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Prüf- und Wartungskalender

Technisches Facility Management: TFM » Strategie » Ausschreibung TTS » Prüf- und Wartungskalender

Anlage – Prüf- und Wartungsplan inkl. Prüfkalender für Total Technical Services (TTS)

Anlage – Prüf- und Wartungsplan inkl. Prüfkalender für Total Technical Services (TTS)

Nachfolgend steht die Anlage N.2 – Prüf- und Wartplan inkl. Prüfkalender in einer vertrags- und umsetzungsfähigen Fassung. Die Struktur ist konsistent zur übergeordneten Leistungsbeschreibung, zum übergeordneten Leistungsverzeichnis, zur RACI-/Schnittstellenmatrix sowie zum Start-up- und Mobilisierungsplan. Maßgebliche Leitplanken sind insbesondere: CAFM des AG als führendes System, Service Desk als operative Führungsstelle, Online- und Mobile-Bearbeitung auf KTE-Verfahren, ProvI als proaktive vorbeugende Instandhaltung, A/B/C-Kritikalität, 24/7-Bereitschaft für definierte kritische Anlagen, Gefährdungsbeurteilungen durch den AN mit Freigabe durch den AG, DGUV-V3-/ZÜS-/TÜV-Logik mit externer Beauftragung durch KTE/AG, Versichererauflagen, Mitwirkung an OPEX-/CAPEX-Planung, Risiko- und Auditprozessen sowie vollständige Stamm- und Bewegungsdatenpflege im CAFM.

Diese Anlage ist so auszulegen, dass der AN nicht nur einzelne Wartungen und Prüfungen terminiert, sondern den vollständigen technischen Erhaltungs-, Prüf-, Fristen-, Nachweis- und Maßnahmenprozess für alle TTS-relevanten Assets organisiert, im CAFM führt, aktiv steuert, dokumentiert und fortlaufend verbessert. Maßstab ist ein rechtssicherer, hochverfügbarer, wirtschaftlicher und auditfähiger Betrieb gemäß des Vertragskonvoluts.

Prüf- und Wartungskalender im TTS

Regelungszweck und Geltungsbereich

Diese Anlage regelt verbindlich die Planung, Steuerung, Durchführung, Dokumentation, Nachverfolgung und Berichterstattung sämtlicher Inspektions-, Wartungs-, Prüf-, Zustandsüberwachungs- und Folgeprozesse für alle im Anlagenverzeichnis erfassten technischen Assets des TTS-Leistungsumfangs. Sie konkretisiert damit die Anforderungen aus der übergeordneten Leistungsbeschreibung, dem Leistungsverzeichnis und dem Start-up-Modell für den laufenden Betrieb.

Die Anlage gilt für sämtliche TTS-relevanten Assets der KGR 300 bis 500, insbesondere:

  • Baukonstruktion und Gebäudehülle, soweit technisch zu überwachen oder instand zu halten,

  • technische Gebäudeausrüstung,

  • technische Außeninfrastruktur,

  • prüf- und nachweispflichtige Prozesse,

  • Betreiberpflichten- und Versichererprozesse mit Prüf- oder Wartbezug.

Nicht Zweck dieser Anlage ist die abschließende rechtliche Festlegung jeder einzelnen Prüffrist im Sinne einer losgelösten Gesetzesauslegung. Maßgeblich bleiben stets die im konkreten Projekt geltenden gesetzlichen, behördlichen, normativen, versicherungsseitigen und herstellerseitigen Anforderungen, die im Anlagenverzeichnis, in den Herstellerunterlagen, in den Projektunterlagen und im Prüfkalender assetbezogen umzusetzen sind. Die nachfolgenden Planungsraster dienen als verbindliche Struktur- und Steuerungslogik für die operative Umsetzung.

Das CAFM-System des AG ist das führende System für:

  • Asset-Stammdaten,

  • Kritikalität,

  • Wartungs- und Prüfpläne,

  • Arbeitsaufträge,

  • Ticket- und Störungsbezüge,

  • Prüfberichte und Wartungsnachweise,

  • Mängel- und Maßnahmenverfolgung,

  • KPI-/SLA-Messung,

  • Reporting und Auditnachweise.

Ohne Arbeitsauftrag, Ticketbezug, Zeitstempel und dokumentierten Abschluss im führenden System gilt eine Leistung vorbehaltlich eines ausdrücklich anerkannten Ausnahmefalls nicht als ordnungsgemäß nachgewiesen.

Der Service Desk ist die operative Führungsstelle für Meldung, Priorisierung, Triage, Dispatch, Statuskommunikation und Eskalation. Für Wartungs- und Prüfprozesse bedeutet dies:

  • terminierte Wartungs- und Prüfaufträge werden im CAFM angelegt,

  • ad-hoc-Abweichungen, Befunde und Mängel werden über den Service-Desk-/Ticketprozess überführt,

  • Folgeaufträge, Sofortmaßnahmen und Eskalationen werden systemisch verknüpft.

Prävention vor Reaktion

Vorbeugende Instandhaltung und ProvI haben Vorrang vor rein reaktiver Störungsbearbeitung. Der Prüf- und Wartplan ist deshalb nicht als bloßer Terminplan, sondern als aktives Erhaltungs-, Zustands- und Nachweisinstrument zu führen. Dazu gehören Zustandskontrollen, Trendanalysen, frühzeitige Austauschvorschläge, Ersatzteilstrategien und Maßnahmenempfehlungen für OPEX/CAPEX.

