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Schnittstellenmatrix: RACI-Struktur, Verantwortlichkeiten

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Schnittstellenmatrix im Facility Management zur Klärung von Rollen Verantwortlichkeiten und Prozessen

Schnittstellenmatrix

Die Schnittstellenmatrix legt für den technischen Betrieb eine verbindliche RACI-Struktur, eindeutige Zuständigkeitsgrenzen und feste Eskalationswege für alle system- und organisationsübergreifenden Übergaben fest. Je Schnittstelle wird genau eine accountable Instanz festgelegt; operative Ausführung, Pflichtkonsultation und Informationswege werden getrennt ausgewiesen. Damit werden die im TTS-Konzept angelegte Rollen-, Freigabe- und Eskalationslogik in eine ausschreibungsfähige Vertragsanlage überführt. Die zugrunde liegende Logik entspricht der Anforderung, FM-Rollen und -Verantwortlichkeiten belastbar zu definieren, Vereinbarungen strukturiert aufzubauen und Schnittstellen mit aktuellen, verfügbaren Dokumentationsständen zu steuern.

Die Matrix ist so aufgebaut, dass CAFM/IWMS-, GLT-, IT/OT- und ERP-bezogene Schnittstellen nicht isoliert, sondern entlang des tatsächlichen Betriebsflusses geführt werden: Stammdaten, Dokumente, Alarme, Tickets, Arbeitsaufträge, Nachweise, Änderungsprozesse, Rechtevergaben, Beschaffung, Reporting und Wiederanlauf. Herstellerdokumentationen aktueller CAFM-/IWMS- und GLT-/BMS-Plattformen zeigen hierfür durchgängig offene Integrationsmuster über REST/OSLC, ERP-Kopplungen, offene Plattformarchitekturen, Drittanbietereinbindung sowie alarmbezogene Workflow- und Zuweisungsmechanismen.

RACI-Struktur für Prozessschnittstellen

Ziel und Anwendungsbereich

Ziel dieses Anhangs ist die verbindliche Festlegung aller relevanten Verantwortungs-, Abstimmungs- und Eskalationsbeziehungen zwischen Bauherr/Auftraggeber, FM-Provider, Technischer Betriebsführung, CAFM-Administrator, GLT-Integrator, IT-Betrieb, externen Dienstleistern und Nutzervertretung. Die Matrix gilt für den Regelbetrieb, das Störungsmanagement, Wartungs- und Prüfprozesse, Betreiberpflichten, Änderungen, Projektübergaben, Rechte- und Fernzugriffsprozesse, ERP-Bezüge sowie Notfall- und Wiederanlaufkonstellationen. Sie folgt dem Grundsatz, dass organisatorische Strukturen, Rechte, Pflichten, Aufgaben, Kompetenzen, Meldewege und Eskalationen dokumentiert, aktuell gehalten und bei Änderungen fortgeschrieben werden müssen.

Der Anwendungsbereich umfasst sowohl objektbezogene als auch ereignis- und dokumentbezogene Schnittstellen. Für die Gebäudeautomation ist dabei zu berücksichtigen, dass sie nach aktuellem Begriffs- und Richtlinienverständnis sämtliche Maßnahmen, Prozesse, Software und Dienstleistungen zur Steuerung, Regelung, Überwachung, Optimierung, Bedienung und zum Management der TGA einschließt. Zugleich sind GA-externe Schnittstellen auf das notwendige Maß zu begrenzen, IT/OT-Grenzen abzusichern und betriebliche Abhängigkeiten so auszulegen, dass kritische Anlagen auch bei Störungen übergeordneter Systeme handlungsfähig bleiben.

Aufbau der Schnittstellenmatrix

Die Schnittstellenmatrix ist zeilenorientiert nach Systemen und Prozessen aufgebaut. Jede Zeile bildet genau eine operative oder steuernde Schnittstelle ab. Für jede Schnittstelle werden ein führender Datensatz oder ein führendes System, ein eindeutiger accountable Owner, operative responsible Rollen, verpflichtend zu konsultierende Rollen sowie reine Informationsadressaten festgelegt. Das verhindert unklare Parallelverantwortungen und macht abweichende Freigabezuständigkeiten sichtbar. Die Grundlogik entspricht dem RACI-Verständnis, nach dem Verantwortlichkeiten in Geschäfts- und Projektaktivitäten eindeutig zugewiesen werden und mindestens eine accountable Instanz vorhanden sein muss.

