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Vorlagenpaket zum Start-up und Mobilisierungsplan TTS

Technisches Facility Management: TFM » Strategie » Ausschreibung TTS » Vorlagenpaket zum Start-up

Anlage – Vorlagenpaket D01–D38 zum Start-up- und Mobilisierungsplan TTS

Anlage – Vorlagenpaket D01–D38 zum Start-up- und Mobilisierungsplan TTS

Das Vorlagenpaket für den Start-up- und Mobilisierungsplan im Total Technical Service strukturiert die initiale Projektphase und unterstützt die geordnete Überführung in den operativen Betrieb. Es umfasst standardisierte Dokumente, Ablaufstrukturen und Steuerungsinstrumente zur Koordination von Leistungen, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen. Der Fokus liegt auf Transparenz, normgerechter Umsetzung und klarer Dokumentation, wodurch eine stabile Grundlage für die technische Betriebsführung und den langfristigen Projekterfolg entsteht.

Vorlagenpaket Start-up und Mobilisierung TTS

Geltung und Anwendungslogik

Dieses Vorlagenpaket definiert Mindestinhalt, Dokumentenlogik, Verantwortlichkeiten, Freigaben, Prüfregeln und Abnahmekriterien für sämtliche Start-up-Deliverables D01 bis D38. Es ist als verbindliche Arbeits- und Vertragsanlage zu verstehen.

  • die Anforderungen aus der übergeordneten Leistungsbeschreibung TTS abbilden,

  • die Titelstruktur des übergeordneten Leistungsverzeichnisses unterstützen,

  • mit RACI- und Schnittstellenmatrix konsistent sind,

  • im CAFM-/DMS-/Projektablagesystem des AG auditfähig geführt werden,

  • eine belastbare Go-live- und Hypercare-Freigabe ermöglichen.

Jedes Dokument D01–D38 muss mindestens folgende Stammdaten im Kopf führen:

Feld

Pflichtinhalt

Dokument-Nr.

D01–D38

Dokumenttitel

gemäß Vorlagenpaket

Projekt

TTS Körber Neubau Hamburg / [projektspezifische Bezeichnung]

Standort

[Standort]

Bezug LV-Titel

01.00 bis 10.00

Bezug Arbeitspaket

AP01 bis AP10

Bezug Meilenstein

M1 bis M6

Ersteller

Name, Funktion, Organisation

Prüfer

Name, Funktion, Organisation

Freigeber

Name, Funktion, Organisation

Version

z. B. 0.1 / 1.0 / 1.1

Status

Entwurf / In Prüfung / Freigegeben / Obsolet

Datum

TT.MM.JJJJ

Referenz-ID

CAFM-ID / Ticket-ID / Projekt-ID / CR-ID

Ablageort

CAFM / DMS / SharePoint / Projektraum

Vertraulichkeit

intern / vertraulich / streng vertraulich

Einheitliche Statuslogik

Entwurf

in Bearbeitung, fachlich noch nicht belastbar

In Prüfung

formal vorgelegt, fachliche Rückmeldung / Freigabe ausstehend

Freigegeben

verbindliche Arbeitsgrundlage

Obsolet

durch neuere freigegebene Version ersetzt

Versionierung

  • Version 0.x = Bearbeitungsstand vor Freigabe

  • Version 1.0 = Erstfreigabe

  • Version 1.x / 2.x = genehmigte Fortschreibung

  • Jede Änderung ist in einer Änderungshistorie zu dokumentieren.

Einheitlicher Freigabeblock

Rolle

Name

Funktion

Datum

Freigabevermerk

Ersteller

Fachprüfung

AG-Freigabe

AN-Freigabe

Jedes Deliverable wird gegen folgende Kriterien geprüft:

Kriterium

Prüfmaßstab

Vollständigkeit

alle Pflichtfelder und Pflichtkapitel enthalten

Konsistenz

keine Widersprüche zu LV, Leistungsbeschreibung, RACI, KPI, AV

Systembezug

CAFM-/Asset-/Ticket-/Prozessbezug eindeutig hergestellt

Verantwortlichkeit

Owner, Mitwirkung, Prüfung und Freigabe benannt

Operative Nutzbarkeit

Dokument ist anwendbar und nicht nur beschreibend

Auditfähigkeit

Ablage, Versionierung, Nachweislogik vollständig

Freigabereife

dokument ist entscheidungs- und abnahmefähig

Empfohlen wird folgende Logik:

Empfohlen wird folgende Logik: KNH_TTS_Dxx_Dokumenttitel_Vx.y_YYYYMMDD

Beispiel: KNH_TTS_D19_Wartungsplan_v1.0_20261015

Alle Vorlagen mit Betriebsbezug müssen auf die führenden Systeme referenzieren:

System

Rolle

CAFM des AG

führendes System für Assets, Tickets, Wartungen, Prüfungen, Nachweise, KPI

GLT / BMS

Monitoring-, Alarm- und Trenddatenquelle

DMS / Projektraum

ergänzende Dokumentenablage, soweit nicht direkt im CAFM

Reporting-Tool / BI

nur nachgelagert, nie führend gegenüber CAFM

Diese Grundsätze leiten sich unmittelbar aus der TTS-Leistungsbeschreibung ab, die das CAFM des AG als führendes System, den Service Desk als operative Führungsstelle, die direkte Systemanbindung des AN und die auditfähige Dokumentation vorgibt.

Gesamtübersicht D01–D38

Dok.

