Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Leistungsverzeichnis Inbetriebnahme

Technisches Facility Management: TFM » Ausschreibung » Übergeordnetes Betriebskonzept » Leistungsverzeichnis Inbetriebnahme

Leistungsverzeichnis für die Inbetriebnahme technischer Anlagen und Systeme

Kalkulationsfähiges Leistungsverzeichnis für die Inbetriebnahme eines technisierten Großgebäudes

Die Inbetriebnahme eines technisierten Großgebäudes ist kein nachgelagerter Restvorgang der Bauausführung, sondern ein eigener Qualitäts- und Nachweisprozess, der die vertragsgemäße Funktion, die Sicherheit, die Energieeffizienz, die Dokumentationsfähigkeit und die Betriebsreife des Gebäudes belegt. Für neue Nichtwohngebäude mit den einschlägigen Anlagengrößen verlangt das Gebäudeenergiegesetz ausdrücklich ein System der Gebäudeautomatisierung im Automatisierungsgrad B oder besser sowie ein technisches Inbetriebnahme-Management einschließlich Einregelung über mindestens eine Heizperiode und eine Kühlperiode. Die einschlägigen Empfehlungen des Arbeitskreises Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen und des Vereins Deutscher Ingenieure verankern dazu Terminplanung, Zwischenbetrieb, Probebetrieb, Dokumentationspflichten, Schnittstellenmanagement und – bei komplexen Anlagen – ein unabhängiges Technisches Monitoring als Regelfall guter Praxis

Das vorliegende Leistungsverzeichnis ist auf ein generisches technisiertes Großgebäude mittlerer Komplexität ausgerichtet: Nichtwohngebäude, mehrere zentrale Technikzentralen, komplexe Heizungs-, Kühlungs-, Lüftungs-, Sicherheits- und Automationssysteme, eine Photovoltaikanlage, Aufzüge, sicherheitsrelevante Stromversorgung, kraftbetätigte Türen und Tore, ein Küchenbereich, eine Druckluftstation und mindestens eine Krananlage. Wo konkrete Projektmengen fehlen, sind die Positionen als kalkulationsfähige Richtpositionen mit Mengeneinheiten, Stundenansätzen je Mengeneinheit und offenem Einheitspreisansatz aufgebaut. Die Stundenansätze sind Benchmarkwerte für Ausschreibung und Kostenvergleich; sie ersetzen keine objektspezifische Feinermittlung.

Leistungsverzeichnis für die Inbetriebnahme

Annahmen und normativer Rahmen

Dieses Leistungsverzeichnis folgt fünf Grundannahmen. Erstens wird ein generisches Großgebäude mittlerer Komplexität unterstellt. Zweitens werden die Stundenansätze je Position als Prüf- und Koordinationsstunden verstanden; Mangelbeseitigung, Umbauten und Hersteller-Nacharbeiten sind gesondert zu vergüten. Drittens werden Abnahmebedingungen nur dann als erfüllt betrachtet, wenn Sicherheit, Funktion, Dokumentation, behördliche beziehungsweise sachverständige Nachweise und Betreiberbefähigung kumulativ vorliegen. Viertens wird das technische Inbetriebnahme-Management als geschuldete Werkleistung der Fachplanung und der Errichter verstanden und deshalb ausdrücklich als Leistungsinhalt ausgeschrieben. Fünftens bleiben landesrechtliche Prüfverordnungen, Sonderbauverordnungen und bauaufsichtliche Anforderungen zwingend projektspezifisch zu ergänzen; die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen und die landesrechtlichen Übernahmen bilden hierfür den Referenzrahmen.

Unsere Empfehlungen zum Inbetriebnahmemanagement sehen vor, den Zwischenbetrieb bereits in der Projektvorbereitung vertraglich anzulegen, einzelne technische Anlagen stufenweise in einen dokumentierten Zwischenbetrieb zu übergeben und für die Gebäudeautomation einen zusammenhängenden Probebetrieb von typischerweise ein bis zwei Wochen im ungestörten Automatikbetrieb vorzusehen. Gleichzeitig wird gefordert, dass vollständige Bedienungsanleitungen, Dokumentation, Sachverständigenabnahmen und ein terminierter Mängelabbau bereits vor der endgültigen Übergabe vorliegen. Genau diese Logik ist in die nachfolgenden Leistungspositionen integriert.

Für die Ausschreibung empfiehlt sich folgende einheitliche Kalkulationslogik:

Element

Ansatz

Mengengerüst

projektspezifisch je Anlage, Zone, Element, Strang, Automationsstation, Messstelle oder Stück

Stundenansatz

als Richtwert je Mengeneinheit

Offener Einheitspreisansatz

Summe aus Stunden je Qualifikationsebene + Geräteeinsatz + Dokumentation + Koordination + Wiederholungsaufwand

Zuschläge

Nacht- und Wochenendtests, Behörden- und Sachverständigenbegleitung, Probealarme, Lasttests, saisonale Nachweise

Nicht im Einheitspreis enthalten

Mangelbeseitigung, Ersatzteile, Umbauten, zusätzliche Messstellen, Stillstands- und Wartezeiten wegen nicht erfüllter Vorleistungen

Für die weiteren Tabellen gelten folgende Kürzel:

Kennung

Bedeutung

Q1

Projektassistenz und Dokumentationsbearbeitung

Q2

Fachmonteur oder Servicetechniker des jeweiligen Gewerkes

Q3

Meister oder staatlich geprüfter Techniker

Q4

Fachingenieur, Fachplaner oder Inbetriebnahmemanager

Q5

Sachverständige, zugelassene Überwachungsstelle, Hygiene-Fachpersonal oder zur Prüfung befähigte Person