Fachlich wird zwischen drei Schnittstellenarten unterschieden. Objektbezogene Schnittstellen betreffen Stammdaten, Anlagen- und Dokumentenbezüge. Ereignisbezogene Schnittstellen betreffen Alarme, Tickets, Störungen, Rechteanträge, Freigaben und Wiederanläufe. Dokumentbezogene Schnittstellen betreffen Revisionsstände, Prüf- und Betreiberpflichtennachweise, Handover-Pakete sowie KPI- und Managementreports. Diese Trennung ist mit aktuellen Plattformfähigkeiten konsistent, da marktübliche CAFM-/IWMS-Lösungen offene Integrations- und Konfigurationstools, IoT-Services und ERP-Anbindungen bereitstellen, während GLT-/BMS-Plattformen offene Architektur, Drittanbieterintegration, Northbound-/Southbound-Integration sowie standardisierte Kommunikationsprotokolle und alarmorientierte Bedien- und Routingfunktionen vorsehen.

Für die Ausschreibung wird je Attribut- und Vorgangsgruppe ein führender Datenträger festgelegt. Das CAFM bzw. IWMS führt Objekt- und Vorgangsstrukturen, Arbeitsaufträge, Prüf- und Nachweisreferenzen sowie Reportingbezüge. Die GLT führt Automationszustände, Alarmursprünge, Trends und feldnahe Betriebsdaten. Das ERP führt Kosten-, Beschaffungs- und Freigabereferenzen. Herstellerdokumentationen belegen die technische Tragfähigkeit dieses Zuschnitts durch offene APIs, OSLC-Kopplungen, ERP-Integration, Smart-Building-Verbindungen sowie Alarm-zu-Workflow-Mechanismen.

Rollen und RACI-Logik

Die RACI-Begriffe werden in diesem Anhang wie folgt verwendet. Responsible bezeichnet die ausführende Rolle, die die Schnittstelle operativ bearbeitet, Daten liefert oder Maßnahmen umsetzt. Accountable bezeichnet die Instanz mit Ergebnishoheit, Freigabeverantwortung und Abschlussentscheidung. Consulted bezeichnet Rollen, die vor Freigabe oder Entscheidung zwingend einzubinden sind. Informed bezeichnet Rollen, die über Status, Entscheidung oder Abschluss zu unterrichten sind. Die Grundregel lautet: je Schnittstelle genau eine accountable Instanz; mehrere responsible Rollen sind zulässig, wenn operative Ausführung und Systemadministration getrennt sind.

Für den vorliegenden Zuschnitt gilt folgende Rollenverteilung. Der Bauherr/Auftraggeber ist accountable für retained Entscheidungen, Budget- und Umfangsänderungen, kritische betriebliche Freigaben, Projektübergaben, KPI-/SLA-Festlegungen und Managementeskalationen. Der FM-Provider ist verantwortlich für operative Leistungserbringung, Service Desk, Dispatch, Koordination von Arbeitsaufträgen und Steuerung eingebundener Nachunternehmer. Die Technische Betriebsführung ist accountable im Regelbetrieb für technische Priorisierung, Freigaben innerhalb delegierter Betriebsgrenzen, Wartungs- und Prüfsteuerung, Nachweisführung, Standard Changes und die erste fachliche Eskalationsstufe. Der CAFM-Administrator ist verantwortlich für Datenmodellpflege, Workflowkonfiguration, Ticket- und Nachweisstruktur, Berichtsextrakte sowie strukturelle Datenqualität. Der GLT-Integrator ist verantwortlich für Alarmrouting, Punkt- und Ereignislogik, Parametrierungen, Trend- und Statusschnittstellen sowie technische Re-Integration nach Änderungen oder Störungen. Der IT-Betrieb ist accountable für Identitäts- und Berechtigungsmanagement, Fernzugriff, Netz- und Sicherheitsfreigaben, Middleware, Backup-, Zeit- und Verfügbarkeitsaspekte systemnaher Schnittstellen. Externe Dienstleister sind verantwortlich für fachgewerkspezifische Leistungen, Prüfungen, OEM-Eingriffe und Rückmeldungen. Die Nutzervertretung wird bei nutzerwirksamen Änderungen, Abschaltungen, Servicefenstern, Kommunikationslagen und XLA-/Erlebniswerten konsultiert und im Ereignisfall informiert. Die Notwendigkeit, alle Nachfrage- und Betreiberorganisationen einschließlich externer Parteien, Meldewege, Vertretungen und Zugriffe eindeutig festzulegen und aktuell zu halten, ist in den BSI-Unterlagen ausdrücklich hervorgehoben.