Titel

Typ

AP

LV-Titel

Hauptverantwortlich

Prüfung / Freigabe

Meilenstein

D01

Detaillierter Start-up-Terminplan

Plan

AP01

1,00

AN Objektleiter

AG TFM

M1

D02

Stakeholder-, Kontakt- und Eskalationsmatrix

Matrix

AP01

01.00 / 02.00

AN Objektleiter

AG TFM

M1

D03

Risiko-, Issue- und Entscheidungslog

Register

AP01

01.00 / 08.00

AN Objektleiter

AG TFM

M1–M6

D04

Organigramm TTS-Objektorganisation

Organigramm

AP02

2,00

AN Objektleiter

AG TFM

M1

D05

Ressourcen- und Bereitschaftsplan

Plan

AP02

02.00 / 05.00

AN Objektleiter

AG TFM / AG HSE

M1

D06

Qualifikations- und Unterweisungsplan

Matrix

AP02

02.00 / 05.00

AN Objektleiter

AG HSE / AG TFM

M1

D07

Asset-Register v1

Register

AP03

01.00 / 04.00 / 07.00

AN CAFM/Daten

AG TFM

M2

D08

Dokumenten- und Datenlückenliste

Register

AP03

01.00 / 07.00

AN CAFM/Daten

AG TFM

M2

D09

Mängel-, Restpunkte- und Claimregister v1

Register

AP03

01.00 / 09.00

AN Objektleiter

AG TFM / Projekt

M2

D10

Kritikalitätsmatrix A/B/C

Matrix

AP03

04.00 / 06.00 / 08.00

AN Objektleiter

AG TFM

M2

D11

CAFM-Berechtigungs- und Rollenkonzept

Konzept

AP04

03.00 / 07.00

AN CAFM/Daten

AG IT/OT/CAFM

M3

D12

Testprotokoll mobile und onlinegestützte Bearbeitung

Protokoll

AP04

03.00 / 07.00

AN CAFM/Daten

AG IT/OT/CAFM / AG TFM

M3

D13

Ticket-, Prioritäts- und Dispatch-Modell

Prozessmodell

AP04

3,00

Service Desk / AN Objektleiter

AG TFM

M3

D14

GLT-/Alarm-/CAFM-Handling-Konzept

Konzept

AP04

03.00 / 07.00

AN Objektleiter / AN CAFM

AG IT/OT/CAFM / AG TFM

M3

D15

Prozesslandkarte TTS Soll-Zustand

Prozesskarte

AP05

01.00 / 02.00 / 03.00

AN Objektleiter

AG TFM

M3

D16

Finale RACI- und Schnittstellenmatrix

Matrix

AP05

02.00 / 03.00

AN Objektleiter

AG TFM

M3

D17

Planned-Downtime- und Permit-to-Work-Verfahren

Verfahren

AP05

03.00 / 05.00

AN Objektleiter

AG TFM / AG HSE

M3

D18

Audit- und Zertifizierungsfähigkeitsnachweis

Matrix

AP05

01.00 / 08.00

AN CAFM/Daten

AG TFM / AG HSE

M3

D19

Wartungsplan v1

Plan

AP06

4,00

AN Fachverantwortliche

AG TFM

M4

D20

Prüfkalender v1

Kalender

AP06

6,00

AN Objektleiter / AN CAFM

AG TFM / AG HSE

M4

D21

ProvI-Konzept

Konzept

AP06

04.00 / 08.00

AN Fachverantwortliche

AG TFM

M4

D22

Ersatzteil- und Kritikalitätskonzept

Konzept

AP06

4,00

AN Fachverantwortliche

AG TFM

M4

D23

GBU-Register und GBU-Entwürfe

Register

AP07

5,00

AN Objektleiter / HSE-Funktion

AG HSE

M4

D24

Notfall-, Bereitschafts-, Evakuierungs- und BCM-Konzept

Konzept

AP07

5,00

AN Objektleiter

AG HSE / AG TFM

M4

D25

Fremdfirmenkoordinations- und Sicherheitskonzept

Konzept

AP07

5,00

AN Objektleiter

AG HSE / AG TFM

M4

D26

Gefahrstoffprozess TTS

Prozessbeschreibung

AP07

5,00

AN Objektleiter

AG HSE

M4

D27

DGUV-V3-/ZÜS-/TÜV-Koordinationsplan

Plan

AP08

6,00

AN Objektleiter

AG TFM

M4

D28

Masterplan externe Prüfungen

Plan

AP08

6,00

AN Objektleiter

AG TFM

M4

D29

Matrix Versichererauflagen

Matrix

AP08

06.00 / 09.00

AN Objektleiter

AG TFM / Risk

M4

D30

Gewährleistungs- und Claim-Prozess

Prozessbeschreibung

AP08

9,00

AN Objektleiter

AG TFM / Projekt

M4

D31

Reporting-Templates

Vorlagenpaket

AP09

8,00

AN CAFM/Daten

AG TFM

M5

D32

KPI-/SLA-Messlogik

Logikdokument

AP09

8,00

AN CAFM/Daten

AG TFM

M5

D33

OPEX-/CAPEX-Inputmatrix

Matrix

AP09

8,00

AN Objektleiter

AG TFM / Einkauf

M5

D34

Risiko-/ISO-/Audit-Nachweismatrix

Matrix

AP09

8,00

AN CAFM/Daten

AG TFM / AG HSE

M5

D35

End-to-End-Testprotokolle

Protokollpaket

AP10

01.00–08.00

AN Objektleiter

AG TFM

M5

D36

Go-live-Dossier

Dossier

AP10

01.00–09.00

AN Objektleiter

AG TFM

M5

D37

Hypercare- und Stabilisierungsplan

Plan

AP10

01.00–08.00

AN Objektleiter

AG TFM

M5

AP01 – Governance und Mobilisierung

Die Dokumente D01–D03 setzen den formalen Start-up-Rahmen um: T0-Logik, Meilensteine, Governance, Eskalation, Risiken, Entscheidungen und verdichtete Steuerung. Sie sind Grundlage für alle weiteren Deliverables und für die spätere Go-live-Entscheidung.

Zweck

Der Terminplan ist der verbindliche Masterplan für die gesamte Mobilisierung, Übernahme, Prozessintegration, Testierung und Go-live-Vorbereitung.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Prüfung/Freigabe: AG TFM / Betreibervertretung

Pflichtkapitel

  • Projektstammdaten mit T0, Start-up-Start, Go-live, Hypercare-Ende.

  • Phasenplan P0–P6 mit Meilensteinen M0–M6.

  • Arbeitspaketplan AP01–AP10 mit D01–D38.

  • Vorgangsliste mit Vorgangs-ID, Start, Ende, Dauer, Owner, Abhängigkeiten.

  • Kritischer Pfad.

  • Annahmen und Restriktionen.

  • Genehmigungs- und Freigabepunkte.

  • Puffer und Eskalationsschwellen.

Pflichtfelder Vorgangsliste

Feld

Inhalt

Vorgangs-ID

eindeutige Nummer

AP / Deliverable

Bezug zu AP und D-Dokument

Vorgang

Klartext

Start / Ende

Datum

Dauer

Arbeitstage

Owner

Rolle / Name

Beteiligte

Mitwirkende

Vorgänger

Abhängigkeit

Status

offen / läuft / abgeschlossen

Bemerkung

Risiken / Hindernisse

Abnahmekriterien

  • alle 38 Deliverables sind terminlich verortet,

  • alle Meilensteine sind mit Gate-Kriterien hinterlegt,

  • kritischer Pfad und Eskalationspunkte sind erkennbar,

  • AG-Freigabe liegt vor.

Zweck

D02 stellt sicher, dass alle Rollen, Ansprechpartner, Vertretungen und Eskalationswege eindeutig festgelegt sind.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Prüfung/Freigabe: AG TFM

Pflichtkapitel

  • Rollenverzeichnis AG / AN / Dritte.

  • Kontaktmatrix mit Regel- und Bereitschaftserreichbarkeit.