P1

Sicht- und Vollständigkeitsprotokoll

P2

Dichtheits- oder Druckprüfprotokoll

P3

Erstprüfprotokoll elektrisch

P4

Hygiene-, Spül-, Wasserprobe- oder Reinigungsprotokoll

P5

Funktions- und Regelungsprüfprotokoll

P6

Sicherheits-, Alarm- oder Schnittstellenprüfprotokoll

P7

Probebetriebs- und Leistungsnachweisprotokoll

P8

Teilabnahme-, Zwischenbetriebs- oder Abnahmeprotokoll

P9

Saisonales Nachweis- und Optimierungsprotokoll

M1

Installationstester, Multimeter, Schleifenimpedanz- und Isolationsmessgerät

M2

Druckprüfpumpe, Manometer, Datenlogger

M3

Luftmengenmesshaube, Anemometer, Differenzdruckmessgerät

M4

Temperatur-, Feuchte- und Energie-Datenlogger

M5

Wasserprobenset, Temperaturfühler, Spül- und Probenahmeausrüstung

M6

Beleuchtungsstärkemessgerät und Sicherheitsbeleuchtungs-Prüfeinrichtung

M7

Wärmebildkamera und Oberflächentemperaturmessgerät

M8

Feldbus-, Gebäudeautomations- oder Protokollanalysator

M9

Prüfeinrichtung für Brandmelde-, Alarmierungs- und Entrauchungsszenarien

M10

Prüflasten, Geschwindigkeits- und Nivelliermessmittel für Aufzüge

M11

Prüflasten und Prüfmittel für Krananlagen

M12

Photovoltaik-Prüfgerät, Isolations- und Strangmessgerät

M13

Partikel-, Taupunkt-, Öl- und Leckagemessmittel für Druckluft

M14

Kraftmessgerät und Prüfeinrichtung für kraftbetätigte Türen und Tore

Leistungsverzeichnis nach Kostengruppen

Die nachfolgenden Positionen sind als ausschreibungsfähiges Muster-LV formuliert. Die Normen und Prüfvorschriften sind bewusst ausgeschrieben; die jeweilige Ausgabe muss im Projektvertrag editionsfest festgelegt werden. Maßgeblich ist stets die zum Zeitpunkt der Vergabe vertraglich benannte Fassung.

Kostengruppe 300 Bauwerk – Baukonstruktionen

Pos.

Leistungsbeschreibung

Prüfung, Protokolle, Abnahmebedingungen

Ressourcen und Kalkulation

Abhängigkeiten, Risiken, Qualitätskriterien

Relevante Normen und Prüfvorschriften

300.01

Inbetriebnahmebegleitende Prüfung von Dachabdichtung, Dachentwässerung, Notüberläufen, Dachaufbauten, Durchdringungen, Dachsicherheits- und Wartungszugängen als Voraussetzung für sichere Aufnahme des gebäudetechnischen Betriebs

Prüfumfang: Sichtprüfung, Stichproben an Anschlüssen, Funktionsprüfung der Dachentwässerung, Kontrolle freier Abläufe, Kontrolle technischer Durchdringungen; Protokolle: P1, P5, P8; Abnahmebedingungen: keine offenen Leckagen, keine blockierten Abläufe, Wartungswege begehbar, Revisionspunkte zugänglich

Qualifikation: Q2, Q3, Q4; Prüfmittel: M2, M4, M7; Zeit: 6 h je Dachzone; ME: Dachzone; Offener Einheitspreisansatz: Q2 2 h + Q3 2 h + Q4 2 h + Dokumentation

Abhängigkeiten: Gebäudehülle geschlossen, Dachentwässerung angeschlossen, Dachtechnik montiert; Risiken: verdeckte Undichtigkeiten, mangelhafte Anschlüsse an Entrauchung oder Photovoltaik; Qualität: trockene Konstruktion, sichere Zugänglichkeit, vollständige Kennzeichnung

„Abdichtung von Dächern sowie von Balkonen, Loggien und Laubengängen – Teil 1: Nicht genutzte und genutzte Dächer – Anforderungen, Planungs- und Ausführungsgrundsätze“; „Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden – Teil 3: Dachentwässerung, Planung und Bemessung“; „Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art“

300.02

Funktions- und Dichtheitsnachweis von Fenstern, Außentüren und Fassadenelementen einschließlich Beschlägen, Lüftungsflügeln, Sonnenschutzeinbindung und Schnittstellen zu Brand- und Rauchschutz

Prüfumfang: Sicht- und Funktionsprüfung, Öffnungs-/Schließproben, Kontrolle Dichtungen und Anschlüsse, Stichproben der Bedienbarkeit; Protokolle: P1, P5, P8; Abnahmebedingungen: bewegliche Elemente funktionsfähig, definierte Lüftungsstellungen nutzbar, dokumentierte Mängelliste geschlossen

Qualifikation: Q2, Q3; Prüfmittel: M7, M14; Zeit: 2 h je Elementgruppe; ME: Elementgruppe oder 20 Elemente; Offener Einheitspreisansatz: Q2 1 h + Q3 1 h + Dokumentation

Abhängigkeiten: Fassadenmontage abgeschlossen, Beschlagjustage erfolgt, Sonnenschutz vorhanden; Risiken: Falschjustage, Kollision mit Automatiken, Undichtigkeiten an Schnittstellen; Qualität: leichte Bedienbarkeit, beschädigungsfreie Anschlüsse, eindeutige Zuordnung der Elemente

„Fenster und Türen – Produktnorm, Leistungseigenschaften – Teil 1: Fenster und Außentüren“; „Vorhangfassaden – Produktnorm“; „Kriterien für die Anwendung von Fenstern und Außentüren“; „Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Metallbauarbeiten“; „Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Verglasungsarbeiten“

300.03

Sicherheits- und Nutzungsprüfung kraftbetätigter Türen, Tore und Schranken einschließlich Fluchtweg-, Rauchschutz- und Automatikfunktionen

Prüfumfang: Kraft-, Schließ- und Hinderniserkennung, Sicherheitskanten, Sensorik, Not-Auf, Freigaben im Brandfall, Fluchtwegfunktion; Protokolle: P5, P6, P8; Abnahmebedingungen: sichere Nutzung, nachgewiesene Freigaben, dokumentierte Betriebsarten

Qualifikation: Q2, Q3, Q4; Prüfmittel: M14, M9; Zeit: 2,5 h je Element; ME: Stück; Offener Einheitspreisansatz: Q2 1 h + Q3 1 h + Q4 0,5 h + Prüfmittel

Abhängigkeiten: Stromversorgung, Brandfallsteuerung, Zutritts- oder Einbruchtechnik; Risiken: Quetsch- und Scherstellen, fehlende Fluchtwegfreigabe; Qualität: reproduzierbare Sicherheitsfunktionen, klare Betriebsarten und Grenzwerte