Die praktischen Schwerpunkte der Rollen sind in der folgenden Übersicht verdichtet:

Rolle

Schwerpunkt in der Matrix

Typischer A-Schwerpunkt

Bauherr/Auftraggeber

retained Entscheidungen, Budget, Abnahme, Governance

kritische Changes, Projektübergabe, KPI/SLA, Notfallentscheidung

FM-Provider

Service Desk, Dispatch, operative Ausführung, Dienstleistersteuerung

operative Drittlieferantensteuerung

Technische Betriebsführung

Regelbetrieb, technische Priorisierung, Standardfreigaben, Nachweise

Störung, Wartung, Prüfung, Standard Change

CAFM-Administrator

Stammdaten, Workflows, Nachweisstruktur, Reporting

nur systeminterne Fachführung, sofern gesondert beauftragt

GLT-Integrator

Alarmierung, Punktlogik, Parametrierung, Trend- und Zustandsbezüge

nur systeminterne Fachführung, sofern gesondert beauftragt

IT-Betrieb

Rechte, Fernzugriff, Middleware, IT/OT-Sicherheit

Identitäten, Systemzugriffe, remote Zugriff

Externe Dienstleister

OEM-, Prüf- und Spezialgewerke

keine übergreifende A-Rolle im TTS-Zuschnitt

Nutzervertretung

nutzerwirksame Konsultation und Information

keine A-Rolle

Schnittstellenmatrix

Die nachstehende Matrix bildet den vollständigen Schnittstellenzuschnitt für den Ausschreibungsgegenstand dieses Anhangs ab. Die Auswahl der Zeilen folgt der im TTS-Konzept angelegten Betriebs-, Freigabe- und Datensystematik und ist an aktuelle FM-/GA-Integrationsmuster gespiegelt.

Abkürzungen der Stakeholder: AG = Bauherr/Auftraggeber, FMP = FM-Provider, TBF = Technische Betriebsführung, CAFM = CAFM-Administrator, GLT = GLT-Integrator, IT = IT-Betrieb, EXT = Externe Dienstleister, NUV = Nutzervertretung