  • Vertretungsmatrix.

  • Eskalationspfade nach Ereignistyp.

  • Kommunikationsregel je Eskalationsstufe.

Pflichtfelder Kontaktmatrix

Feld

Inhalt

Rolle / Funktion

z. B. AG TFM, AG HSE, Service Desk, Objektleiter

Organisation

AG / AN / Dritter

Name

Ansprechpartner

Telefon / Mobil / E-Mail

Kontaktdaten

Regelzeit erreichbar

ja/nein / Zeitraum

Bereitschaft

ja/nein

Eskalationsstufe

1–4

Vertretung

Name / Rolle

Entscheidungsbefugnis

fachlich / terminlich / kaufmännisch

Pflichtfelder Eskalationsszenarien

Szenario

Erstkontakt

Zweitkontakt

Freigabestelle

Frist

A-Störung

Service Desk

AN Objektleiter

AG TFM

sofort

HSE-Ereignis

AG HSE

AG TFM

AG HSE

sofort

Datenschutzvorfall

AG IT/OT/CAFM

AG TFM

AG IT

sofort

Produktionsbeeinträchtigung

AG Nutzer/Produktion

AG TFM

AG TFM

unverzüglich

Abnahmekriterien

  • alle Pflichtrollen vollständig,

  • Vertretungen benannt,

  • 24/7-relevante Kontakte vollständig,

  • Eskalationspfade widerspruchsfrei.

Zweck

D03 ist das zentrale Steuerungsregister für Risiken, Hindernisse, Entscheidungen und deren Nachverfolgung.

Verantwortung

Erstellung/Pflege: AN Objektleiter

Prüfung: AG TFM

Pflichtkapitel

  • Risikoregister.

  • Issue-/Blocker-Liste.

  • Entscheidungsprotokoll.

  • Eskalationshistorie.

  • Maßnahmenstatus.

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

ID

eindeutig

Typ

Risiko / Issue / Entscheidung

Kategorie

Termine, Daten, HSE, Prüfungen, Claims, IT, Personal, Produktion

Beschreibung

Sachverhalt

Ursache

Auslöser

Auswirkung

Termin / Kosten / Qualität / HSE / Go-live

Eintrittswahrscheinlichkeit

niedrig / mittel / hoch

Auswirkungsgrad

niedrig / mittel / hoch

Priorität

A / B / C

Maßnahme / Entscheidung

Gegensteuerung

Owner

Rolle / Name

Frist

Datum

Status

offen / in Arbeit / geschlossen

Eskalation

ja/nein

Bezug

AP, D-Dokument, Ticket, CR

Abnahmekriterien

  • Register ist aktiviert und versioniert,

  • Owner und Fristen sind zugewiesen,

  • wesentliche Start-up-Risiken sind erfasst,

  • Entscheidungslog ist vorhanden.

AP02 – Organisation, Ressourcen, Qualifikation

Die Dokumente D04–D06 bilden die personelle und organisatorische Betriebsfähigkeit des AN ab. Sie spiegeln die in der Leistungsbeschreibung geforderte Objektorganisation, 24/7-Bereitschaft, Shopfloor-Logik, Arbeitsschutz-/Toolboxmeetings und Qualifikationsnachweise.

Zweck

D04 visualisiert die AN-Organisation für Start-up und Betrieb.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Pflichtkapitel

  • Organigramm Start-up.

  • Organigramm Regelbetrieb.

  • Rollenbeschreibung je Funktion.

  • Vertretungsregel.

  • Verbindung zum Service Desk und zur Bereitschaft.

Pflichtrollen

  • AN Objektleiter

  • AN Stellvertretung

  • AN Fachverantwortliche Elektro / HLK / Sanitär / Brandschutz / GLT

  • AN CAFM-/Datenverantwortliche

  • Service Desk

  • Bereitschaftsrollen

  • Fremdfirmenkoordinator

Rollenblatt je Funktion

Feld

Inhalt

Rolle

Bezeichnung

Ziel der Rolle

Verantwortungszweck

Hauptaufgaben

3–8 Kernaufgaben

Entscheidungsbefugnis

fachlich / terminlich / kaufmännisch

Stellvertretung

Name / Rolle

Berichtslinie

an wen berichtet die Rolle

Abnahmekriterien

  • alle geforderten Rollen abgebildet,

  • Berichtslinien eindeutig,

  • Bereitschaft und Service Desk integriert,

  • Fremdfirmenkoordinator erkennbar.

Zweck

D05 dokumentiert die personelle Besetzung, die Bereitschaftslogik und die operative Verfügbarkeit kritischer Rollen.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM / AG HSE

Pflichtkapitel

  • Personalbedarf nach Funktion und Gewerk.

  • Regelarbeitszeitmodell.

  • 24/7-Bereitschaft.

  • Vertretungs- und Ausfallkonzept.

  • Sonderressourcen für Go-live und Hypercare.

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Rolle / Funktion

z. B. Objektleiter, Elektrotechniker

Anzahl Ressourcen

Soll-Besetzung

Abgedeckte Anlagen / Bereiche

Scope

Regelarbeitszeit

Zeitraum

Bereitschaft 24/7

ja/nein

Primär-/Sekundärbereitschaft

Name / Funktion

Stellvertretung

Name

Kritikalitätsbezug

A / B / C

Bemerkung

Urlaub, Peaks, Einschränkungen

Abnahmekriterien

  • 24/7-A-/B-Anlagen abgedeckt,

  • Stellvertretungen benannt,

  • Hypercare-Besetzung gesichert,

  • keine unbelegten kritischen Rollen.

Zweck

D06 weist nach, dass alle eingesetzten Personen qualifiziert, unterwiesen und für ihre Aufgaben zugelassen sind.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG HSE / AG TFM

Pflichtkapitel

  • Qualifikationsmatrix.

  • Pflichtunterweisungen.

  • Systemschulungen CAFM / GLT / HSE.

  • Ablauf der Nachqualifizierung.

  • Überwachung von Gültigkeiten.

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Name

Person

Rolle

Funktion

Erforderliche Qualifikation

Fachlich / rechtlich

Nachweis vorhanden

ja/nein

Gültig bis

Datum

Unterweisung erforderlich

ja/nein

Unterweisungstermin

Datum

Freigabe für Einsatz

ja/nein

Bemerkung

Nachschulung / Auflage

Abnahmekriterien

  • alle kritischen Rollen mit gültigen Nachweisen,

  • HSE- und Systemunterweisungen geplant,

  • offene Qualifikationslücken mit Termin hinterlegt,

  • Einsatzfreigabe für Start-up möglich.