„Kraftbetätigte Türen – Nutzungssicherheit – Anforderungen und Prüfverfahren“; „Tore – Produktnorm, Leistungseigenschaften“; „Fluchtwege und Notausgänge“; „Sicherheit elektrischer Antriebe für Tore, Türen und Fenster“

300.04

Prüfung baulicher Feuer- und Rauchschutzabschlüsse, Verglasungen und bauaufsichtlich geregelter Abschlüsse als Voraussetzung der technischen Sicherheitsprüfung

Prüfumfang: Sichtprüfung, Schließproben, Koordination mit Feststellanlagen, Dokumentationsprüfung der bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweise; Protokolle: P1, P6, P8; Abnahmebedingungen: nachgewiesene Zulässigkeit, selbsttätige Schließung, Schnittstellen geprüft

Qualifikation: Q3, Q4, Q5; Prüfmittel: M9, M14; Zeit: 1,5 h je Abschluss; ME: Stück; Offener Einheitspreisansatz: Q3 0,5 h + Q4 0,5 h + Q5 0,5 h

Abhängigkeiten: Brandmeldeanlage, Feststellanlagen, Rauchschutzsteuerung; Risiken: fehlende Zulassungsunterlagen, fehlerhafte Ansteuerung; Qualität: vollständiger Nachweis, funktionssichere Selbstschließung, dokumentierte Schnittstellen

„Bauprodukte für die Entrauchung oder Rauchableitung“ im bauaufsichtlichen Rahmen der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen; allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen und allgemeine Bauartgenehmigungen für brandschutzrelevante Abschlüsse und Verglasungen; „Kraftbetätigte Türen – Nutzungssicherheit – Anforderungen und Prüfverfahren“ bei motorischen Abschlüssen

Betriebsreifeprüfung von Technikzentralen, Schächten, Revisionsöffnungen, Fundamenten, Befestigungen, Wartungsräumen und Zugänglichkeiten

Prüfumfang: Zugang, Arbeitsraum, Entwässerung, Beleuchtung, Trag- und Befestigungspunkte, Kennzeichnung und Dokumentationsvollständigkeit; Protokolle: P1, P8; Abnahmebedingungen: sicherer Zugang, ausreichende Bewegungsflächen, keine Betriebshindernisse

Qualifikation: Q3, Q4; Prüfmittel: M7; Zeit: 4 h je Technikzentrale; ME: Technikzentrale; Offener Einheitspreisansatz: Q3 2 h + Q4 2 h

Abhängigkeiten: Ausbau fertig, Beschilderung fertig, Wartungswege frei; Risiken: spätere Unzugänglichkeit, Kollisionen mit Rohr- und Kabeltrassen; Qualität: sichere Betreibbarkeit, rechts- und betriebssichere Zugänglichkeit, vollständige Kennzeichnung

„Anforderungen an Technikzentralen – Technische Grundlagen für Planung und Ausführung“; „Dokumentation in der technischen Gebäudeausrüstung – Inhalte und Beschaffenheit von Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen“; Hinweise der Gebäudeautomation zu Übergabeunterlagen und Dokumentationsrichtlinie

Kostengruppe 400 Bauwerk – Technische Anlagen

Pos.

Leistungsbeschreibung

Prüfung, Protokolle, Abnahmebedingungen

Ressourcen und Kalkulation

Abhängigkeiten, Risiken, Qualitätskriterien

Relevante Normen und Prüfvorschriften

400.01

Trinkwasseranlage einschließlich Trinkwassererwärmung, Zirkulation, Sicherungseinrichtungen gegen Rückfließen, Spül- und Hygienekonzept

Prüfumfang: Druckprüfung, Spülung, Temperatur- und Zirkulationsnachweis, Probenahmekonzept, Prüfung Sicherungsarmaturen, Dokumentationsprüfung; Protokolle: P2, P4, P5, P8; Abnahmebedingungen: dichte Anlage, hygienisch freigegeben, Temperaturen und Zirkulation plausibel, Betriebsanweisungen vorhanden

Qualifikation: Q2, Q3, Q4, Q5; Prüfmittel: M2, M4, M5; Zeit: 6 h je Trinkwasserzone + 1 h je Probenahmestelle; ME: Zone / Probenahmestelle; Offener Einheitspreisansatz: Q2 2 h + Q3 1,5 h + Q4 1 h + Q5 1,5 h + Labor/Probenahme

Abhängigkeiten: Gebäude dicht, Warmwasser bereit, Nutzerbelegung abgestimmt; Risiken: Stagnation, Temperaturfehler, Verkeimungsrisiko; Qualität: eindeutige Fließwege, dokumentierte Spülstrategie, funktionsfähige Sicherungseinrichtungen

„Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“; „Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen – Teil 200: Installation Typ A – Planung, Bauteile, Apparate, Werkstoffe“; „Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen und allgemeine Anforderungen an Sicherungseinrichtungen zur Verhütung von Trinkwasserverunreinigungen durch Rückfließen“; technische Hinweise zu Reinigung und Desinfektion von Trinkwasser-Installationen; Betreiber- und Instandhaltungsregeln für Trinkwasser-Installationen

400.02

Schmutz-, Regen- und Hebeanlagen einschließlich Pumpen, Rückstauschutz und Gebäudeentwässerung

Prüfumfang: Dichtheit, Gefälle- und Funktionsprüfung, Probeläufe von Hebeanlagen, Alarm- und Störmeldungen, Rückstauschutz; Protokolle: P2, P5, P8; Abnahmebedingungen: dichter Leitungsweg, störungsfreier Pumpenlauf, Alarmweitergabe geprüft

Qualifikation: Q2, Q3; Prüfmittel: M2, M4; Zeit: 4 h je Entwässerungszone + 2 h je Hebeanlage; ME: Zone / Hebeanlage; Offener Einheitspreisansatz: Q2 2 h + Q3 2 h

Abhängigkeiten: Wasserzufuhr, Stromversorgung, Alarmierung vorhanden; Risiken: Geruchsbildung, Rückstau, Fehlfunktionen bei Alarmen; Qualität: trockener Betrieb, klarer Alarmweg, zugängliche Revisionspunkte

„Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden – Teil 1: Allgemeine und Ausführungsanforderungen“; „Teil 2: Schmutzwasseranlagen, Planung und Berechnung“; „Teil 4: Abwasserhebeanlagen“; „Teil 5: Installation und Prüfung“; „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke – Teil 100“