Der AN hat bei Planung und Durchführung mindestens zu berücksichtigen:

  • gesetzliche Prüf- und Betreiberpflichten,

  • behördliche Auflagen,

  • Versichererauflagen einschließlich einschlägiger Sachversichererklauseln wie z. B. SK3602,

  • Herstellerangaben,

  • anerkannte Regeln der Technik,

  • standortspezifische AG-/KTE-Vorgaben,

  • Produktions- und Nutzeranforderungen.

Die folgenden Tätigkeiten sind Bestandteil der Grund- bzw. Titelpauschalen und nicht gesondert zu vergüten:

  • Aufbau und Pflege des Wartungs- und Prüfkalenders,

  • Systempflege im CAFM,

  • Terminierung und Nachterminierung,

  • Mahn- und Eskalationslogik,

  • Dokumentenablage,

  • Mängel- und Maßnahmenverfolgung,

  • Reporting,

  • Auditfähigkeit,

  • Eigenüberwachung,

  • Abstimmungen in Shopfloor-, Monats-, Quartals- und Jahresgesprächen,

  • Arbeitsschutz- und Toolboxmeetings,

  • organisatorisches Gefahrstoffmanagement im TTS-relevanten Umfang.

Begriffe und Systematik

Begriff

Definition

Inspektion

Feststellung und Beurteilung des Ist-Zustands eines Assets oder Systems

Wartung

Maßnahmen zur Verzögerung des Abbaus des vorhandenen Abnutzungsvorrats

Instandsetzung

Maßnahmen zur Wiederherstellung des funktionsfähigen Zustands

Prüfung

Wiederkehrende oder anlassbezogene Kontrolle nach Gesetz, Norm, Versicherer- oder Herstellervorgabe

Funktionsprüfung

Prüfung des Wirknachweises oder bestimmter sicherheits-/betriebsrelevanter Funktionen

Sachverständigen-/ZÜS-Prüfung

Prüfung durch externe Prüforganisation / ZÜS / TÜV / Sachverständige

ProvI

proaktive vorbeugende Instandhaltung mit Zustandsüberwachung, Trendanalyse und frühzeitiger Maßnahmenableitung

Planned Downtime

vorab freigegebene und im CAFM dokumentierte Stillstandszeit

Prüfkalender

systemisch geführte Jahres- und Rollplanung aller Pflicht- und Regelprüfungen

Wartungsplan

systemisch geführte Jahres- und Rollplanung aller präventiven Instandhaltungsleistungen

A-/B-/C-Kritikalität

Priorisierung nach Sicherheits-, Produktions-, Verfügbarkeits- und Compliance-Relevanz

Diese Terminologie entspricht der in der TTS-Leistungsbeschreibung angelegten Logik aus Instandhaltung, ProvI, Prüfmanagement, Betreiberpflichten, SLA-/KPI-Steuerung und Planned Downtime.

Der Prüf- und Wartplan ist nicht nur Betriebsinstrument, sondern auch Grundlage für:

  • OPEX-/CAPEX-Jahresplanung,

  • zweijährliche Risikobewertung des FM-Standorts,

  • Audit- und ISO-Nachweise,

  • Versicherer- und Schadenprozesse,

  • Claim- und Gewährleistungsmanagement.

Daher hat der AN aus N.2 mindestens folgende Ausleitungen zu liefern:

  • priorisierte Maßnahmenliste,

  • investive Erneuerungsbedarfe,

  • Risikoeinträge aus Prüf- oder Wartbefunden,

  • Auditnachweise,

  • Trend- und Energiehinweise aus ProvI.

Rollenmodell

Rolle

Hauptaufgabe im Prüf- und Wartplan

AG TFM / Betreibervertretung

Freigabe von Planständen, Entscheidungen bei Eskalationen, Budget- und Priorisierungsentscheidungen

AG HSE / BCM

Prüfung/Freigabe HSE-relevanter Verfahren, GBU-Bezug, PTW-/Notfall-/Evakuierungsbezug

AG IT/OT/CAFM

Berechtigungen, Systemgovernance, Schnittstellen, Datensicherheit

AG Nutzer / Produktion

Freigabe und Abstimmung von Zugängen, Produktionsfenstern, Planned Downtime

Service Desk

operative Führungsstelle für Ticketbezug, Priorisierung, Dispatch, Eskalation

AN Objektleiter

Gesamtverantwortung Planung, Steuerung, Freigabevorbereitung, Eskalation, Berichtswesen

AN Fachverantwortliche / Techniker

Erstellung technischer Inhalte, Durchführung, Befundung, ProvI, Nachweise

AN CAFM / Daten / Reporting

Stammdatenpflege, Kalenderpflege, Fristenüberwachung, KPI-/Reportlogik

Externe Prüforganisationen / ZÜS / TÜV

externe gesetzliche / sachverständige Prüfungen

GU / Errichter / Lieferanten

Unterlagen, Gewährleistung, Nachbesserung, Herstellerservice

RACI-Kernlogik für Prüf- und Wartprozesse

Prozess

R

A

C

I

Asset-Zuordnung in Wartungs- und Prüfplan

AN CAFM / AN Objektleiter

AG TFM

AG IT/OT/CAFM, AN Fachverantwortliche

Service Desk

Kritikalitätsbezug A/B/C

AN Objektleiter

AG TFM

AG Nutzer/Produktion, AN Fachverantwortliche

Service Desk

Wartungsplan v1 / Fortschreibung

AN Fachverantwortliche / AN Objektleiter

AG TFM

AG Nutzer/Produktion

Service Desk

Prüfkalender v1 / Fortschreibung

AN Objektleiter / AN CAFM

AG TFM

AG HSE, externe Prüforganisationen

Service Desk

DGUV-V3-/ZÜS-/TÜV-Koordination

AN Objektleiter

AG TFM

AG HSE, externe Prüforganisationen

Service Desk

Planned Downtime

AN Objektleiter

AG TFM

AG Nutzer/Produktion, AG HSE

Service Desk

Durchführung Wartung / Inspektion

AN Fachverantwortliche / Techniker

AN Objektleiter

Service Desk

AG TFM

Mängel- und Maßnahmenverfolgung

AN Fachverantwortliche / AN Objektleiter

AN Objektleiter

AG TFM, Service Desk

AG Nutzer/Produktion

KPI-/Reportauswertung

AN CAFM / Daten

AG TFM

AN Objektleiter

AG Einkauf / Nutzer

Für jedes Asset und jede Prüf- oder Wartungsaufgabe gilt die folgende Prioritätsreihenfolge:

Rang

Quelle

Verbindlichkeit

1

Gesetz / Behörde / Verordnung / anlagenspezifische Pflicht

zwingend

2

Versichererauflage / Obliegenheit

zwingend

3

Herstellerangabe / OEM-Vorgabe

verbindlich, soweit nicht strengere Vorgabe gilt

4

AG-/KTE-Standard / Projektvorgabe

verbindlich

5

AN-Vorschlag aus ProvI / Betriebserfahrung

nach Freigabe verbindlich

Das bedeutet:

Ein Wartungs- oder Prüfintervall darf weder aus Wirtschaftlichkeitsgründen noch zur Kapazitätssteuerung zulasten höherstehender Anforderungen verlängert werden. Verkürzungen oder zusätzliche Maßnahmen aus ProvI, Ereignissen, Alterung oder Betriebsdaten sind zulässig und in der Regel erwünscht, sofern sie dokumentiert und – soweit erforderlich – freigegeben sind.

Der Prüf- und Wartplan ist mindestens in den folgenden Ebenen zu strukturieren:

Ebene

Inhalt

Ebene 1

Standort / Gebäude / Bereich

Ebene 2

Gewerk / Anlagencluster

Ebene 3

Asset / Anlagen-ID / System

Ebene 4

Prüf- oder Wartungsaufgabe

Ebene 5

Intervall / nächste Fälligkeit / Verantwortliche

Ebene 6

Ticket-/Auftrags-/Nachweisbezug

Ebene 7

Befund / Mangel / Maßnahme / Abschluss

Mindestdatenfelder Asset-Ebene

Feld

Pflichtinhalt

Asset-ID

eindeutige Referenz

CAFM-ID

führende System-ID

Gewerk / Cluster

Zuordnung

Standort / Raum / Ebene

Ort

Bezeichnung

Klartext

Hersteller / Typ

OEM-Daten

Seriennummer

soweit vorhanden

Baujahr / Inbetriebnahme

Datum

Kritikalität A/B/C

freigegebene Klasse

Prüfpflicht

ja/nein

Wartpflicht

ja/nein

Planned-Downtime-Bedarf

ja/nein

Notfall-/Bereitschaftsbezug

ja/nein

Dokumentenlink

Hersteller-/Prüfunterlagen

Mindestdatenfelder Wartungs-/Prüfaufgabe

Feld

Pflichtinhalt

Aufgaben-ID

eindeutige Referenz

Aufgabentyp

Inspektion / Wartung / Prüfung / Funktionsprüfung / ProvI

Asset-Bezug

Asset-ID

Rechts-/Hersteller-/Versichererbezug

Quelle

Intervallbasis

Zeit / Betriebsstunden / Ereignisse / Lastzyklen / Zustand

Planungsraster

monatlich / quartalsweise / halbjährlich / jährlich / mehrjährig / anlassbezogen

nächste Fälligkeit

Datum

Verantwortliche Ausführung

AN intern / extern

externe Prüforganisation

falls zutreffend

Nutzer-/Produktionsabstimmung erforderlich

ja/nein

PTW / Freigabe erforderlich

ja/nein

Nachweisart

Protokoll / Bericht / Zertifikat

Status

geplant / terminiert / durchgeführt / überfällig / gesperrt

Folgeprozess

Ticket / Mangel / Claim / CR

   

Zu Beginn jedes Vertragsjahres bzw. im Start-up erstellt der AN:

  • einen Jahreswartungsplan,

  • einen Jahresprüfkalender,

  • einen Rolling-12-Monats-Plan,

  • eine 12-Wochen-Vorschau,

  • eine 4-Wochen-Feinplanung.

Die operative Planung erfolgt rollierend:

  • 12-Monats-Sicht: Fristen, Budget, Stillstandsfenster,

  • 12-Wochen-Sicht: Terminierung, Fremdfirmen, Ressourcen,

  • 4-Wochen-Sicht: Feinplanung, Nutzerabstimmung, PTW,

  • 1-Wochen-Sicht: verbindliche Einsatz- und Freigabeplanung.

Der AN hat Wartungen, Prüfungen, Prüfvorbereitungen, Ersatzteilwechsel und geplante Reparaturen nach Möglichkeit zu bündeln, wenn dadurch

  • zusätzliche Stillstände vermieden,

  • Produktionsfenster optimal genutzt,

  • Sicherheits- oder Qualitätsrisiken reduziert,

  • wirtschaftliche Vorteile erzielt

  • werden, ohne dass gesetzliche oder herstellerseitige Fristen verletzt werden. Diese Vorgabe entspricht ausdrücklich der geforderten Leistungsbündelung an möglichen Schnittstellen.