System / Prozessschnittstelle

Führendes System / führender Datensatz

AG

FMP

TBF

CAFM

GLT

IT

EXT

NUV

Anlagen- und Standortstammdaten / Strukturpflege

CAFM / Objektstamm

C

R

A

R

C

I

I

I

Dokumentenlenkung / Revisionsstand

DMS mit CAFM-Referenz

C

R

A

R

C

I

C

I

Alarmrouting GLT → Service Desk / CAFM

GLT-Ereignis mit Ticket-Referenz

I

R

A

C

R

C

I

I

Ticketanlage, Priorisierung, Dispatch

Service Desk / Ticket

I

R

A

C

C

I

C

I

Wartungs- und Prüfplanung

CAFM / Arbeitsauftrag

C

R

A

R

I

I

C

I

Betreiberpflichten- und Prüfnachweise

CAFM + DMS / Nachweisdossier

C

R

A

R

I

I

R

I

Standard Change im delegierten Betrieb

CR-ID mit Ticket-/Objektbezug

I

R

A

R

R

C

C

I

Kritischer Change / Umfang / Budget / Verfügbarkeit

CR-Board / Entscheidungsjournal

A

C

R

C

C

C

C

C

Rollen-, Rechte- und Fernzugriffe

IAM-/Remote-Access-Request

C

I

C

R

R

A

I

I

ERP-Bezug: Kosten, Bestellung, OPEX/CAPEX

ERP / Freigabe- und Kostenobjekt

A

R

R

I

I

C

I

I

KPI-, SLA-, XLA- und Reportingdaten

BI-/CAFM-Reportingpaket

A

R

R

R

C

I

I

C

Drittlieferanten- und OEM-Steuerung

Leistungsabruf / Serviceorder

C

A

C

I

I

I

R

I

Projekt-/Bauübergabe in den Betrieb

Handover-Paket / Abnahmeprotokoll

A

R

R

R

R

C

C

I

Notfall, Eskalation, Wiederanlauf

Lagebild / Incident Record

A

R

R

I

R

R

C

I

Die Matrix folgt zwei verbindlichen Regeln. Erstens erhält jede Zeile genau eine accountable Instanz. Zweitens entstehen mehrere responsible Rollen nur dort, wo Ausführung, Systemadministration und fachtechnische Umsetzung voneinander getrennt sind. Damit werden Verantwortungsüberlagerungen vermieden, ohne notwendige Mitwirkungspflichten auszublenden. Die zugrunde liegende Ein-Owner-Logik ist sowohl mit dem allgemeinen RACI-Verständnis als auch mit den BSI-Anforderungen an dokumentierte Zuständigkeiten, Schnittstellen und Eskalationen konsistent.

Eskalations- und Abstimmungswege

Die Eskalations- und Abstimmungswege sind je Schnittstelle so festgelegt, dass das führende System, der Primärweg der Bearbeitung, die Regelkommunikation, die Eskalationskette und die SLA-/OLA-Verknüpfung ohne Auslegungsspielraum erkennbar sind. Dies ist insbesondere deshalb erforderlich, weil aktuelle TGM-/GA-Fachvorgaben ausdrücklich verlangen, Schnittstellen, Meldewege, Vertretungen, physische und Remote-Zugriffe, Ticket-Systeme sowie Eskalationsstufen vorab festzulegen und nicht erst im Störungsfall zu verhandeln. Herstellerseitig wird dies durch Alarmfilter, Benutzerzuweisungen, Benachrichtigungsmechanismen, offene Integrationsschnittstellen und workflowfähige Eventmodelle unterstützt.

Für die nachfolgende Tabelle gelten folgende Kürzel. SLA-RT = Reaktionszeit, SLA-RS = Wiederherstellungszeit, SLA-DQ = Datenqualität/Aktualität, SLA-CHG = Change-Durchlauf, SLA-RPT = Berichtstermin, SLA-HO = Handover-Frist, OLA-SYS = interne Übergabe zwischen Systemrollen, OLA-DSP = interne Dispatch-Übergabe, OLA-APP = interne Freigabezeit.