AP03 – Asset-, Dokumenten- und Restpunkteübernahme

D07–D10 bilden die Übernahmebaseline. Sie stellen sicher, dass Anlagenbestand, Dokumentenlage, Kritikalität und Restpunkte transparent und belastbar vorliegen. Damit wird die spätere Wartungs-, Prüf- und Claimlogik vorbereitet.

Zweck

D07 ist die Masterliste aller im TTS-Scope befindlichen Assets.

Verantwortung

Erstellung: AN CAFM/Daten

Freigabe: AG TFM

Pflichtkapitel

  • Asset-Basismaster.

  • Standort- und Strukturinformationen.

  • Hersteller- und Typdaten.

  • Kritikalität.

  • Prüf-/Wartbezug.

  • Dokumentenbezug.

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Asset-ID

eindeutige ID

CAFM-ID

System-ID

Anlagencode

Bezeichnung nach Codierung

Bezeichnung

Klartext

Gewerk

z. B. Elektro

Standort

Gebäude / Ebene / Raum

Hersteller / Typ

Herstellerdaten

Seriennummer

falls vorhanden

Baujahr

Jahr

Kritikalität

A / B / C

Prüfpflicht

ja/nein

Wartpflicht

ja/nein

Dokumente vorhanden

ja/nein

Status

aktiv / außer Betrieb / in Übernahme

Abnahmekriterien

  • 100 % A- und B-Assets erfasst,

  • mindestens 98 % Gesamtbestand erfasst,

  • CAFM-ID und Standort vorhanden,

  • Prüf-/Wartbezug hergestellt.

Zweck

D08 macht fehlende Dokumente, Stammdaten und Nachweise sichtbar und steuerbar.

Verantwortung

Erstellung: AN CAFM/Daten

Freigabe: AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Lücken-ID

eindeutig

Fehlendes Element

Dokument / Datensatz

Bezug Asset / Prozess

Verknüpfung

Erforderlich für

Betrieb / Prüfung / Audit / Claim

Verantwortlich

AG / AN / GU / Errichter

Anforderungsdatum

Datum

Zieltermin

Datum

Übergangsmaßnahme

Beschreibung

Status

offen / angefordert / geliefert / geprüft

Abnahmekriterien

  • Lücken priorisiert,

  • Owner festgelegt,

  • Übergangsmaßnahmen für kritische Lücken definiert,

  • Terminverfolgung aktiv.

Zweck

D09 trennt sauber zwischen Bau-/Errichterthemen, Gewährleistung, Claims und betrieblichen Mängeln.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM / Projekt

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

ID

eindeutig

Typ

Baumangel / Betriebsmangel / Claim / Gewährleistung

Beschreibung

Sachverhalt

Ort / Asset

Verknüpfung

Kritikalität

A / B / C

Quelle

Bauabnahme, Ticket, Prüfung, Nutzerhinweis

Verantwortlich

GU / Errichter / AN / Lieferant

Sofortmaßnahme

Beschreibung

Frist

Datum

Kostenrisiko

Betrag / Einschätzung

Status

offen / in Bearbeitung / geschlossen

Abnahmekriterien

  • Bau-/Betriebswelt klar getrennt,

  • alle A-Restpunkte identifiziert,

  • Sofortmaßnahmen dokumentiert,

  • Claim- und Fristenlogik angelegt.

Zweck

D10 dokumentiert die methodische Einstufung aller Assets bzw. Cluster in A/B/C.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Asset / Cluster

Bezug

Sicherheitsrelevanz

hoch / mittel / niedrig

Produktionsrelevanz

hoch / mittel / niedrig

Compliance-/Prüfrelevanz

hoch / mittel / niedrig

Redundanz vorhanden

ja/nein

Ausfallfolge

Beschreibung

Vorschlag Klasse

A / B / C

Begründung

fachliche Herleitung

Freigabe AG

ja/nein

Abnahmekriterien

  • Einstufungsmethodik transparent,

  • Begründung je A- und B-Asset vorhanden,

  • keine ungeklärten Kritikalitäten,

  • Konsistenz zu SLA-/KPI-System.

AP04 – CAFM-, GLT- und Service-Desk-Integration

D11–D14 setzen die direkte Anbindung an das CAFM des AG, die Mobile-/Online-Arbeit, die Service-Desk-Logik und die Verbindung zu GLT/Alarmen um. Diese Dokumente sind für M3 zwingend.

Zweck

D11 regelt Zugriffe, Rollen und Systemrechte im führenden CAFM.

Verantwortung

Erstellung: AN CAFM/Daten

Freigabe: AG IT/OT/CAFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Rolle

z. B. Techniker, Objektleiter, Service Desk

Lesen

ja/nein

Schreiben

ja/nein

Freigeben

ja/nein

Mobile Nutzung

ja/nein

Dokumentenzugriff

ja/nein

Ticketanlage

ja/nein

Abschlussrecht

ja/nein

Bemerkung

Besonderheiten

Pflichtregeln

  • Need-to-know-Prinzip.

  • Rollenbezogene Rechte, keine generischen Vollrechte.

  • Trennung von Erfassung, Prüfung und Freigabe, wo erforderlich.

  • Deaktivierung bei Austritt / Rollenwechsel.

Abnahmekriterien

  • alle Start-up-Rollen eingerichtet,

  • Rechte testbar,

  • mobile Nutzung freigegeben,

  • Widersprüche zur IT-Sicherheitslogik ausgeschlossen.

Zweck

D12 weist nach, dass Techniker und Service Desk vollständig im führenden System arbeiten können.

Verantwortung

Erstellung: AN CAFM/Daten

Freigabe: AG IT/OT/CAFM / AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Testfall-ID

eindeutig

Testbeschreibung

Klartext

Voraussetzung

Daten / Rechte / Gerät

Soll-Ergebnis

erwartet

Ist-Ergebnis

tatsächlich

Bestanden

ja/nein

Nachweis

Screenshot / Log / Ticket-ID

Mangel-ID

falls Fehler

Verantwortlich

Owner

Termin Retest

Datum

Pflichttests

  • Ticketanlage mobil

  • Ticketanlage Service Desk

  • Priorisierung A/B/C

  • Dispatch

  • Rückmeldung vor Ort

  • Upload Dokument / Foto / Protokoll

  • Ticketabschluss

  • Eskalation

  • Reportexport

Abnahmekriterien

  • alle kritischen Testfälle bestanden,

  • offene Fehler priorisiert,

  • Retests dokumentiert,

  • keine Blocker für Go-live.

Zweck

D13 beschreibt die operative Steuerungslogik des Service Desk.

Verantwortung

Erstellung: Service Desk / AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Pflichtkapitel

  • Ticketarten.

  • Prioritäten und Kritikalität.

  • TTS/TTR-Regeln.

  • Dispatchregeln.