400.03

Wärme- und Kälteversorgung einschließlich Erzeugern, Verteilung, Einregelung, hydraulischem Abgleich, Sicherheitsketten und Betriebsweisen

Prüfumfang: Füll- und Dichtheitsnachweis, Sicherheits- und Regelfunktionen, Sollwertkaskaden, hydraulischer Abgleich, Lastfälle, Wärmeerzeuger- und Kälteerzeugerfreigaben, saisonaler Nachweis; Protokolle: P2, P5, P7, P9; Abnahmebedingungen: sichere Betriebsarten, plausibler hydraulischer Abgleich, dokumentierte Sollwerte, saisonales Nachweisprogramm vereinbart

Qualifikation: Q2, Q3, Q4; Prüfmittel: M2, M4, M7; Zeit: 6 h je hydraulischer Hauptkreis + 8 h je Erzeuger; ME: Hauptkreis / Erzeuger; Offener Einheitspreisansatz: Q2 2 h + Q3 2 h + Q4 2 h zzgl. Saisonstunden

Abhängigkeiten: Strom, Brennstoff oder Netzanschluss, Gebäudeautomation, Wärme- und Kälteabnahme; Risiken: nicht abgestimmte Betriebsarten, Takten, unvollständige Einregelung; Qualität: stabile Vor- und Rücklauftemperaturen, sichere Umschaltlogik, nachweisbare Zielwerte

„Heizungsanlagen in Gebäuden – Installation und Abnahme der Warmwasser-Heizungsanlagen“; „Hinweise zum Planen und Bauen von Wärmeversorgungsanlagen in öffentlichen Gebäuden“; „Hinweise zur Planung, Ausführung und Betrieb von Kälteanlagen und Kühlgeräten für öffentliche Gebäude“; „Verordnung zum Schutz des Klimas vor Veränderungen durch den Eintrag bestimmter fluorierter Treibhausgase und zur Durchführung der Verordnung (Europäische Union) 2024/573“; amtliche Hinweise zur Verordnung über fluorierte Treibhausgase

400.04

Raumlufttechnische Anlagen einschließlich Luftbehandlung, Luftverteilung, Volumenstromabgleich, Wärmerückgewinnung und Hygiene

Prüfumfang: Messung von Luftmengen, Drücken, Temperaturen, Stör- und Alarmfunktionen, Klappenläufen, Filterzuständen und Regelketten; hygienische Erstprüfung nach Nutzung; Protokolle: P1, P5, P7, P8; Abnahmebedingungen: Soll-Luftmengen eingehalten, Regelung stabil, Hygieneanforderungen und Filterkonzept nachgewiesen

Qualifikation: Q2, Q3, Q4, Q5; Prüfmittel: M3, M4, M7; Zeit: 10 h je raumlufttechnische Anlage + 0,3 h je Luftauslass; ME: Anlage / Luftauslass; Offener Einheitspreisansatz: Q2 4 h + Q3 2 h + Q4 2 h + Q5 2 h

Abhängigkeiten: Kanalnetz gereinigt, Brandschutzklappen bereit, Gebäudeautomation parametriert; Risiken: Schmutzeintrag, Fehlströmungen, fehlende Regelparametrierung; Qualität: Soll-Ist-Nachweis messbar, hygienisch freigegeben, dokumentierte Regelstrategie

„Lüftung von Gebäuden – Prüf- und Messverfahren für die Übergabe raumlufttechnischer Anlagen“; „Richtlinie 6022 Blatt 1 des Vereins Deutscher Ingenieure: Raumlufttechnik, Raumluftqualität – Hygieneanforderungen an raumlufttechnische Anlagen und Geräte“; „Hinweise zur Planung, Ausführung und Betrieb von Raumlufttechnischen Anlagen für öffentliche Gebäude“; Hinweise der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zur Abnahmeprüfung und Funktionsmessung lufttechnischer Maßnahmen

400.05

Brandschutz- und Entrauchungsanlagen einschließlich natürlicher und maschineller Rauchabzüge, Rauchschutz-Druckanlagen, Feststellanlagen und brandschutzrelevanter Schnittstellen

Prüfumfang: Auslösung, Szenarien, Endlagen, Umschaltungen, Nachströmung, Alarmierung, Rückmeldungen, Stromausfallverhalten und Dokumentationsprüfung bauaufsichtlicher Nachweise; Protokolle: P5, P6, P7, P8; Abnahmebedingungen: vollständige Wirkkette nachgewiesen, alle Szenarien erfolgreich, behördliche beziehungsweise prüfpflichtige Nachweise vorhanden

Qualifikation: Q3, Q4, Q5; Prüfmittel: M3, M4, M9; Zeit: 8 h je Entrauchungssystem + 2 h je Szenario; ME: System / Szenario; Offener Einheitspreisansatz: Q3 2 h + Q4 3 h + Q5 3 h

Abhängigkeiten: Brandmeldeanlage, Sicherheitsstromversorgung, Fenster und Rauchschürzen, Feuerwehrschnittstellen; Risiken: fehlerhafte Wirkketten, nicht synchronisierte Antriebe, fehlende Zulassungsdokumente; Qualität: vollständige Szenarienkette, dokumentierte Steuerungsmatrix, sichere Endstellungen

„Rauch- und Wärmefreihaltung – Teil 2: Natürliche Rauchabzugsanlagen“; „Teil 5: Maschinelle Rauchabzugsanlagen“; „Teil 10: Anforderungen an Dienstleister, die Inbetriebsetzung, Überprüfung und Abnahme ausführen“; „Rauch- und Wärmefreihaltung – Teil 13: Differenzdrucksysteme – Rauchschutz-Druckanlagen – Planung, Bemessung, Einbau, Abnahmeprüfung, regelmäßige Funktionsprüfung und Instandhaltung“; bauaufsichtlicher Rahmen des Deutschen Instituts für Bautechnik für Bauprodukte zur Entrauchung oder Rauchableitung

400.06

Druckluftsysteme einschließlich Kompressoren, Trocknung, Filterung, Behälter, Ringnetz, Leckagen und Reinheitsklassen

Prüfumfang: Druckprüfung, Leckageprüfung, Funktionsprüfung von Kompressoren, Taupunkt-, Öl- und Partikelmessung nach Anforderung, Behälter- und Sicherheitseinrichtungen; Protokolle: P2, P5, P7, P8; Abnahmebedingungen: definierte Reinheitsklasse nachgewiesen, sicherer Druckbetrieb, ordnungsgemäße Prüfung druckbeaufschlagter Komponenten