Geplante Stillstände sind für alle betroffenen Assets und Prozesse frühzeitig anzumelden. Eine Planned Downtime ist nur dann wirksam, wenn:

  • der Antrag im System gestellt wurde,

  • betroffene Nutzer/Produktion eingebunden sind,

  • ggf. HSE-/PTW-Freigaben vorliegen,

  • das freigegebene Zeitfenster im CAFM hinterlegt ist,

  • die Rückgabe in den Betrieb dokumentiert ist.

Standardprozess Wartung und Prüfung

Schritt

Inhalt

Verantwortlich

System-/Dokumentbezug

1

Asset und Aufgabe identifizieren

AN CAFM / AN Fachverantwortliche

Asset-Register / AV

2

Rechts-/Hersteller-/Versichererbezug festlegen

AN Fachverantwortliche

Wartungsplan / Prüfkalender

3

Intervall und Fälligkeit festlegen

AN Fachverantwortliche / AN CAFM

CAFM

4

Ressourcen und Fremdleistungen planen

AN Objektleiter

12-Wochen-Plan

5

Nutzer-/Produktionsfenster und PTW abstimmen

AN Objektleiter

Planned-Downtime-/PTW-Prozess

6

Auftrag generieren / terminieren

Service Desk / AN CAFM

Arbeitsauftrag im CAFM

7

Durchführung vor Ort

AN Techniker / externe Prüforganisation

Wartungs-/Prüfprotokoll

8

Befunde dokumentieren

AN Techniker / Prüfer

CAFM / Bericht

9

Mängel, Sofortmaßnahmen, Folgeaufträge erzeugen

Service Desk / AN Objektleiter

Ticket / Maßnahmenplan

10

Abschluss, Freigabe, KPI-Wertung

AN CAFM / AG TFM

CAFM / Reporting

Grundsatz

Überfällige Pflichtprüfungen und Pflichtwartungen sind unzulässig. Werden Fälligkeiten gefährdet, ist vor Fristablauf zu eskalieren. Die Eskalation erfolgt systemisch und nach Kritikalität abgestuft.

Eskalationsmatrix

Fall

A-Asset / gesetzl. Pflicht

B-Asset / wichtige Pflicht

C-Asset / Standardpflicht

Frist gefährdet

sofortige Eskalation an AG TFM und AN Objektleiter

Eskalation innerhalb 1 Arbeitstag

Eskalation innerhalb 2 Arbeitstage

Frist überschritten

sofortige Management-Eskalation, Risiko-/Sofortmaßnahme

Eskalation an AG TFM, Nachterminierung mit Begründung

Nachterminierung, Statusreport

Prüfung nicht durchführbar

Betriebs-/HSE-/Produktionsentscheidung erforderlich

neue Freigabe und Ersatztermin

neue Terminierung

fehlende Unterlagen / Zugänge

sofortige Eskalation

kurzfristige Eskalation

Standardeskalation

Mängelklassifizierung nach Prüfung/Wartung

Klasse

Bedeutung

Reaktion

M1

akut sicherheits- oder betriebsgefährdend

sofortige Sicherung / Außerbetriebnahme / Eskalation

M2

funktions-, verfügbarkeits- oder compliance-relevant

Terminierte Beseitigung mit Frist und Ticket

M3

Beobachtung / Verbesserung / nächste Maßnahme

Aufnahme in Maßnahmenliste / ProvI / Budgetlogik

Wartungs- und Prüfmatrix nach Anlagenclustern

Die nachfolgenden Matrizen definieren die verbindliche Struktur des Prüf- und Wartplans. Die konkreten assetbezogenen Termine und Intervalle ergeben sich aus AV, Herstellerangaben, gesetzlichen Pflichtregimen und Versichereranforderungen. Die genannten Raster sind Planungs-Defaults und im Einzelfall zu konkretisieren.

Baukonstruktion und Gebäudehülle

Cluster / Objektgruppe

Leistungsarten

Mindestinhalt

Intervallbasis / Planungsraster

Verantwortung

Nachweis

Dachflächen, Abdichtungen, Entwässerung

Inspektion, Wartung, Ereignisprüfung

Sichtprüfung, Dichtigkeit, Abläufe, Anschlüsse, Beschädigungen, Verstopfungen

mindestens halbjährlich sowie nach Starkwetter / Ereignis

AN Fachverantwortliche / externe Spezialfirmen bei Bedarf

Inspektionsprotokoll, Mängelliste

Fassaden, Fenster, Außenhaut

Inspektion, Zustandsbeurteilung

Beschädigungen, Undichtigkeiten, Befestigungen, Korrosion, Schlagregen-/Witterungsschäden

mindestens jährlich, anlassbezogen nach Schaden

AN Fachverantwortliche

Zustandsbericht

Technische Tore, Türen, Abschlüsse

Funktionsprüfung, Wartung, Sicherheitsprüfung

Laufverhalten, Antriebe, Sensorik, Sicherheitseinrichtungen

gemäß Hersteller / Nutzungshäufigkeit, mindestens jährlich

AN Techniker / spezialisierte Partner

Wartungsprotokoll

Bauwerksbedingte Schadstellen

Inspektion, Mangelverfolgung

Feuchte, Risse, Setzungen, Nutzungsbeeinträchtigungen

anlassbezogen und im Regelbegehungsrhythmus

AN Objektleiter

Mangel-/Claimbezug

Zusatzregel:

Bei Schadensbildern mit möglichem Bau- oder Errichterbezug ist stets die Trennung zwischen Bau-/Gewährleistungswelt und TTS-Betriebswelt herzustellen.