  • Eskalationsregeln.

  • Abschlusskriterien.

  • Kommunikationspflichten.

Pflichtfelder Ticketarten

Ticketart

Auslöser

Prioritätslogik

TTS

TTR

Dispatch

Abschlusskriterium

Störung

ungeplanter Ausfall

A/B/C

gemäß SLA

gemäß SLA

Fachgewerk

Funktion wiederhergestellt

Mangel

Abweichung ohne sofortigen Ausfall

A/B/C

gemäß SLA

gemäß SLA

Fachgewerk

Mangel beseitigt / Maßnahme angelegt

Service Request

Nutzeranforderung

Standard

festzulegen

festzulegen

zuständige Einheit

erfüllt / zurückgemeldet

Abnahmekriterien

  • Ticketlogik widerspruchsfrei,

  • Priorisierung konsistent mit D10,

  • Dispatchregeln vollständig,

  • Abschlussregeln eindeutig.

Zweck

D14 beschreibt, wie Alarme aus technischen Systemen verarbeitet, priorisiert und in die Ticketlogik überführt werden.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter / AN CAFM

Freigabe: AG IT/OT/CAFM / AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Alarmquelle

z. B. BMA, USV, RLT, Kälte

Alarmart

Störung / Voralarm / Warnung

Kritikalität

A / B / C

Primärempfänger

Rolle

Sekundärempfänger

Rolle

Automatische Ticketanlage

ja/nein

Quittierungsfrist

Zeit

Fallback

Verfahren

Dokumentation

Ticket / Log / Protokoll

Abnahmekriterien

  • alle relevanten Alarmquellen abgedeckt,

  • Ticketbezug definiert,

  • Fallbacks vorhanden,

  • Testbarkeit im End-to-End-Test gesichert.

AP05 – Prozesslandschaft und Schnittstellen

D15–D18 stellen sicher, dass die relevanten TTS-Prozesse an die KTE-Prozesse angepasst und in eine auditkonforme, zertifizierungsfähige Soll-Prozesslandschaft überführt werden.

Zweck

D15 dokumentiert die freigegebene Zielprozesslandschaft des TTS.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Prozess

Name

Ziel

Zweck

Input

Auslöser

Output

Ergebnis

Owner

Rolle

Beteiligte

Rollen

Führendes System

CAFM / GLT / DMS

Referenzdokument

SOP / Vorlage

Freigabestatus

Status

Pflichtprozesse

  • Störungs- und Mängelmanagement

  • Wartungsmanagement

  • Prüfmanagement

  • Planned Downtime

  • PTW

  • HSE-/GBU-Prozess

  • Fremdfirmenkoordination

  • Reporting / KPI

  • Claimmanagement

  • Go-live / Hypercare

Abnahmekriterien

  • alle Kernprozesse enthalten,

  • KTE-Anpassung sichtbar,

  • Systembezug definiert,

  • Auditfähigkeit gegeben.

Zweck

D16 operationalisiert die Rollen- und Schnittstellenlogik je Kernprozess.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Prozess / Leistung

Klartext

R

Responsible

A

Accountable

C

Consulted

I

Informed

Führendes System

System

Trigger

Auslöser

Output

Ergebnis

Abnahmekriterien

  • je Prozess nur ein A, soweit sinnvoll,

  • keine Rollenkonflikte,

  • konsistent zu Organisationshandbuch und D15,

  • wesentliche Schnittstellen vollständig.

Zweck

D17 beschreibt die Freigabelogik für geplante Stillstände und sicherheitsrelevante Arbeiten.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM / AG HSE

Pflichtbestandteile

  • PD-Antrag.

  • Risiko-/Auswirkungsbewertung.

  • Nutzer-/Produktionsabstimmung.

  • HSE-/PTW-Freigabe.

  • Ausführungs- und Rückgabebestätigung.

  • Dokumentation im CAFM.

Pflichtfelder PD-Antrag

Feld

Inhalt

PD-ID

eindeutig

Asset / Bereich

Bezug

Anlass

Grund

Zeitfenster

Start / Ende

Risiko

Wirkung auf Betrieb

Betroffene Nutzer

Beteiligte

Antragsteller

Rolle

Freigabestatus

Status

Pflichtfelder PTW

Feld

Inhalt

PTW-ID

eindeutig

Tätigkeit

Beschreibung

Gefährdungen

HSE-Bewertung

Schutzmaßnahmen

Maßnahmen

Freischaltungen

erforderlich ja/nein

Fremdfirma beteiligt

ja/nein

HSE-Freigabe

Name / Datum

Betriebsfreigabe

Name / Datum

Abschluss

Rückgabe bestätigt

Abnahmekriterien

  • Freigabepfad vollständig,

  • Produktions- und HSE-Schnittstelle geregelt,

  • CAFM-Dokumentation vorgesehen,

  • Testfall in D35 enthalten.

Zweck

D18 weist nach, dass die Prozesslandschaft, Dokumente und Nachweise audit- und zertifizierungsfähig sind.

Verantwortung

Erstellung: AN CAFM/Daten

Freigabe: AG TFM / AG HSE

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Prozess / Dokument

Bezug

Version

Stand

Owner

Rolle

Freigegeben

ja/nein

Audit-/ISO-Bezug

Norm / Auditfrage

Nachweis vorhanden

ja/nein

Ablageort

System

Gap

ja/nein

Maßnahme

Beschreibung

Abnahmekriterien

  • alle Kernprozesse auditseitig referenziert,

  • Ablageorte eindeutig,

  • offene Gaps mit Termin und Owner,

  • Zertifizierungsfähigkeit plausibel.

AP06 – Wartung, Prüfung, ProvI, Ersatzteile

D19–D22 setzen die technische Betriebsführung in die operative Praxis um: Wartungsplan, Prüfkalender, proaktive vorbeugende Instandhaltung und Ersatzteilstrategie.

Zweck

D19 definiert alle präventiven Instandhaltungsaufgaben je Asset.

Verantwortung

Erstellung: AN Fachverantwortliche

Freigabe: AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Asset-ID

Bezug

Wartungsaufgabe

Klartext

Grundlage

Hersteller / Norm / Erfahrung

Intervall

Zeit / Betriebsstunden / Lastzyklen

letzter Termin

Datum

nächster Termin

Datum

Dauer

Aufwand

Stillstand erforderlich

ja/nein

Fachgewerk

Zuständigkeit

intern / extern

Ausführungsart

Nachweisablage

System

Status

aktiv / pausiert

Abnahmekriterien

  • alle wartungspflichtigen Assets berücksichtigt,

  • Intervalle begründet,

  • Zuständigkeiten und Nachweisorte benannt,

  • Konsistenz zu D07/D10.