Schnittstelle

Primärweg und führender Datensatz

Regelkommunikation

Eskalationsweg

Protokollpflicht und SLA-Verknüpfung

Anlagenstammdaten / Strukturpflege

CAFM-Change-Log, Referenz zu GLT/DMS

wöchentliche Integrationsrunde, monatliche Datenfreigabe

CAFM → TBF → AG bei Struktur- oder ID-Änderung

Änderungsprotokoll binnen 24 h; SLA-DQ, OLA-SYS

Dokumentenlenkung / Revisionsstand

Dokumententransmittal im DMS, Objektreferenz im CAFM

wöchentliche Dokumentenprüfung, monatlicher Revisionsabgleich

FMP/CAFM → TBF → AG bei fehlendem Freigabestand

Revisionsliste binnen 24 h; SLA-DQ, SLA-RPT

Alarmrouting GLT → Service Desk / CAFM

GLT-Alarm mit Ticketreferenz

tägliches Operations Board im Störungsfall, sonst wöchentlich

GLT/FMP → TBF → IT bzw. AG bei systemischem Fehler

Alarm- und Quittierprotokoll sofort; SLA-RT, SLA-RS

Ticketanlage, Priorisierung, Dispatch

Service-Desk-Ticket

tägliches Dispatch-Board, wöchentlicher Rückstandsreview

FMP → TBF → AG bei SLA-Risiko oder Prioritätskonflikt

Ticketstatus und Abschlusskommentar verpflichtend; SLA-RT, SLA-RS, OLA-DSP

Wartungs- und Prüfplanung

CAFM-Arbeitsauftrag / Terminplan

wöchentliches Planungsboard

FMP → TBF → AG bei Termin- oder Shutdown-Konflikt

Planungsfreigabe und Terminjournal; SLA-CHG, SLA-DQ

Betreiberpflichten- und Prüfnachweise

Nachweisdossier in CAFM/DMS

monatlicher Compliance-Review

FMP/EXT → TBF → AG bei Fristverzug oder Nachweislücke

Nachweisregister und Prüfprotokoll; SLA-DQ, SLA-RPT

Standard Change im delegierten Betrieb

CR-ID mit Objekt-, Ticket- und Dokumentbezug

14-tägiges Change Board, ad hoc bei akuten Änderungen

FMP/CAFM/GLT → TBF → IT bei Zugriffs- oder Systembezug

CR-Protokoll binnen 24 h; SLA-CHG, OLA-SYS

Kritischer Change / Umfang / Budget / Verfügbarkeit

CR-Board und Entscheidungsjournal

ad hoc binnen 4 h, bis Abschluss wöchentliches Review

TBF → AG → Managementeskalation bei Sicherheits-, Budget- oder Verfügbarkeitswirkung

Freigabejournal und Maßnahmenliste; SLA-CHG, OLA-APP

Rollen-, Rechte- und Fernzugriffe

IAM-/Remote-Access-Request, Session-Log

wöchentliches IT/OT-Board, ad hoc bei Ausnahmefreigaben

IT → TBF → AG bei Sonderrechten, Drittzugriff oder Regelabweichung

Berechtigungsprotokoll und Session-Nachweis; SLA-CHG, OLA-APP

ERP-Bezug: Kosten, Bestellung, OPEX/CAPEX

ERP-Freigabeobjekt mit Vorgangsreferenz

wöchentlicher Budgetlauf, monatlicher Abschlusslauf

FMP/TBF → AG bei Kosten- oder Freigabekonflikt

Freigabe- und Kostenprotokoll; OLA-APP, SLA-RPT

KPI-, SLA-, XLA- und Reportingdaten

BI-/CAFM-Reportingpaket

monatlicher KPI-/SLA-Review, quartalsweiser Governance-Termin

FMP/TBF → AG; NUV bei Nutzerwirkung konsultativ

Reviewprotokoll, Maßnahmenjournal; SLA-RPT

Drittlieferanten- und OEM-Steuerung

Leistungsabruf / Serviceorder / OEM-Referenz

wöchentliche Dienstleisterrunde

EXT/FMP → TBF → AG bei Lieferausfall, Gewährleistung oder OEM-Bindung

Leistungsnachweis und Eskalationshistorie; SLA-RS, OLA-DSP

Projekt-/Bauübergabe in den Betrieb

Handover-Liste, Test- und Abnahmeprotokolle

in Inbetriebnahme täglich, sonst wöchentliches Übergabeboard

Projekt/FMP/TBF → AG bei fehlenden Unterlagen, offenen Mängeln oder nicht bestandenen Tests

Übergabeprotokoll, Restpunkteliste, Freigabevermerk; SLA-HO, SLA-DQ

Notfall, Eskalation, Wiederanlauf

Incident Record, Call-Tree, Lagebild

Alarmfall sofort; Lageupdate alle 60 Minuten bis Stabilisierung

FMP/TBF/IT/GLT → AG → Management- bzw. Kriseneskalation

Lageprotokoll, Entscheidungslog, Wiederanlaufjournal; SLA-RT, SLA-RS

Die verbindlichen Abstimmungsregeln lauten wie folgt:

  • Schnittstellen-Meetings werden systematisch nach Zweck getrennt geführt:

  • operatives Board für Tickets,

  • Alarme und Rückstände;

  • Integrationsrunde für CAFM/GLT/IT;

  • Change Board für Änderungen;

  • KPI-/SLA-Review für Leistungsauswertung;

  • Governance-Termin für retained Entscheidungen und Abweichungsfreigaben.

