskappen auszustatten.

Flussdiagramm, das die Prozessschritte der Leitungsinstallation zeigt: Verlegung, Dichtheitsprüfung, Spülen, Abnahme und Dämmung, inklusive wichtiger Aspekte.

Befestigung von Leitungen und Kanälen

  • Befestigungssysteme sind grundsätzlich schallentkoppelt auszuführen. Bei Kälteanlagen sind vorgedämmte Halterungen erforderlich.

  • Ein einheitliches, formschönes Befestigungsbild ist in Absprache mit allen beteiligten Firmen umzusetzen.

  • Im Innenbereich wird ein verzinktes, im Außenbereich ein feuerverzinktes Befestigungssystem eingesetzt (Rohrschellen, Gewindestangen, Montageschienen etc.).

  • Die Lastaufnahme ist auf die Nennlast plus 25 % Reserve auszulegen.

  • In Stahlbeton darf nur mit zugelassenen, hohlraumfreien Dübeln gearbeitet werden. Bei WU-Beton ist oft ein Klebeanker vorgeschrieben.

  • Fixpunkte inkl. Haltekonstruktionen sind auf das gewählte Halterungssystem abzustimmen.

Technische Infografik einer schallentkoppelten Halterung für Leitungen, die Varianten für Innen- und Außenmontage in verschiedenen Betonarten zeigt.
  • Bei Kabeln und Verlegesystemen gelten gleichermaßen die Herstellerangaben und gültige Normen (z. B. DIN VDE).

  • Kabel sind in Schaltanlagen mit wasserführenden Installationen bevorzugt von unten einzuführen und auf die IP-Schutzklasse zu achten.

  • Getrennte Trassen für Mittelspannung, Niederspannung, Fernmelde- und informationstechnische Anlagen sowie Gebäudeautomation.

  • Analog zu anderen Leistungsgruppen (KG 440/450) ist diese Trennung ebenso für KG 480 anzuwenden.

Isometrische Zeichnung der korrekten Kabelführung von vier parallelen, farbcodierten Kabeltrassen, die von unten in eine Schaltanlage eingeführt werden.

Podeste, Druckverteilungen und Fundamente

  • Für innen aufgestellte Anlagen können Podeste aus armiertem Stahlbeton (mit geeigneter Beschichtung) oder druckfestem Foamglas geschaffen werden.

  • Mindesthöhe der Podeste: 100 mm, umlaufender Überstand gegenüber den Anlagenaußenkanten: ebenfalls 100 mm.

  • Für Außenanlagen sind Podeste aus feuerverzinktem Stahl (IPE-Profile, Gitterroste) zu verwenden.

  • Ein umlaufender Bedienweg (zwischen 750 und 1000 mm) ist vorzusehen.

  • Bei herausziehbaren Bauteilen (z. B. Register) muss das Podest mindestens Bauteillänge plus 200 mm umfassen.

  • Absturzsicherung gemäß geltenden Normen und UVV (z. B. Geländerhöhe 1,1 m).

  • TGA-Anlagen sind nicht direkt auf Dächern zu platzieren, sondern über geeignete Zwischenpodeste.

Technische Infografik, die ein Beton-Podest für Innenanlagen mit einem Stahlgitterrost-Podest für Außenanlagen mit Geländer und Bemaßungen vergleicht.
  • Befestigungen an Fassaden dürfen nur über Unterkonstruktionen mit Thermostopp erfolgen, nicht direkt in der Fassadenebene.

  • Die Lastaufnahme muss zum Bauteil passen.

  • Alle Durchführungen sind in die Fassadenabdichtung einzubinden.

Technische Querschnittszeichnung einer Fassadenbefestigung mit Anker, Thermostopp und Abdichtung, die eine thermische Trennung zur Wand sicherstellt.
  • In Fahr- oder Staplerbereichen ist bis zu einer Höhe von 2,5 m ein Anfahrschutz einzurichten.

  • Innen aus verzinktem Stahl, außen feuerverzinkt; zusätzlich Markierungsringe zur besseren Sichtbarkeit.

  • Bei potenziell gefährlichen Anlagen kann ein erweiterter Anprallschutz vorgeschrieben sein.

Diagramm eines Anfahrschutz-Pollers mit gelb-schwarzen Streifen, der eine Anlage sichert, sowie eine robustere, erweiterte Schutzvariante.

Schaltwartenböden und Gitterrostböden

  • In Technikräumen werden bei Bedarf Zwischenböden (z. B. Doppelboden, Gitterrostboden) eingebaut.

  • Die Vorgaben gemäß KG 440/450 gelten entsprechend auch für KG 480.

Technische 3D-Infografik eines Technikraums im Querschnitt mit zwei Arten von Doppelböden über einer Installationsebene mit sichtbaren Kabeln.