Zweck

D20 steuert alle gesetzlichen, normativen, versicherungsbedingten und internen Prüfungen.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter / AN CAFM

Freigabe: AG TFM / AG HSE

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Asset-ID

Bezug

Prüfung

Name

Rechts-/Normbezug

Grundlage

Prüffrist

Intervall

nächster Termin

Datum

Prüforganisation

intern / extern

Beauftragung durch

AG / AN

Vorbereitung AN

ja/nein

Begleitung AN

ja/nein

Nachweisablage

System

Status

offen / geplant / durchgeführt

Sonderregel

DGUV-V3-/ZÜS-/TÜV-Prüfungen sind so zu führen, dass externe Beauftragung durch KTE/AG abgebildet werden kann, während Koordination, Begleitung und Nachlauf beim AN liegen.

Abnahmekriterien

  • Prüffristen vollständig,

  • externe Prüforganisationen abbildbar,

  • Befund- und Nachweispfad geregelt,

  • keine ungeklärten Pflichtprüfungen.

Zweck

D21 beschreibt die proaktive vorbeugende Instandhaltung als Kombination aus Zustandsüberwachung, Trendanalyse und frühzeitiger Maßnahmenableitung.

Verantwortung

Erstellung: AN Fachverantwortliche

Freigabe: AG TFM

Pflichtkapitel

  • Zielsetzung und Geltungsbereich.

  • Datenquellen.

  • Inspektionsrundgänge.

  • Trend-/Condition-Monitoring.

  • Trigger und Schwellenwerte.

  • Maßnahmenausleitung.

  • Einbindung in OPEX/CAPEX.

  • KPI-/Wirksamkeitsnachweis.

Pflichtfelder Monitoring

Feld

Inhalt

Datenquelle

GLT, Fehlerhistorie, Betriebsdaten

Auswerteintervall

z. B. wöchentlich

Trigger

Schwellwert / Trend

Maßnahme

Folgeaktion

Budgetbezug

OPEX / CAPEX / n. b.

Owner

Rolle

Eskalation

ja/nein

Abnahmekriterien

  • Zustandsüberwachung systematisch beschrieben,

  • Trigger und Folgeprozesse klar,

  • Budgetbezug vorhanden,

  • Bezug zu D19/D22 hergestellt.

Zweck

D22 regelt kritische Ersatzteile, Mindestbestände und Beschaffungsstrategien.

Verantwortung

Erstellung: AN Fachverantwortliche

Freigabe: AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Teilnummer

eindeutige Nummer

Bezeichnung

Ersatzteil

Bezug Asset

Asset-ID

Kritikalität

A / B / C

Mindestbestand

Anzahl

Wiederbeschaffungszeit

Tage

Lagerort

Standort

Alternativteil

ja/nein

Lieferant

Name

Status

verfügbar / nicht verfügbar

Abnahmekriterien

  • kritische A-Teile identifiziert,

  • Mindestbestände begründet,

  • Wiederbeschaffungszeiten bekannt,

  • Handlungsbedarf transparent.

AP07 – HSE, GBU, Notfall, Fremdfirmen, Gefahrstoffe

D23–D26 bilden die HSE- und Betreiberpflichtenlogik des Start-up ab. Dazu gehören Gefährdungsbeurteilungen, 24/7-Bereitschaft, Evakuierung, Notfall- und BCM-Unterstützung, Fremdfirmenkoordination und organisatorisches Gefahrstoffmanagement.

Zweck

D23 dokumentiert alle für den TTS-Scope erforderlichen Gefährdungsbeurteilungen.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter / HSE-Funktion

Freigabe: AG HSE

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

GBU-ID

eindeutig

Tätigkeit / Prozess

Bezug

Gefährdung

Beschreibung

Bewertung vorher

Risiko

Maßnahme

Maßnahme

Bewertung nachher

Restrisiko

PSA

erforderliche PSA

Unterweisung erforderlich

ja/nein

erstellt durch AN

Name

geprüft/freigegeben durch AG

Name

Status

Entwurf / freigegeben

Abnahmekriterien

  • kritische Tätigkeiten vollständig,

  • GBU-Entwürfe prüffähig,

  • Freigabeprozess dokumentiert,

  • Bezug zu D17/D25/D26 vorhanden.

Zweck

D24 regelt technische Reaktionen auf Notfälle und die 24/7-Bereitschaftsorganisation.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG HSE / AG TFM

Pflichtkapitel

  • Szenarienkatalog.

  • Alarmierungs- und Eskalationswege.

  • Bereitschaftsmodell.

  • Rollen und Verantwortlichkeiten.

  • Wiederanlaufmaßnahmen.

  • Übungslogik.

  • BCM-Schnittstellen.

Abnahmekriterien

  • 24/7-Rollen vollständig,

  • Evakuierungs- und Notfallschnittstellen geregelt,

  • Wiederanlauf beschrieben,

  • Übungslogik vorhanden.

Zweck

D25 regelt die sichere Einbindung von Nachunternehmern und Dritten.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG HSE / AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Firma

Name

Leistungsumfang

Tätigkeit

Ansprechpartner

Kontakt

Einweisung erfolgt

ja/nein

GBU / BA vorhanden

ja/nein

PTW erforderlich

ja/nein

Koordinator AN

Name

Start / Ende

Zeitraum

Status

aktiv / in Prüfung

Pflichtregeln

  • Fremdfirmenkoordinator wird vom AN gestellt.

  • Einweisung vor Arbeitsaufnahme.

  • PTW-/Freigabelogik bei risikobehafteten Arbeiten.

  • Dokumentierte Schnittstellen zu HSE und Betrieb.

Abnahmekriterien

  • Koordinator benannt,

  • Einweisungsprozess geregelt,

  • PTW-Schnittstellen vorhanden,

  • Mehrarbeitgeberkoordination abgebildet.

Zweck

D26 beschreibt das organisatorische Gefahrstoffmanagement im TTS-Scope.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG HSE

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Stoff / Produkt

Bezeichnung

Einsatzort

Bereich

SDS vorhanden

ja/nein

Betriebsanweisung vorhanden

ja/nein

GBU-Bezug

ja/nein

Lagerung geregelt

ja/nein

Verantwortlich

Rolle

Unterweisung erfolgt

ja/nein

Status

offen / freigegeben

Abnahmekriterien

  • alle TTS-relevanten Stoffe erfasst,

  • SDS-/BA-/GBU-Bezug vorhanden,

  • Lager- und Einsatzlogik dokumentiert,

  • Unterweisungsbezug hergestellt.

AP08 – Externe Prüfungen, Versichererauflagen, Gewährleistung und Claims

D27–D30 operationalisieren die externe Prüfkoordination, Versichererauflagen, Gewährleistung und Claimverfolgung. Damit wird die im LV angelegte Prüf- und Mangelanspruchslogik start-up-fähig.