Elektrotechnik, Energieversorgung, Notstrom, USV, Beleuchtung

Cluster / Objektgruppe

Leistungsarten

Mindestinhalt

Intervallbasis / Planungsraster

Verantwortung

Nachweis

Mittel-/Niederspannungsverteilungen, Schaltanlagen

Inspektion, Wartung, Zustandskontrolle

Sichtkontrolle, Erwärmung, Verschmutzung, Klemmstellen, Schaltzustände, Beschriftung, mechanischer Zustand

gemäß Hersteller / Pflichtregime; A-Anlagen zusätzlich verdichtete Zustandsüberwachung

AN Elektrofachverantwortliche

Wartungsprotokoll, Thermografie-/Befunddaten falls vorgesehen

USV-Anlagen

Wartung, Funktionsprüfung, Zustandsüberwachung

Batteriestatus, Lastverhalten, Alarme, Umschaltfunktion, Selbsttests

gemäß Hersteller / Kritikalität / ProvI

AN Elektro / Herstellerpartner

Prüf-/Wartungsbericht

Notstromaggregate / Ersatzstrom

Funktionsprüfung, Probelauf, Wartung

Startfähigkeit, Lasttest, Betriebsmittel, Alarmmeldungen, Schaltlogik

gemäß Hersteller / Versicherer / Pflichtregime

AN Elektro / externe Spezialpartner

Prüfprotokoll

Beleuchtung innen / außen

Funktionskontrolle, Austauschmanagement

Ausfallquote, Schaltzustände, Leuchtmittel-/Treiberzustand

laufende Kontrolle, Bündelung in Turnus

AN Techniker

Auftragsnachweis

Sicherheitsbeleuchtung / Sicherheitsstrom

Funktions- und Wirknachweis, Wartung

Funktionsprüfung, Notstromversorgung, Dokumentation

gemäß Pflichtregime und Hersteller

AN Elektro / externe Prüfer

Prüfprotokoll

Ortsfeste elektrische Anlagen

gesetzliche / versicherungsseitige Prüfung, Koordination

Prüftermine, Anlagenzugänge, Befund- und Mängeltracking

gemäß Rechts-/Versichererbezug

externe Prüforganisation; Koordination AN

Prüfbericht, Maßnahmenliste

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel, soweit im Scope

Prüfung, Kennzeichnung, Fristenverfolgung

Prüfung, Erfassung, Kennzeichnung, Aussonderung

gemäß DGUV-/BetrSichV-Logik

externe oder interne befähigte Personen

Prüfstatusliste

Sonderregel DGUV V3:

Soweit KTE/AG externe Prüfstellen selbst beauftragt, übernimmt der AN Vorbereitung, Koordination, Begleitung, Dokumentation und Mängelnachlauf, nicht aber automatisch die externe Beauftragung.

Sonderregel Versicherer:

Versichereranforderungen wie die Prüfung elektrischer Anlagen nach versicherungsseitigen Klauseln sind verbindlich in den Prüfkalender zu übernehmen und rechtskonform zu dokumentieren.

Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Kälte- und Raumlufttechnik

Cluster / Objektgruppe

Leistungsarten

Mindestinhalt

Intervallbasis / Planungsraster

Verantwortung

Nachweis

Wärmeerzeugung / Wärmeverteilung

Wartung, Inspektion, Funktionsprüfung

Betriebszustände, Druck-/Temperaturwerte, Sicherheitseinrichtungen, Pumpen, Leckagen

gemäß Hersteller / gesetzlichem Regime / Kritikalität

AN HLK

Wartungsprotokoll

Kälteerzeugung / Kälteverteilung

Wartung, Inspektion, ProvI

Verdichter, Wärmeübertrager, Alarme, Dichtheit, Leistungsdaten, Trendanalyse

gemäß Hersteller / Betriebsdaten / Zustand

AN Kälte / Spezialfirmen

Wartungs-/Trendbericht

RLT-/AHU-Anlagen

Wartung, Inspektion, Hygiene-/Funktionskontrolle

Filter, Ventilatoren, Riemen, Klappen, Sensoren, Brandschutzklappenbezug, Luftmengen, Hygienezustand

laufende und turnusmäßige Wartung gemäß Hersteller / Nutzung

AN HLK

Wartungsprotokoll

Raumklima- / Split-/Sonderanlagen

Wartung, Funktion, Störungsanalyse

Sollwerte, Alarme, Regelung, Leckagen, Kondensat

gemäß Hersteller / Kritikalität

AN HLK

Prüf-/Wartungsnachweis

MSR-/Regelkreise HLK

Funktionsprüfung, Optimierung

Sensorik, Stellglieder, Regelgüte, Fahrpläne, Grenzwerte

laufend und turnusmäßig

AN MSR / GLT

Funktionsprotokoll

ProvI-Bezug:

HLK-/Kälte-/RLT-Anlagen sind Trenddaten, Alarmhistorien und Betriebsparameter systematisch auszuwerten, um ungeplante Ausfälle zu vermeiden und Energieeffizienzpotenziale zu erkennen.

Sanitär, Trinkwasser, Abwasser, Entwässerung

Cluster / Objektgruppe

Leistungsarten

Mindestinhalt

Intervallbasis / Planungsraster

Verantwortung

Nachweisa

Trinkwasserinstallationen

Inspektion, Hygiene, Funktionskontrolle

Stagnationsrisiken, Temperaturhaltung, Leckagen, Armaturen, Betriebszustand

gemäß Trinkwasser-/Hygieneregeln und Nutzung

AN Sanitär

Betriebs-/Hygienenachweise

Trinkwasserhygiene / Proben / Pflichtprüfungen

Prüfkoordination, Nachverfolgung

Terminierung, Probenahmebegleitung, Befunde, Maßnahmenverfolgung

gemäß Pflichtregime

externe Prüforganisation / Koordination AN

Prüfbericht

Abwasser / Entwässerung / Pumpensümpfe

Inspektion, Wartung, Funktionsprüfung

Pumpen, Rückstau, Verschmutzung, Alarmierung, Geruchs-/Leckageanzeichen

gemäß Nutzung / Kritikalität / Hersteller

AN Sanitär

Wartungsprotokoll

Sanitärobjekte und Armaturen

Wartung, Instandhaltung

Funktion, Dichtheit, Verschleißteile, Ausfallbehebung

laufend und turnusmäßig

AN Techniker

Auftragsnachweis

Sonderregel:

Bei Rohrbrüchen, Leckagen oder Hygieneereignissen gelten sofortige Sicherungs- und Eskalationspflichten über den Service-Desk-/Notfallprozess.