Die Dämmarbeiten richten sich nach einer projektspezifischen Dämmmatrix, dabei ist Folgendes besonders zu beachten:

  • Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) für Mindestdämmstärken

  • Schallschutz zur Vermeidung von Körperschall

  • Brandschutz gemäß Brandschutznachweis

  • Diffusionsbeständigkeit zum Schutz vor Tauwasser

  • Gesetzliche Regelungen wie TRWI, TRGI und ggf. Zusatzanforderungen des Nutzers

  • Eventuelle Anwendung der 200 %-Regelung in Freianlagen

  • Unterputzverlegung von Gasleitungen nur mit Schrumpfschläuchen

  • Mineralwoll-Dämmung mit Alukaschierung in Fluchtwegen

Umhüllung von Dämmungen

  • Außerhalb von Gebäuden sind dichte, metallische Ummantelungen aus feuerverzinktem Stahl (Mindeststandard) mit abgedichteten Nähten und Sicken einzusetzen.

  • Längsverbindungen vorzugsweise an der Unterseite anordnen, Schrauben/Nieten entsprechend abdichten.

  • Eine Hinterlüftung durch Abstandshalter (20–30 mm) ist einzuhalten.

  • Innerhalb von Gebäuden ist eine metallische Ummantelung nur in sichtbaren Bereichen und Technikzentralen vorgeschrieben; darüber hinaus kann PVC-Ummantelung eingesetzt werden.

  • Feuerverzinkter Stahl ist auch hier der Mindeststandard.

Vergleichsdiagramm, das Dämmungsumhüllungen für den Außenbereich (Stahl) und den Innenbereich (Stahl/PVC) gegenüberstellt.
  • Alle Brandschutzanforderungen (z. B. aus der Landesbauordnung, dem Brandschutznachweis) sind umzusetzen.

  • Abschottungen in Wänden, Decken und Böden sind rauch- und feuerdicht auszuführen, inkl. Ausführungsschildern oder Zertifikaten.

  • Neben dem Einbau der Brandschutzdurchführungen ist auch das Verschließen der Wand-/Deckenöffnungen Pflicht des Anlagenerrichters.

  • Brandschutzklappen müssen BUS-fähig, fernwartbar und mit Stellungsanzeige (AUF/ZU) ausgestattet sein. Sie werden in zugänglichen Bereichen eingebaut.

  • In korrosiver oder gefährlicher Abluft (z. B. Laborbereiche) sind keine Brandschutzklappen einzusetzen; stattdessen sind die Kanäle in F90-Ausführung bis ins Freie zu führen.

  • Ein Mindestabstand von 200 mm zwischen Brandschutzklappen und wasserführenden Leitungen ist einzuhalten.

 Diagramm einer Brandschutzklappe in einem Lüftungskanal, der eine Wand durchdringt, neben einer Wasserleitung und einem alternativen F90-Kanal.
  • In sichtbaren Bereichen sind alle TGA-Installationen formschön und geordnet zu verlegen, damit ein optisch ansprechendes Gesamtbild entsteht.

Grundieren, Lackieren und Farbgestaltung

  • Leitungen aus rostendem Stahl, die nicht gedämmt werden, sind zu reinigen, zweifach zu grundieren (z. B. RAL 7035) und ggf. nach Kennzeichnungsrichtlinien zu lackieren.

  • Verzinkte Stähle, Edelstahl oder Kupfer werden in der Regel nicht lackiert, es sei denn, projektspezifische Vorgaben erfordern es.

  • Offene Rohr- oder Kanalenden sind bei Montagepausen zu verschließen und vor Verschmutzung zu schützen.

  • Entstandener Bohr- und Schleifstaub ist unverzüglich zu entfernen.

  • Beim Schweißen in der Nähe brennbarer Oberflächen sind geeignete Brandschutzmaßnahmen (z. B. Brandwache) zu treffen.

  • Auf fertigen Oberflächen dürfen nur Geräte oder Fahrzeuge mit entsprechenden Schutzmaßnahmen (weiße Reifen oder Bodenabdeckungen) eingesetzt werden.

  • Während der Bauphase müssen gefährdete Anlagen frostfrei gehalten werden.

  • Im späteren Betrieb können Leitungen draußen mit Frostschutzbändern (an der Rohrunterseite, alle 500 mm fixiert) oder einem Frostschutzgemisch (z. B. Glykol) gesichert werden.

  • Der Fühler ist am kältesten Punkt zu montieren; bei Unterschreitung von ca. +4 °C startet die Pumpe, und Regelventile öffnen.

  • Rohrlängsverbindungen sind möglichst in Innenräumen anzuordnen.