Qualifikation: Q2, Q3, Q5; Prüfmittel: M2, M13; Zeit: 6 h je Druckluftstation + 1 h je Messstelle; ME: Station / Messstelle; Offener Einheitspreisansatz: Q2 2 h + Q3 2 h + Q5 2 h + Messmittel

Abhängigkeiten: Stromversorgung, Kondensatableitung, Verbraucheranschlüsse; Risiken: Leckagen, falsche Reinheitsklasse, unvollständige Druckbehälterprüfung; Qualität: stabile Druckhaltung, dokumentierte Reinheitsklasse, sicher funktionierende Abschaltung

„Druckluft – Teil 1: Verunreinigungen und Reinheitsklassen“; „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln“ für druckbeaufschlagte Anlagenteile; Hinweise der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zum sicheren Umgang mit pneumatischen Anlagen und zu Prüfpflichten von Druckbehältern; sicherheitsbezogene Hinweise zur pneumatischen Ausrüstung und zu der Norm über Fluidtechnik – Allgemeine Regeln und sicherheitstechnische Anforderungen für pneumatische Anlagen und deren Bauteile

400.07

Küchentechnik einschließlich Medienanschlüsse, Kochlinien, Spültechnik, Küchenabluft und stationärer Feuerlöschtechnik

Prüfumfang: Gerätefunktion, Medienanbindung, Lastanfahrten, Verriegelung mit Abluft und Gas/Strom, Löschanlagenauslösung und sichere Abschaltung; Protokolle: P1, P5, P6, P8; Abnahmebedingungen: vollständige Medien- und Sicherheitsketten, hygienisch und betrieblich freigegebene Geräte, dokumentierte Einweisung

Qualifikation: Q2, Q3, Q4; Prüfmittel: M3, M4, M9; Zeit: 6 h je Küchenblock + 1 h je sicherheitsrelevantes Gerät; ME: Küchenblock / Gerät; Offener Einheitspreisansatz: Q2 2 h + Q3 2 h + Q4 2 h

Abhängigkeiten: Lüftung, Elektro, Wasser, Abwasser, Brandmelde- und Löschtechnik; Risiken: fehlende Verriegelungen, Wärme- und Fettlasten, unvollständige Feuerlöschsicherung; Qualität: koordinierter Medienbetrieb, sichere Lastabfuhr, vollständige Betriebsanleitungen

„Einrichtungen in gewerblichen Küchen – Elemente zur Be- und Entlüftung – Teil 7: Einbau und Betrieb von stationären Feuerlöschanlagen“; Normenreihe zu Einrichtungen in gewerblichen Küchen und deren Lüftungskomponenten; einschlägige Hinweise zu Küchenlufttechnik und Feuerlöschanlagen in gewerblichen Küchen

Pos.

Leistungsbeschreibung

Prüfung, Protokolle, Abnahmebedingungen

Ressourcen und Kalkulation

Abhängigkeiten, Risiken, Qualitätskriterien

Relevante Normen und Prüfvorschriften

400.08

Elektrische Energieversorgung, Niederspannungshauptverteilung, Unterverteilungen, Schutzmaßnahmen, Selektivität und Schaltschrankfunktionen

Prüfumfang: Besichtigen, Erproben, Messen, Schutzleiternachweis, Schleifenimpedanz, Isolationsmessung, Drehfeld, Beschriftung, Lasttest; Protokolle: P1, P3, P5, P8; Abnahmebedingungen: vollständige Erstprüfung, eindeutige Stromkreiszuordnung, Schutzmaßnahmen wirksam, Dokumentation vollständig

Qualifikation: Q2, Q3, Q4; Prüfmittel: M1, M7; Zeit: 3 h je Verteilung + 0,5 h je Endstromkreisgruppe; ME: Verteilung / Endstromkreisgruppe; Offener Einheitspreisansatz: Q2 1 h + Q3 1 h + Q4 1 h + Messgeräte

Abhängigkeiten: Spannungsversorgung, Beschriftung, Dokumentation; Risiken: falsche Zuordnung, fehlende Trennstellen, Schutzmaßnahmen unvollständig; Qualität: sichere Schutzfunktion, nachvollziehbare Kennzeichnung, revidierte Stromlaufunterlagen

„Norm 0100-600 des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik: Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 6: Prüfungen“; „Norm 0105-100 des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik: Betrieb von elektrischen Anlagen – Teil 100: Allgemeine Festlegungen“; „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung; „Planung, Bau und Betrieb von elektrischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden“

400.09

Allgemeinbeleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung und Rettungswegkennzeichnung

Prüfumfang: Beleuchtungsstärke, Schalt- und Dimmfunktionen, Umschaltung auf Sicherheitsversorgung, Dauer- und Bereitschaftsbetrieb, Funktionsprüfung der Rettungswege; Protokolle: P3, P5, P6, P8; Abnahmebedingungen: definierte Beleuchtungsstärken, vollständige Umschaltfunktion, dokumentiertes Prüfregime

Qualifikation: Q2, Q3; Prüfmittel: M1, M6; Zeit: 3 h je Beleuchtungszone; ME: Zone; Offener Einheitspreisansatz: Q2 1,5 h + Q3 1,5 h

Abhängigkeiten: Leuchten montiert, Sicherheitsstromversorgung bereit, Fluchtwegkonzept freigegeben; Risiken: falsch parametrierte Tests, Unterdeckung in Rettungswegen; Qualität: normgerechte Sichtbarkeit, vollständige Dokumentation, kontrollierbare Testfunktion

„Angewandte Lichttechnik – Notbeleuchtung für bauliche Anlagen“; „Sicherheitsbeleuchtungsanlagen“; „Einrichtungen für Sicherheitszwecke“ und „Öffentliche Einrichtungen und Arbeitsstätten“ in der Normenreihe zum Errichten von Niederspannungsanlagen

400.10

Sicherheitsstromversorgung, Ersatzstrom- und Notstromanlagen, Anlagen der unterbrechungsfreien Stromversorgung und zentrale Stromversorgungssysteme