Förder- und Hebetechnik

Cluster / Objektgruppe

Leistungsarten

Mindestinhalt

Intervallbasis / Planungsraster

Verantwortung

Nachweis

Personen- und Lastenaufzüge

Wartung, Funktionsprüfung, externe Prüfung

Fahrverhalten, Türen, Sicherheitseinrichtungen, Notruf, Notbefreiungslogik

gemäß Hersteller / gesetzlichen Prüfregimen

externe Aufzugsfachfirma / Koordination AN

Wartungs- und Prüfprotokolle

Hebezeuge, Krananlagen

Wartung, Funktionsprüfung, UVV-/Pflichtkoordination

Lastaufnahmemittel, Fahrwerke, Sicherheitseinrichtungen, Not-Aus, Sicht- und Lastverhalten

gemäß Hersteller / DGUV-/Pflichtregime

externe oder spezialisierte Prüfer / Koordination AN

Prüfbericht

Notbefreiung / Notfallorganisation

Bereitschaft, Übung, Prozesspflege

Alarmierung, Erreichbarkeit, Rollen, Dokumentation

laufend, mit turnusmäßiger Prozessprüfung

AN Objektleiter / externe Partner

Notfallprotokoll

Sonderregel:

Notfall- und Personenbefreiungsprozesse sind mit D24 Notfall-/Bereitschaftskonzept abzugleichen.

Sicherheits- und Brandschutztechnik

Cluster / Objektgruppe

Leistungsarten

Mindestinhalt

Intervallbasis / Planungsraster

Verantwortung

Nachweis

Brandmeldeanlagen / Alarmierung

Wartung, Funktionsprüfung, externe Prüfkoordination

Meldergruppen, Alarmierung, Schnittstellen, Batterien, Störmeldungen, Übertragung

gemäß Hersteller / Pflichtregime / Versicherer

spezialisierte Fachfirma / Koordination AN

Wartungs- und Prüfberichte

Sprinkler-/Löschanlagen

Wartung, Inspektion, Prüfung

Ventilstationen, Druck, Alarmierung, Wasserfluss, Leitungszustand, Pumpen

gemäß Versicherer / Hersteller / Pflichtregime

spezialisierte Fachfirma / Koordination AN

Prüf-/Wartungsbericht

Sicherheitsstromversorgung Brandschutz

Funktions- und Wirknachweis

Batterien, Umschaltung, Versorgung kritischer Verbraucher

gemäß Pflichtregime

AN / externe Fachfirma

Prüfprotokoll

Zutrittskontrolle / EMA / CCTV

Funktionsprüfung, Wartung

Leser, Sensoren, Aufzeichnung, Alarmierung, Berechtigungsfunktion

gemäß Hersteller / Kritikalität

AN Sicherheitstechnik / Spezialfirmen

Wartungsprotokoll

Not- und Sicherheitsbeleuchtung

Funktions- und Wirknachweis

Leuchten, Umschaltung, Laufzeit, Dokumentation

gemäß Pflichtregime

AN Elektro / Spezialfirma

Prüfprotokoll

Sonderregel:

 Sicherheits- und brandschutzrelevante Anlagen sind regelmäßig A- oder B-kritisch; Prüf- und Wartungsrückstände sind deshalb unverzüglich zu eskalieren.

GLT, Gebäudeautomation, MSR, OT

Cluster / Objektgruppe

Leistungsarten

Mindestinhalt

Intervallbasis / Planungsraster

Verantwortung

Nachweis

GLT-/BMS-Server, Gateways, Controller

Funktionsprüfung, Backup-/Statuskontrolle

Erreichbarkeit, Alarmweiterleitung, Datenspeicherung, Backupstatus, Kommunikationsfehler

laufend und turnusmäßig

AN GLT / AG IT/OT/CAFM

Funktions-/Statusprotokoll

Feldgeräte und Sensorik

Funktionsprüfung, Plausibilitätskontrolle

Messwerte, Kalibrier-/Abweichungshinweise, Kommunikation

gemäß Hersteller / Zustandsdaten

AN MSR

Prüf-/Befundnachweis

Alarm- und Trenddaten

Analyse, ProvI, Optimierung

Fehlermuster, Trendabweichungen, wiederkehrende Störungen

laufend / monatlich / quartalsweise

AN GLT / AN CAFM

Analysebericht

Benutzer, Rechte, Änderungslog

Governance, Datensicherheit

Rollen, Berechtigungen, Nachvollziehbarkeit von Änderungen

laufend

AG IT/OT/CAFM mit AN-Zuarbeit

Änderungs-/Berechtigungslog

Sonderregel:

Änderungen an GLT-/OT-relevanten Systemparametern außerhalb freigegebener Betriebslogiken sind nur nach dokumentierter Freigabe zulässig.