Technische Infografik eines Frostschutzsystems für eine Rohrleitung im Außenbereich mit Heizband, Glykolkreislauf, Sensor, Pumpe und Ventilen.
  • Zur Vermeidung von Tauwasserbildung ist eine diffusionsdichte und korrekt dimensionierte Dämmung zu wählen. Dies gilt insbesondere für Kaltwasser- und Kühlleitungen.

Dichtheits- und Druckprüfung

  • Alle Rohr- und Kanalsysteme sind mindestens 24 Stunden lang auf Dichtheit zu prüfen und zu dokumentieren.

  • Nach erfolgreicher Prüfung sind die Anlagen restlos zu entleeren und ggf. hygienisch zu spülen.

  • Bei Lüftungsanlagen genügen oft stichprobenhafte Prüfungen pro Hauptanlagenteil.

Installationsprüfungen und Spülungen

  • Vor Inbetriebnahme sind die Leitungen (Wasser-/Luftgemisch) oder gasförmige Systeme mit inertem Gas zu spülen und zu prüfen.

  • RLT-Anlagen werden im Probebetrieb mittels Sicht- und Geräuschprüfungen kontrolliert.

  • Alle Prüfergebnisse werden protokolliert.

Verbotene Stoffanwendungen

  • Benetzungsstörende Silikone sind an Sanitärfugen, Knebelgriff-Schutzumhüllungen, Kanal- und Formteilverbindungen in der Lüftung sowie an Elektroleitungen untersagt.

  • Statt C-Stahl werden hochwertige Alternativen (Edelstahl, verzinkter Stahl) verwendet.

Erfassung von Verbräuchen und Leistungen

  • Das Projekt legt großen Wert auf die Zählererfassung (Verbrauch und Leistung).

  • Alle Zähler sind geeicht und liefern Verbrauchs- sowie Leistungsdaten (z. B. 15-Minuten-Werte).

  • Die Ebenenstruktur (Einspeisungen, Hauptverteilung, Unterverteilung, Einzelverbraucher) ist konsequent umzusetzen.

Ein hierarchisches Flussdiagramm visualisiert die Erfassung von Energiedaten über die vier Ebenen Einspeisungen, Hauptverteilung, Unterverteilungen und Einzelverbraucher.

Dokumentation von Verbräuchen und Leistungen

  • Eine zentrale Leitstelle (Gebäudeautomation) bündelt alle Energiedaten.

  • Die Messwerte werden in Intervallen (z. B. 15 Minuten) erfasst, gespeichert und archiviert (mind. 6 Monate aktiv, danach 5 Jahre im Archiv).

  • Datenübertragung kann über M-Bus, Profibus, Modbus oder 0–20 mA-Signale erfolgen.

  • Die Visualisierung erfolgt über Trendkurven und tabellarische Übersichten (Tages-, Monats-, Jahreswerte).

  • Wird ein Speicherlimit (z. B. 70, 90 oder 99 %) erreicht, erfolgt eine Warnmeldung, bevor Daten überschrieben werden.

Flussdiagramm zur Energiedatenerfassung, das die Sammlung, Speicherung, Visualisierung und Warnung bei Speicherlimits von Energiedaten darstellt.

Monitoring während der Gewährleistung

  • Vom Zeitpunkt der Übergabe an bis zum Ende der Gewährleistung führt der Anlagenerrichter ein Monitoring durch.

  • Beim Energie-Monitoring werden tatsächliche Leistungs- und Verbrauchsdaten mit den Planwerten (bereinigt und unbereinigt) verglichen.

  • Beim Betriebs-Monitoring werden Anlagenprogramme (Zeitsteuerung, Grenzwerte) jährlich überprüft und nur mit Zustimmung des AG angepasst. Änderungen sind schriftlich zu dokumentieren.

BIM-Integration (Building Information Modeling)

  • Modellbasierte Planung der TGA mit Kollisionsprüfung, Datenaustausch (z. B. IFC, DWG).

  • Abstimmung zum Detaillierungsgrad (LOD).

  • BIM-Daten werden im Idealfall während des gesamten Lebenszyklus eingesetzt (z. B. Facility Management).

Zyklus-Diagramm zum Lebenszyklus der BIM-Integration, beginnend bei der modellbasierten Planung über den Datenaustausch bis zum Facility Management.

Qualitätssicherung und -kontrolle (QS/QM)

  • Einsatz einheitlicher Prüf- und Abnahmeprotokolle (Checklisten, Fotodokumentation, Messprotokolle).

  • Gegebenenfalls Fremdüberwachung durch externe Sachverständige (z. B. Hygieneinspektion nach VDI 6022).

  • Regelmäßige QS-Begehungen, protokolliert mit klarer Maßnahmenverfolgung.