Zweck

D27 stellt sicher, dass externe Prüfungen vorbereitet, begleitet und nachgehalten werden.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Prüfobjekt

Asset / Bereich

Prüfart

z. B. DGUV V3

Rechtsgrundlage

Norm / Vorschrift

externe Prüfstelle

Name

beauftragt durch

AG / KTE

Termin

Datum

Vorbereitung AN

Beschreibung

Begleitung AN

ja/nein

Befund eingegangen

ja/nein

Mängelverfolgung

Status

Abnahmekriterien

  • externe Prüflogik vollständig,

  • AG-Beauftragung sauber abbildbar,

  • Vorbereitung und Nachlauf geregelt,

  • Mängeltracking aktiv.

Zweck

D28 bildet die externe Prüfplanung als Jahres-/Monatsübersicht ab.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Abnahmekriterien

  • Prüfungen kalenderfähig,

  • Sperrfenster abgestimmt,

  • Produktionsbezug sichtbar,

  • Schnittstelle zu D20 hergestellt.

Zweck

D29 übersetzt Versichereranforderungen in konkrete Maßnahmen, Prüfungen und Nachweise.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM / Risk

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Anforderung

Klartext

Quelle / Klausel

z. B. Versichererauflage

Asset / Prozessbezug

Verknüpfung

Intervall

Frist

Nachweis

Dokument

Verantwortlich

Owner

Fälligkeit

Datum

Status

erfüllt / offen

Bemerkung

Abweichung / Maßnahme

Abnahmekriterien

  • Anforderungen vollständig übertragen,

  • Fristen und Nachweise definiert,

  • Owner zugewiesen,

  • offene Abweichungen transparent.

Zweck

D30 regelt den Prozess für Anzeigen, Fristen, Register und Nachverfolgung.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM / Projekt

Pflichtkapitel

  • Eingang eines Gewährleistungs- / Claimfalls.

  • Zuordnung Bau / Errichter / Lieferant / Betrieb.

  • Anzeige- und Fristenprozess.

  • Beweis- und Dokumentensicherung.

  • Statusverfolgung.

  • Eskalation und Bericht.

Pflichtfelder Claimregister

Feld

Inhalt

Claim-ID

eindeutig

Anlass

Ursache

Bezug

Bau / Errichter / Lieferant

Frist Anzeige

Datum

Verantwortlich

Name / Rolle

Status

offen / angezeigt / in Verhandlung / erledigt

nächste Maßnahme

Text

Abnahmekriterien

  • Prozessschritte eindeutig,

  • Register angelegt,

  • Fristenlogik vorhanden,

  • Schnittstelle zu D09 sauber.

AP09 – Reporting, KPI, Budget, Risiko, Audit

D31–D34 setzen das Steuerungs- und Berichtswesen des Start-up auf. Dazu gehören Monats-, Quartals-, Jahres- und Ad-hoc-Berichte, KPI-/SLA-Messlogik, OPEX-/CAPEX-Zuarbeit, Risikobewertung, KVP/Energie und Audit-/ISO-Nachweise.

Zweck

D31 definiert die verbindlichen Berichtsvorlagen für Betrieb und Start-up.

Verantwortung

Erstellung: AN CAFM/Daten

Freigabe: AG TFM

Bestandteile

  • Monatsbericht

  • Quartalsbericht

  • Jahresbericht

  • Ad-hoc-Ereignisbericht

Mindestinhalte Monatsbericht

  • Management Summary

  • Ticket- und Störungsstatistik

  • TTS/TTR

  • Wartungsstatus

  • Prüfstatus

  • offene Mängel / Claims

  • Risiken / Eskalationen

  • HSE / Notfälle

  • Datenqualität CAFM

  • Kosten / Budgethinweise

  • Maßnahmenliste

Abnahmekriterien

  • alle Berichtstypen vorhanden,

  • Inhalte konsistent zum KPI-Katalog,

  • Datenquellen benannt,

  • Managementtauglichkeit gegeben.

Zweck

D32 legt Definition, Formel, Datenquelle und Messregeln je KPI/SLA fest.

Verantwortung

Erstellung: AN CAFM/Daten

Freigabe: AG TFM

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

KPI / SLA

Name

Definition

Text

Formel

Berechnung

Datenquelle

CAFM / GLT / Bericht

Messzeitraum

Monat / Quartal / Jahr

Ausschlüsse

z. B. Planned Downtime

Owner

Rolle

Berichtstakt

Takt

Freigabe

ja/nein

Abnahmekriterien

  • keine unklaren Definitionen,

  • Datenquellen eindeutig,

  • Ausschlüsse dokumentiert,

  • konsistent zur SLA-Tabelle.

Zweck

D33 strukturiert Maßnahmenempfehlungen für die jährliche Budgetplanung.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM / Einkauf

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Maßnahme

Klartext

Asset / Bereich

Bezug

Anlass

Störung / Zustand / ProvI / Prüfung

Risiko bei Nichtumsetzung

Bewertung

OPEX / CAPEX

Zuordnung

Kostenschätzung

Betrag

Priorität

hoch / mittel / niedrig

Zieljahr

Budgetjahr

Empfehlung AN

Text

Entscheidung AG

freigegeben / zurückgestellt

Abnahmekriterien

  • Maßnahmen priorisiert,

  • OPEX/CAPEX sauber getrennt,

  • Kostenansätze plausibel,

  • Risikoauswirkung transparent.

Zweck

D34 verknüpft Audit- und ISO-Anforderungen mit den vorhandenen Nachweisen.

Verantwortung

Erstellung: AN CAFM/Daten

Freigabe: AG TFM / AG HSE

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Anforderung / Auditpunkt

Beschreibung

Nachweis

Dokument

Verantwortlich

Rolle

Ablageort

System

letzter Review

Datum

Gap

ja/nein

Maßnahme

Beschreibung

Termin

Datum

Status

offen / erledigt

Abnahmekriterien

  • Anforderungen vollständig verknüpft,

  • Nachweise auffindbar,

  • Gaps mit Maßnahmen hinterlegt,

  • Auditfähigkeit nachvollziehbar.

AP10 – Test, Go-live, Hypercare

D35–D38 bilden den Abschluss des Start-up: End-to-End-Test, Go-live-Entscheidung, Stabilisierung und Abschluss der Hypercare.