Prüfumfang: Netzausfalltest, Start- und Umschaltzeit, Lastaufbau, Voll- und Teillastproben, Brennstoff- und Alarmlogik, Rückschaltung; Protokolle: P3, P5, P6, P7, P8; Abnahmebedingungen: sichere Umschaltung, definierte Lastabdeckung, dokumentierter Probebetrieb und Betriebsbuch

Qualifikation: Q2, Q3, Q4, Q5; Prüfmittel: M1, M4, M6; Zeit: 8 h je Anlage + 4 h je Vollasttest; ME: Anlage / Test; Offener Einheitspreisansatz: Q2 2 h + Q3 2 h + Q4 2 h + Q5 2 h + Probebetrieb

Abhängigkeiten: Lastliste, Sicherheitsverbraucher, Alarmierung, Betreiberpersonal; Risiken: Fehlstart, Lastabwurf, unklare Prioritäten; Qualität: nachgewiesene Versorgung kritischer Verbraucher, lückenlose Testprotokolle

„Zentrale Stromversorgungssysteme“; „Norm 0100-560 des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik: Errichten von Niederspannungsanlagen – Einrichtungen für Sicherheitszwecke“; Empfehlung „Ersatzstrom – Hinweise für Planung, Bau und Betrieb von Sicherheits-, Ersatz- und Notstromversorgungsanlagen in öffentlichen Gebäuden“

400.11

Erdungsanlage, Fundamenterder, Potentialausgleich, Blitzschutz und Überspannungsschutz

Prüfumfang: Sichtprüfung, Erdungs- und Durchgangsmessung, Potentialausgleich, SPD-Zuordnung, Schnittstellen zu Photovoltaik und Technikzentralen; Protokolle: P1, P3, P6, P8; Abnahmebedingungen: vollständiger Erdungsnachweis, Blitzschutzkomponenten dokumentiert, Potentialausgleich geschlossen

Qualifikation: Q3, Q4; Prüfmittel: M1, M7; Zeit: 4 h je Bauwerksabschnitt; ME: Abschnitt; Offener Einheitspreisansatz: Q3 2 h + Q4 2 h

Abhängigkeiten: Rohbau fertige Erdungsanlage, Dachaufbauten, Elektroverteilungen; Risiken: fehlende Verbindungspfade, unzureichende Integration von Photovoltaik und Antennen; Qualität: messbarer Durchgang, vollständige Revisionsunterlagen, dokumentierte Schutzklasse

„Fundamenterder – Planung, Ausführung und Dokumentation“; „Norm 0100-540 des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik: Errichten von Niederspannungsanlagen – Erdungsanlagen und Schutzleiter“; Normenreihe „Blitzschutz“ mit Teil „Allgemeine Grundsätze“, Teil „Risiko-Management“, Teil „Schutz von baulichen Anlagen und Personen“ und Teil „Elektrische und elektronische Systeme in baulichen Anlagen“

400.12

Photovoltaikanlage einschließlich Strangprüfung, Wechselrichter, Schutztechnik, Messkonzept und Netzparallelbetrieb

Prüfumfang: Messung Strangdaten, Isolationsprüfung, Polarität, Inbetriebnahmeprüfung, Dokumentation, Prüfungen des Netz- und Anlagenschutzes, Kommunikation mit Zähler- und Energiemanagement; Protokolle: P3, P5, P7, P8; Abnahmebedingungen: vollständige Dokumentation, sichere Schutzfunktion, Netzbetreiberfreigaben vorhanden

Qualifikation: Q2, Q3, Q4; Prüfmittel: M1, M12; Zeit: 1 h je Strang + 6 h je Anlage; ME: Strang / Anlage; Offener Einheitspreisansatz: Q2 0,5 h + Q3 0,25 h + Q4 0,25 h je Strang zzgl. Anlagenpauschale

Abhängigkeiten: Dach freigegeben, Blitzschutz, Zählung, Netzanschluss; Risiken: Verpolung, unzureichender Schutz, fehlende Netzbetreiberunterlagen; Qualität: vollständige As-built-Dokumentation, nachvollziehbare Prüfwerte, sichere Abschaltfunktion

„Solar-Photovoltaik-Stromversorgungssysteme“ in der Normenreihe zum Errichten von Niederspannungsanlagen; „Netzgekoppelte Photovoltaik-Systeme – Mindestanforderungen an Systemdokumentation, Inbetriebnahmeprüfung und wiederkehrende Prüfungen“; „Photovoltaik-Systeme – Anforderungen an Prüfung, Dokumentation und Instandhaltung – Teil 2: Netzgekoppelte Systeme – Instandhaltung“; „Technische Anschlussregeln Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“

400.13

Fernmelde- und informationstechnische Infrastruktur einschließlich strukturierter Verkabelung, Verteilerräume und aktive Schnittstellen

Prüfumfang: Verkabelungsprüfung, Beschriftung, Patch- und Verteilerlogik, Dokumentations- und Übergabeprüfung, PoE- und Redundanztests nach Projektvorgabe; Protokolle: P1, P5, P8; Abnahmebedingungen: vollständige Link-Dokumentation, eindeutige Adressierung, betriebsbereite Verteilerräume

Qualifikation: Q2, Q3, Q4; Prüfmittel: Netzwerktester, Zertifizierer, M8; Zeit: 0,5 h je Link + 2 h je Verteiler; ME: Link / Verteiler; Offener Einheitspreisansatz: Q2 0,25 h + Q3 0,15 h + Q4 0,10 h je Link

Abhängigkeiten: Stromversorgung, Kühlung der Verteilerräume, Kennzeichnung; Risiken: Adressierungsfehler, nicht abgestimmte Übergabeformate; Qualität: zertifizierte Links, vollständige Beschriftung, Übergabe der Messprotokolle

„Planung, Bau und Betrieb von anwendungsneutralen Kommunikationsnetzwerken in öffentlichen Gebäuden“; Normenreihe „Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen“; Normenreihe „Installation von Kommunikationsverkabelung“ einschließlich Installationsspezifikation und Qualitätssicherung

400.14

Brandmeldeanlage, Sprachalarmierung und Feuerwehrschnittstellen

Prüfumfang: Melder- und Alarmmatrix, Störmeldungen, Übertragung, Brandfallsteuerungen, Feuerwehr-Peripherie, Sprachalarmierung; Protokolle: P5, P6, P8; Abnahmebedingungen: vollständige Funktionskette, dokumentierte Alarmorganisation, Abnahme mit Feuerwehr-/Behördenvorgaben erfolgt