Inbetriebnahme und Einregulierung

  • Strukturierter Commissioning-Prozess für alle TGA-Gewerke (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, MSR).

  • Hydraulischer Abgleich für Heiz- und Kühlkreisläufe, Volumenstrommessung für Lüftungsnetze.

  • Abschlussdokumentation aller Einstellungen sowie Übergabe an den Auftraggeber.

Flussdiagramm, das den strukturierten Inbetriebnahmeprozess für TGA-Gewerke zeigt, inklusive hydraulischem Abgleich bis zur Übergabe an den Kunden.

Hygiene- und Gesundheitsschutz

  • Trinkwasserhygiene nach DIN EN 806 und DIN 1988 (Legionellenprävention, thermische Desinfektion, Vermeidung von Stagnation).

  • Raumlufttechnik nach VDI 6022 (Filterklassen, Wartungsintervalle, Hygieneinspektionen).

  • Gaswarnsysteme für brennbare oder giftige Gase (z. B. CO₂, CO), Integration in Alarmierungssysteme.

  • Sachgerechte Lagerung und Entsorgung von Frostschutzmitteln, Kältemitteln und Reinigungschemikalien.

Wartung, Service und Betreiberpflichten

  • Vorgaben zu Wartungsintervallen und -umfängen pro Gewerk (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, MSR).

  • Abschluss von Wartungsverträgen mit klar geregelten Schnittstellen und Garantieleistungen.

  • Sorgfältige Betriebsdokumentation (Wartungs- und Inspektionsberichte, idealerweise in CAFM-Systemen).

Kennzeichnung der Leitungen und Armaturen

  • Einheitliches Farbleitsystem (z. B. DIN 2403 oder projektspezifische Vorgaben).

  • Typenschilder (ggf. mit QR-Code oder RFID) für Ventile, Pumpen, Klappen, Sensoren.

  • Übereinstimmung der Beschriftung mit den Planunterlagen bzw. GA-Daten.

Besondere Sicherheitsanforderungen

  • Einhaltung der Baustellenverordnung und relevanter Arbeitsschutzvorschriften.

  • Brandschutz bei Schweißarbeiten, persönliche Schutzausrüstung (PSA).

  • Gegebenenfalls Integration von Feuerlöschsystemen (Sprinkler, CO₂-Löschungen) oder Not-Aus-Konzepten (Labore, Serverräume).

Besondere Anlagenarten

  • Laborbereiche/Reinräume mit erhöhten Anforderungen an Dichtheit, Druckhaltung und Ablufttechnik.

  • Regenerative Energien (Photovoltaik, Solarthermie, KWK, Wärmepumpen).

  • Eventueller Ex-Schutz für explosionsgefährdete Bereiche (ATEX-Richtlinien).

Sustainability und Nachhaltigkeit

  • Energieeffizienz durch Auswahl hochwertiger Antriebsklassen (Pumpen, Motoren, Ventilatoren).

  • Berücksichtigung von Green-Building-Standards (z. B. DGNB, LEED) bei Dämmung, Materialwahl, VOC-Emissionen.

  • Lebenszykluskostenbetrachtung (Energieverbrauch, Wartung, Ersatzteile).

Abstimmung mit Gebäudeautomation

  • Festlegung der Kommunikationsschnittstellen (BACnet, KNX, Modbus, M-Bus, LON).

  • Detaillierte Sensor- und Aktorlisten, Prioritäten bei Alarmmeldungen.

  • Energie- und Betriebsmonitoring als integraler Bestandteil der GA.

Mindmap mit dem zentralen Thema Gebäudeautomation und den vier Hauptbereichen Kommunikationsschnittstellen, Sensor- & Aktorlisten, Alarmprioritäten und Energiemonitoring.

Dokumentation und Schulung

  • Revisionsunterlagen (Pläne, Schemata, Prüfprotokolle, Einweisungsdokumente) vollständig und nachvollziehbar vorlegen.

  • Benutzerhandbücher mit Wartungsplänen und Bedienungsanleitungen.

  • Schulungen des Bedienpersonals (mit schriftlichem Nachweis).

Terminkoordination und Logistik

  • Abstimmung der Bauzeiten (Rohbauinstallationen, Prüfungen, Inbetriebnahme, Abnahmen).

  • Sorgfältige Lagerung und Transport (insbesondere temperaturempfindliche Komponenten).

  • Just-in-Time-Lieferungen in Absprache mit Herstellern, um Verzögerungen zu vermeiden.

Prozessdiagramm, das den Ablauf von Zeitplan-Abstimmung, Materiallogistik und Just-in-Time-Lieferungen am Bau zur Vermeidung von Verzögerungen visualisiert.