Zweck

D35 weist nach, dass die Gesamtprozesskette funktionsfähig ist.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Pflichttests

  • Störung bis Abschluss

  • GLT-Alarm bis Ticketabschluss

  • A-Störung mit Eskalation

  • Planned Downtime

  • Prüfkoordination extern

  • GBU-/PTW-Prozess

  • Reporting-Export

  • Bereitschaft / Notfall / Evakuierung

Pflichtfelder

Feld

Inhalt

Test-ID

eindeutig

Prozess

Bezug

Testbeschreibung

Klartext

Beteiligte Rollen

Rollen

Soll-Ergebnis

Ziel

Ist-Ergebnis

Ergebnis

bestanden

ja/nein

Mangel-ID

falls Fehler

Folgeaktion

Maßnahme

Status

offen / abgeschlossen

Abnahmekriterien

  • alle kritischen Tests durchgeführt,

  • Mängel dokumentiert,

  • Retests erfolgt,

  • Go-live-Risiken transparent.

Zweck

D36 ist die formale Entscheidungsgrundlage für M5 und den Übergang in den Regelbetrieb.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Pflichtkapitel

  • Executive Summary.

  • Readiness-Matrix.

  • Restpunkte.

  • Risiken.

  • Go-/No-go-Empfehlung.

  • Freigabevermerk.

Pflichtfelder Readiness-Matrix

Bereich

Kriterium erfüllt

Nachweis

offene Punkte

Owner

Termin

Asset-Daten

ja/nein

D07

CAFM / Service Desk

ja/nein

D11–D14 / D35

Wartung / Prüfung

ja/nein

D19 / D20 / D27

HSE / GBU

ja/nein

D23–D26

Reporting / KPI

ja/nein

D31–D34

Claims / Restpunkte

ja/nein

D09 / D30

Abnahmekriterien

  • vollständige Readiness-Sicht,

  • offene Punkte priorisiert,

  • klare Go-/No-go-Empfehlung,

  • Freigabefeld für AG vorhanden.

Zweck

D37 definiert Fokus, Zusatzmonitoring und Eskalationsschwellen für die ersten Wochen nach Go-live.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Pflichtkapitel

  • Hypercare-Zeitraum.

  • Zusatzmeeting-Takte.

  • Sondermonitoring kritischer Tickets und Anlagen.

  • Datenqualitätsnachschärfung.

  • Restpunkteplan.

  • Nachschulungen.

  • Exit-Kriterien Hypercare.

Abnahmekriterien

  • Hypercare-Fokus klar,

  • Eskalationsschwellen definiert,

  • Restpunktebearbeitung hinterlegt,

  • Übergang in Routine vorbereitet.

Zweck

D38 dokumentiert das Ergebnis der Stabilisierung und die formale Übergabe in den Routinebetrieb.

Verantwortung

Erstellung: AN Objektleiter

Freigabe: AG TFM

Pflichtkapitel

  • Zusammenfassung Hypercare.

  • KPI-/Stabilitätsbewertung.

  • kritische Ereignisse und Lessons Learned.

  • offene Punkte mit Owner und Termin.

  • Empfehlung Übergang in Routinebetrieb.

  • Freigabeblock.

Abnahmekriterien

  • Stabilitätsbewertung nachvollziehbar,

  • Lessons Learned dokumentiert,

  • offene Punkte sauber übergeben,

  • AG-Freigabe für Routinebetrieb möglich.

Für alle D01–D38 gilt verbindlich:

  • D07 Asset-Register ist die Referenz für alle assetbezogenen Dokumente.

  • D10 Kritikalitätsmatrix ist Referenz für Priorisierung, TTS/TTR und Prüf-/Bereitschaftslogik.

  • D11–D14 müssen vollständig konsistent zu D15–D17 sein.

  • D19, D20, D21 und D22 müssen inhaltlich zusammenpassen.

  • D23–D26 müssen HSE-, PTW-, Fremdfirmen- und Gefahrstofflogik widerspruchsfrei abbilden.

  • D31–D34 müssen dieselben Daten- und KPI-Bezüge verwenden wie das CAFM und der SLA-/KPI-Katalog.

  • D35–D38 dürfen nur freigegeben werden, wenn alle für sie relevanten Vorläuferdokumente geprüft vorliegen.

Verbindliche Referenzbeziehungen

Führendes Dokument

abhängige Dokumente

D07 Asset-Register

D10, D19, D20, D21, D22, D27, D28

D10 Kritikalität

D13, D19, D20, D24, D27, D31, D32

D11 Berechtigung

D12, D13, D14, D31, D32

D15 Prozesslandkarte

D16, D17, D18, D35

D23 GBU

D17, D24, D25, D26

D31 Reporting

D32, D33, D34, D36, D38

D35 Testprotokolle

D36 Go-live-Dossier

Empfohlen wird die folgende Ablagestruktur:

  • 01_Governance

  • 02_Organisation

  • 03_Assets_und_Daten

  • 04_CAFM_ServiceDesk

  • 05_Prozesse_und_RACI

  • 06_Wartung_Pruefung_ProvI

  • 07_HSE_Notfall_Gefahrstoffe

  • 08_Claims_und_Versicherer

  • 09_Reporting_KPI_Budget_Audit

  • 10_GoLive_Hypercare

Mindestfreigabelogik nach Dokumentenart

Dokumententyp

Fachprüfung

Freigabe AG

Freigabe AN

Plan / Konzept

AG TFM / AG HSE / AG IT je nach Inhalt

erforderlich

erforderlich

Register / Matrix

fachlich zuständige AG-Rolle

erforderlich

erforderlich

Testprotokoll

AG TFM / AG IT / AG HSE je nach Test

erforderlich

erforderlich

Bericht / Dossier

AG TFM

erforderlich

erforderlich

Verbindlicher Einsatz im Start-up

Die Dokumente sind in der folgenden Reihenfolge aufzubauen und zu prüfen:

M1 D01, D02, D03, D04, D05, D06

M2 D07, D08, D09, D10

M3 D11, D12, D13, D14, D15, D16, D17, D18

M4 D19, D20, D21, D22, D23, D24, D25, D26, D27, D28, D29, D30

M5 D31, D32, D33, D34, D35, D36, D37

M6 D38

Schlussformel für die Vertragsanlage

Dieses Vorlagenpaket D01–D38 ist so anzuwenden, dass die Start-up- und Mobilisierungsphase nicht nur dokumentiert, sondern operativ gesteuert, nachweisfähig, auditfähig und go-live-tauglich abgewickelt wird. Maßstab ist stets die funktionierende Gesamtlogik aus Organisation, Systemen, Prozessen, Betreiberpflichten, Notfallfähigkeit, Reporting und Nachweisführung. Die Vorlagen sind deshalb verbindliche Arbeits- und Freigabegrundlage und nicht lediglich unverbindliche Muster.

Der nächste logisch anschließende Baustein wäre die gleich sorgfältig ausgearbeitete Anlage N.2 „Prüf- und Wartplan inkl. Prüfkalender“.