Qualifikation: Q2, Q3, Q4, Q5; Prüfmittel: M9; Zeit: 0,25 h je Melder + 2 h je Zentrale + 2 h je Szenario; ME: Melder / Zentrale / Szenario; Offener Einheitspreisansatz: Q2 0,10 h + Q3 0,05 h + Q4 0,05 h + Anlagenpauschalen

Abhängigkeiten: Entrauchung, Feststellanlagen, Sicherheitsstrom, Feuerwehrzugang; Risiken: unvollständige Matrix, fehlende Feuerwehrabstimmung; Qualität: fehlerfreie Matrix, vollständige Beschilderung, klare Alarmorganisation

„Brandmeldeanlagen und Sprachalarmanlagen – Teil 1: Anwendungsregeln für Aufbau und Betrieb“; Normenreihe „Brandmeldeanlagen“; „Dienstleistungen für Brandsicherheitsanlagen und Sicherheitsanlagen“; Empfehlung „Planung, Bau und Betrieb von Brandmeldeanlagen in öffentlichen Gebäuden“

400.15

Einbruch-, Überfall-, Zutrittskontroll-, Video-, Notfall- und Digitalfunksysteme

Prüfumfang: Meldegruppen, Sabotage, Berechtigungen, Bildübertragung, Türkopplungen, Notfalllogik, Digitalfunkversorgung nach Objektkonzept; Protokolle: P5, P6, P8; Abnahmebedingungen: definierte Sicherheitsmatrix erfüllt, Rollen- und Berechtigungskonzept umgesetzt, Dokumentation und Datenschutz-/Sicherheitskonzept vorhanden

Qualifikation: Q2, Q3, Q4; Prüfmittel: M8, M9, Herstellertester; Zeit: 0,25 h je Melde- oder Zutrittspunkt + 4 h je Zentrale; ME: Punkt / Zentrale; Offener Einheitspreisansatz: Q2 0,1 h + Q3 0,1 h + Q4 0,05 h je Punkt

Abhängigkeiten: Türen, Netzwerke, Brandfalllogik, Nutzerrollen; Risiken: widersprüchliche Freigaben, Cyber-Schwachstellen, unvollständige Objektfunkversorgung; Qualität: eindeutige Rechteverwaltung, dokumentierte Alarmketten, stabile Systemkommunikation

„Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall – Teil 3: Festlegungen für Einbruch- und Überfallmeldeanlagen“; „Notfall- und Gefahren-Systeme – Anforderungen an Fachfirmen“; „Planung, Bau und Betrieb von Gefahrenmeldeanlagen für Einbruch, Überfall und Geländeüberwachung in öffentlichen Gebäuden“; „Bauliche Maßnahmen beim Einsatz von Digitalfunk in öffentlichen Gebäuden“

400.16

Gebäudeautomation, Systemintegration, Raumautomation, Gebäudeleittechnik, offene Protokolle und Datenmodell

Prüfumfang: Datenpunktprüfung, Automationsstationen, Trend- und Alarmobjekte, Benutzerrechte, Schnittstellen zu Fremdsystemen, Zeitprogramme, Raumautomation, Testate, digitale Datenübergabe; Protokolle: P5, P6, P7, P8; Abnahmebedingungen: vollständige Punktliste, funktionsfähige Szenarien, nachvollziehbare Bedienoberfläche, Schnittstellen fehlerfrei

Qualifikation: Q2, Q3, Q4; Prüfmittel: M8, M4; Zeit: 1 h je Automationsstation + 0,1 h je Datenpunkt; ME: Automationsstation / Datenpunkt; Offener Einheitspreisansatz: Q2 0,02 h + Q3 0,03 h + Q4 0,05 h je Datenpunkt

Abhängigkeiten: alle Teilanlagen, Netzwerk, Benutzerkonzept, Kennzeichnungssystem; Risiken: inkonsistente Punktlisten, fehlende Schnittstellen, unzureichende IT-Sicherheit; Qualität: testierte Kommunikationsfähigkeit, vollständige Bedien- und Funktionsbeschreibung, durchgängige Kennzeichnung

„Gebäudeautomation – Grundlagen“; „Gebäudeautomation – Planung – Planungsinhalte, Systemintegration und Schnittstellen“; „Building Automation and Control Networks“ in der internationalen Normenreihe zu Gebäudeautomation; Empfehlung „Gebäudeautomation 2023“; Empfehlung „BACnet 2017“; Empfehlung „BACtwin 2026“

400.17

Energiemanagement, Zähler- und Messkonzept, technische Datenbereitstellung und Technisches Monitoring

Prüfumfang: Messstellenprüfung, Bilanzgrenzen, Datenerfassung, Zielwerte, Trendauflösung, Prüflogik, KPI-Definition, saisonaler Soll-Ist-Vergleich; Protokolle: P5, P7, P9; Abnahmebedingungen: Messkonzept vollständig, Datenpunkte plausibel, saisonale Prüfgrößen definiert und vertraglich verankert

Qualifikation: Q3, Q4; Prüfmittel: M4, M8; Zeit: 4 h je Messkonzept + 2 h je überwachte Hauptanlage; ME: Konzept / Hauptanlage; Offener Einheitspreisansatz: Q3 1 h + Q4 3 h je Konzept

Abhängigkeiten: Gebäudeautomation, Zähler, Dokumentation, Betreiberorganisation; Risiken: fehlende oder falsch gesetzte Messstellen, unbrauchbare Datenqualität; Qualität: prüffähige Daten, definierte Zielwerte und Toleranzen, saisonale Auswertbarkeit

„Energieeffizienz von Gebäuden – Beitrag von Gebäudeautomation und Gebäudemanagement – Teil 1: Allgemeiner Rahmen und Verfahren“; „Energy management systems – guidance for energy performance indicators and baselines“; Empfehlung „Technisches Monitoring 2025“; gesetzliche Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz zu Gebäudeautomation und technischem Inbetriebnahme-Management

400.18

Aufzüge und sonstige Förderanlagen

Prüfumfang: Fahr- und Türfunktionen, Haltegenauigkeit, Notruf, Personenbefreiung, Sicherheitsketten, Lasttests, behördliche beziehungsweise zugelassene Prüfungen; Protokolle: P5, P6, P8; Abnahmebedingungen: Prüfung vor erstmaliger Inbetriebnahme erfolgt, Notfallplan hinterlegt, Betreiberpersonen unterwiesen