  • Protokolle sind spätestens 24 Stunden nach Termin bereitzustellen und enthalten mindestens

  • Datum,

  • Teilnehmer,

  • betroffene Assets oder Systeme,

  • Referenz-ID des führenden Datensatzes,

  • Entscheidung,

  • Maßnahmenverantwortliche,

  • Frist,

  • Eskalationsstufe und Verknüpfung zum einschlägigen SLA-/OLA-Kriterium.

Änderungen an Rollen, Rechten, Prozessen, Meldewegen oder Eskalationsstufen lösen zwingend eine Fortschreibung der Matrix, der Kontaktkette und der zugrunde liegenden Protokollvorlagen aus.

    • Schnittstellenmatrix für Systeme und Prozesse im technischen Facility Management
    • Schnittstellenmatrix für technische Systeme und betriebliche Prozessabläufe im TTS
    • Schnittstellenmatrix für TTS-Systeme und technische Betriebsprozesse im Facility Management

Die Eskalationsstufen sind auslöserbezogen und nicht organisationsbezogen zu lesen. Ereignisse mit rein operativer Tragweite verbleiben innerhalb der delegierten Betriebsgrenzen. Ereignisse mit Sicherheits-, Verfügbarkeits-, Budget-, Umfangs- oder IT/OT-Relevanz werden unverzüglich auf die nächsthöhere Stufe gehoben. Für GA-bezogene externe Schnittstellen sind dabei nur die tatsächlich erforderlichen Übergänge freizugeben; für alle freigegebenen Wege sind Authentisierung, Segmentierung, dokumentierte Zugriffe, Benutzerzuweisung und Wiederherstellungslogik verbindlich vorzusehen.

Noch festzulegen sind

  • die endgültige Systemliste mit Versionen,

  • Produktiv- und Testumgebungen,

  • Middleware- bzw. Broker-Komponenten und den tatsächlich eingesetzten Protokollen;

  • die exakten organisatorischen Rollennamen einschließlich Stellvertretungen, Rufbereitschaften und 24/7-Erreichbarkeiten;

  • die endgültigen SLA-, OLA- und gegebenenfalls XLA-Werte einschließlich Reaktions-, Wiederherstellungs-, Datenaktualitäts-, Reporting- und Freigabefristen;

  • die genaue Abgrenzung zwischen Standard Change, kritischem Change und Projektänderung;

  • die verbindlichen Verantwortungsübernahmen bei Drittlieferanten, OEMs und Gewährleistungsträgern;

  • die finalen Handover-Punkte zwischen Bau, Betrieb, Produktion, IT/OT und externen Servicepartnern;

  • die konkrete Zuordnung des führenden Systems je Attributgruppe und je Vorgangsart;

  • die endgültigen CAFM-Datenmodell-IDs, Objektklassen, Pflichtattribute, Referenz- und Mappingfelder;

  • die GLT-Punktlisten, Alarmklassen, Prioritäten, Routingregeln und Quittierungslogiken; die ERP-Referenzen für Kostenstellen, Innenaufträge, Bestellarten und Budgetobjekte;

  • die verbindlichen Protokollvorlagen für Operations Board, Change Board, KPI-/SLA-Review, Übergabeboard und Notfalllagebild;

  • die Abnahmekriterien für Schnittstellenfunktion, Testnachweise und Datenvollständigkeit; sowie die datenschutz- und IT/OT-sicherheitsbezogenen Detailfestlegungen für Fernzugriff, Session Logging, Rollenverwaltung und revisionssichere Archivierung.