Technische Außeninfrastruktur

Cluster / Objektgruppe

Leistungsarten

Mindestinhalt

Intervallbasis / Planungsraster

Verantwortung

Nachweis

Außenbeleuchtung

Funktionskontrolle, Instandhaltung

Ausfallquote, Schaltlogik, Beschädigungen

laufend und turnusmäßig

AN Elektro

Auftragsnachweis

Technische Medien außerhalb Gebäude

Inspektion, Wartung, Leckage-/Schadenskontrolle

Schächte, Leitungen, Übergaben, Armaturen, Infrastrukturpunkte

gemäß Kritikalität / Hersteller / Ereignis

AN Fachverantwortliche

Prüf-/Inspektionsprotokoll

Entwässerungs-/Pumpeninfrastruktur außen

Inspektion, Wartung

Betriebszustand, Rückstaurisiken, Verschmutzung, Alarmierung

gemäß Nutzung / Ereignis

AN Techniker

Wartungsnachweis

Außennahe technische Sicherheitseinrichtungen

Funktionsprüfung

Alarmierung, Verfügbarkeit, Witterungseinflüsse

turnusmäßig

AN Sicherheitstechnik

Prüfprotokoll

Der Prüfkalender ist mindestens in vier Sichten zu führen:

Feld

Pflichtinhalt

Prüf-ID

eindeutige Referenz

Asset-ID / Cluster

Bezug

Prüfung / Pflicht

Bezeichnung

Prüfart

intern / extern / ZÜS / TÜV / Versicherer

Rechts-/Norm-/Versichererbezug

Quelle

Fälligkeit

Datum

Termin

Datum

Prüforganisation

Name

Beauftragung durch

AG / AN

Vorbereitung AN

ja/nein

Begleitung AN

ja/nein

Nutzer-/Produktionsfreigabe

ja/nein

PTW erforderlich

ja/nein

Status

geplant / terminiert / durchgeführt / überfällig

Prüfbericht vorhanden

ja/nein

Befund / Mangelklasse

M1 / M2 / M3

Folgeauftrag / Ticket

Referenz

Statuslogik Prüfkalender

Status

Bedeutung

geplant

Fälligkeit bekannt, Termin noch offen

terminiert

Termin bestätigt

in Durchführung

Prüfung läuft

durchgeführt

Prüfung abgeschlossen, Bericht ausstehend oder eingegangen

abgeschlossen

Bericht vorhanden, Befunde bewertet

überfällig

Frist überschritten

blockiert

Prüfung wegen fehlender Freigabe / Zugang / Unterlagen nicht durchführbar

Der Wartungsplan ist als assetbezogenes Masterdokument im CAFM zu führen und mindestens folgende Sichten zu enthalten:

  • Asset-Sicht,

  • Gewerkesicht,

  • Kritikalitätssicht,

  • Wochen-/Monats-/Jahresplanung,

  • Planned-Downtime-Sicht,

  • Ersatzteil-/Materialbezug,

  • KPI-Sicht.

Mindestfelder je Wartungseintrag

Feld

Pflichtinhalt

Wartungs-ID

eindeutige Referenz

Asset-ID

Bezug

Aufgabe

Bezeichnung

Art

Inspektion / Wartung / Funktionsprüfung / ProvI

Intervallbasis

Zeit / Lastzyklen / Betriebsstunden / Zustand

Fälligkeit / nächster Termin

Datum

Dauer / Aufwand

Planwert

Verantwortliche Rolle

Funktion

interner / externer Anteil

ja/nein

Stillstand erforderlich

ja/nein

PTW erforderlich

ja/nein

Material / Ersatzteilbezug

ja/nein

Nachweisart

Protokoll / Checkliste / Bericht

Ticketbezug / Auftrag

Referenz

Status

geplant / durchgeführt / überfällig / verschoben

ProvI-Speziallogik

Die TTS-Unterlagen verlangen ausdrücklich eine proaktive vorbeugende Instandhaltung mit Zustandsüberwachung, Nutzung von Selbstdiagnose- und Trenddaten, Inspektionsrundgängen, betriebsstunden- bzw. lastzyklusbezogener Planung und frühzeitigem Austausch typischer Verschleiß- oder Alterungskomponenten. Diese Anforderungen sind im Prüf- und Wartplan als eigene Prozessschicht abzubilden.

Pflichtbestandteile ProvI

  • Nutzung von GLT-/BMS-/Alarmdaten,

  • Auswertung von Störungs- und Fehlerhistorien,

  • zusätzliche Zustandskontrollen für A- und B-Anlagen,

  • vorausschauende Austauschvorschläge,

  • Verknüpfung mit Ersatzteilstrategie,

  • Verknüpfung mit OPEX-/CAPEX-Zuarbeit,

  • Verknüpfung mit Energie- und Effizienzmaßnahmen.

Mindestfelder ProvI-Eintrag

Feld

Pflichtinhalt

ProvI-ID

eindeutige Referenz

Asset / Cluster

Bezug

Datenquelle

GLT / Alarm / Fehlerhistorie / Rundgang / Hersteller

Erkenntnis

Trend / Auffälligkeit

Risiko

Verfügbarkeit / Sicherheit / Energie / Qualität

empfohlene Maßnahme

Wartung / Austausch / Umbau / Monitoring

OPEX-/CAPEX-Bezug

ja/nein

Priorität

A / B / C

Owner

Rolle

Status

offen / in Prüfung / freigegeben / umgesetzt

Für jede durchgeführte Wartung oder Prüfung sind mindestens folgende Inhalte zu dokumentieren:

  • Auftrags-/Ticketbezug,

  • Datum und Uhrzeit,

  • Ausführende Person / Organisation,

  • durchgeführter Leistungsumfang,

  • Befunde,

  • Mängelklassifizierung,

  • Sofortmaßnahmen,

  • Empfehlungen / Folgeaufträge,

  • ggf. Freigabe zur Wiederinbetriebnahme,

  • Dokumentenanhänge (Foto, Messwerte, Zertifikate, Prüfberichte).

Nachweise müssen:

  • lesbar,

  • vollständig,

  • fachlich nachvollziehbar,

  • systemisch referenzierbar,

  • versioniert und

  • revisionssicher abgelegt

  • sein.

Stichproben und Eigenüberwachung

Der AN führt stichprobenartige Eigenkontrollen zur Qualität der Wartungs- und Prüfdurchführung, Dokumentation und Fristensteuerung durch. Diese Eigenüberwachung ist Teil der Grundleistung und nicht gesondert zu vergüten.

Diese Anlage speist unmittelbar die KPI- und Reportinglogik des TTS. Mindestens die nachstehenden Kennzahlen sind aus dem Prüf- und Wartplan abzuleiten:

KPI

Ziel / Steuerungslogik

Wartungsplanerfüllung

100 % der fälligen präventiven Wartungen fristgerecht durchgeführt

Prüfquote

100 % der fälligen gesetzlichen, normativen und versicherungsseitigen Prüfungen fristgerecht durchgeführt

Overdue Items

0 überfällige Pflichtprüfungen; 0 ungeplante überfällige A-Pflichten

Dokumentationsquote

100 % der durchgeführten Leistungen mit vollständigem Nachweis

ProvI-Umsetzungsquote

definierte Maßnahmenquote nach Freigabe

Mängelnachlauf

fristgerechte Abarbeitung nach Mangelklasse

Datenqualität CAFM

vollständige und aktuelle Stamm- und Bewegungsdaten

Planned-Downtime-Compliance

nur freigegebene und korrekt dokumentierte Stillstände

Die Unterlagen benennen ausdrücklich 100 % fristgerechte Prüfungen, einen vollständigen Wartungsplan, hohe Datenqualität im CAFM sowie die Nutzung der KPI-/SLA-Logik für Transparenz und Bonus-/Malus-Steuerung.

Im Start-up sind mindestens folgende Ergebnisse für diese Anlage herzustellen:

Deliverable

Inhalt

Asset-Register v1

vollständige, plausibilisierte Assetbasis

Kritikalitätsmatrix A/B/C

priorisierte Assetklassifikation

Wartungsplan v1

alle wartungspflichtigen Assets im Plan

Prüfkalender v1

alle prüfpflichtigen Assets im Kalender

DGUV-/ZÜS-/TÜV-Koordinationslogik

externe Prüfbeziehungen abgebildet

Versicherer-Matrix

Obliegenheiten integriert

ProvI-Konzept

Zustands- und Trendlogik aktiv

Ersatzteilkonzept

A-/B-kritische Teile definiert

Go-live ist nur zulässig, wenn der Prüf- und Wartplan für alle A- und B-kritischen Assets aktiv und systemisch nutzbar ist.

N.2.1 Formblatt „Mastereintrag Wartungsplan“

Feld

Eintrag

Wartungs-ID

Asset-ID / CAFM-ID

Gewerk / Cluster

Bezeichnung Asset

Kritikalität

Wartungsaufgabe

Art der Leistung

Grundlage

Intervallbasis

Planungsraster

nächster Termin

Dauer / Aufwand

Stillstand erforderlich

PTW erforderlich

Verantwortliche Ausführung

externer Partner

Materialbezug

Nachweisart

Status

Bemerkung

Formblatt „Mastereintrag Prüfkalender“

Feld

Eintrag

Prüf-ID

Asset-ID / CAFM-ID

Gewerk / Cluster

Prüfung

Prüfart

Rechts-/Norm-/Versichererbezug

Fälligkeit

Termin

Prüforganisation

Beauftragung durch

Vorbereitung AN

Begleitung AN

Produktions-/Nutzerabstimmung

PTW erforderlich

Prüfbericht vorhanden

Mangelklasse

Folgeauftrag / Ticket

Status

   

Formblatt „Überfälligkeits- und Eskalationsliste“

ID Asset / Prüfung / Wartung Kritikalität Fälligkeit Grund Verzögerung Risiko Sofortmaßnahme Eskalationsstufe Owner Neuer Termin Status

N.2.4 Formblatt „Planned Downtime / Wartungsfenster“

PD-ID Bereich / Asset Anlass Datum / Zeit betroffene Nutzer Risiko PTW / HSE Freigabe AG Freigabe Produktion Rückgabe erfolgt Ticketbezug

N.2.5 Formblatt „Mängel- und Maßnahmennachlauf aus Prüfung/Wartung“

Mangel-ID Asset Quelle Klasse M1/M2/M3 Beschreibung Sofortmaßnahme Folgeauftrag Claim-/Gewährleistungsbezug Owner Frist Status

Besondere Regelungen zu externen Prüfungen

DGUV V3, ZÜS, TÜV und vergleichbare externe Prüfungen sind kalender- und ticketfähig im CAFM abzubilden.

Soweit KTE/AG die externe Prüforganisation selbst beauftragt, übernimmt der AN:

  • Terminabstimmung,

  • Anlagenvorbereitung,

  • Zugangssicherung,

  • Begleitung,

  • Dokumentenmanagement,

  • Befundaufnahme,

  • Mängel- und Fristenverfolgung.

  • Soweit der AN ausnahmsweise selbst beauftragt, gelten dieselben Nachweis- und Transparenzanforderungen.

  • Alle externen Prüfberichte sind mit Asset-, Ticket- und Maßnahmenbezug im führenden System abzulegen.