Qualifikation: Q2, Q3, Q5; Prüfmittel: M10; Zeit: 8 h je Aufzug; ME: Stück; Offener Einheitspreisansatz: Q2 2 h + Q3 2 h + Q5 4 h

Abhängigkeiten: Schacht fertig, Strom, Lüftung, Entrauchung, Notrufanbindung; Risiken: fehlender Notfallplan, falsche Nivellierung, nicht abgeschlossene wiederkehrende Prüfplanung; Qualität: sichere Personenbeförderung, dokumentierte Notruf- und Befreiungsorganisation

„Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln“, Anhang zu Aufzugsanlagen; „Technische Regel für Betriebssicherheit: Betrieb von Aufzugsanlagen“; „Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 20“; „Teil 50“; Empfehlung „Aufzug 2022“

400.19

Krananlagen einschließlich Brücken-, Halbportal- oder Sonderkranen im Gebäude

Prüfumfang: Aufstellung, Sicherheits- und Lastprüfung, Endschalter, Überlastschutz, Fahrwege, Hakenwege, Prüfbuch; Protokolle: P5, P6, P8; Abnahmebedingungen: Prüfung vor erster Inbetriebnahme abgeschlossen, Prüfbuch angelegt, Lasttest dokumentiert

Qualifikation: Q2, Q3, Q5; Prüfmittel: M11; Zeit: 10 h je Krananlage; ME: Stück; Offener Einheitspreisansatz: Q2 2 h + Q3 2 h + Q5 6 h + Prüflast

Abhängigkeiten: Tragkonstruktion, Stromversorgung, Fahrbahn, Sicherheitseinrichtungen; Risiken: unvollständige Vor-/Bau-/Abnahmeprüfung, fehlende Dokumentation; Qualität: sichere Lastaufnahme, vollständiges Prüfbuch, eindeutige Betriebsgrenzen

„Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln“, Anhang zu Kranen; „Prüfung von Kranen“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung; „Krane“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung; „Krane – Brücken- und Portalkrane“; „Krane – Konstruktion allgemein – Teil 1 und Teil 2“

Kostengruppe 500 Außenanlagen und Freiflächen

Pos.

Leistungsbeschreibung

Prüfung, Protokolle, Abnahmebedingungen

Ressourcen und Kalkulation

Abhängigkeiten, Risiken, Qualitätskriterien

Relevante Normen und Prüfvorschriften

500.01

Außenentwässerung, Retentions- und Versickerungssysteme, Dachanbindung, Schacht- und Hofabläufe

Prüfumfang: Funktionsprüfung Zufluss/Ablauf, Rückstau und Alarmierung, Sichtprüfung Schächte und Reinigung; Protokolle: P1, P5, P8; Abnahmebedingungen: ungehinderte Ableitung, zugängliche Schächte, dokumentierte Entwässerungswege

Qualifikation: Q2, Q3; Prüfmittel: M2; Zeit: 4 h je Außenentwässerungsstrang; ME: Strang; Offener Einheitspreisansatz: Q2 2 h + Q3 2 h

Abhängigkeiten: Dachentwässerung, Grundstücksentwässerung, Erdarbeiten abgeschlossen; Risiken: Verwechslung von Schmutz- und Regenwasser, Rückstau; Qualität: klare Leitungszuordnung, funktionsfähige Abläufe

„Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden – Teil 3: Dachentwässerung“; „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke – Teil 100“

500.02

Außenbeleuchtung, Poller, Schranken, Außentore und Wegesicherheit

Prüfumfang: Schaltzeiten, Dämmerung, Sicherheitsfunktion, Nutzungs- und Fluchtwegsicherheit, Hinderniserkennung an Toren; Protokolle: P3, P5, P6, P8; Abnahmebedingungen: funktionsfähige Schaltung, sichere Nutzung, eindeutige Kennzeichnung

Qualifikation: Q2, Q3; Prüfmittel: M1, M6, M14; Zeit: 2 h je Außenanlagelementgruppe; ME: Elementgruppe; Offener Einheitspreisansatz: Q2 1 h + Q3 1 h

Abhängigkeiten: Stromversorgung, Außenanlagen fertig, Zufahrten freigegeben; Risiken: Blendung, Fehlansteuerung, Quetschstellen; Qualität: sichere Wegeführung, robuste Betriebsarten

„Angewandte Lichttechnik – Notbeleuchtung für bauliche Anlagen“ für sicherheitsrelevante Bereiche; „Tore – Produktnorm, Leistungseigenschaften“; „Kraftbetätigte Türen – Nutzungssicherheit – Anforderungen und Prüfverfahren“ sinngemäß für Außenzugänge

500.03

Grundstücksseitige Medien- und Netzschnittstellen, äußere Technikanschlüsse, Feuerwehr- und Betreiberzugänge

Prüfumfang: Zugänglichkeit, Kennzeichnung, Schnittstellenprüfung, Übergabezustände, Alarm- und Schlüsselsysteme; Protokolle: P1, P6, P8; Abnahmebedingungen: freier Zugang, dokumentierte Mediengrenzen, betriebsbereite Übergabepunkte

Qualifikation: Q3, Q4; Prüfmittel: M1, M8; Zeit: 3 h je Übergabepunkt; ME: Stück; Offener Einheitspreisansatz: Q3 1,5 h + Q4 1,5 h

Abhängigkeiten: Netzbetreiber, Feuerwehrkonzept, Sicherheitsorganisation; Risiken: unklare Zuständigkeitsgrenzen; Qualität: klare Eigentums- und Betriebsgrenzen, revisionssichere Dokumentation

Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz an technische Kommunikation; bauordnungsrechtliche und objektbezogene Betreiber- und Dokumentationsanforderungen; einschlägige Kommunikations- und Netzwerkrichtlinien für öffentliche Gebäude

Kostengruppe 600 Ausstattung und ausstattungsbezogene Schnittstellen

Pos.

Leistungsbeschreibung

Prüfung, Protokolle, Abnahmebedingungen

Ressourcen und Kalkulation

Abhängigkeiten, Risiken, Qualitätskriterien

Relevante Normen und Prüfvorschriften

600.01

Schnittstellenrelevante Ausstattung mit Medien-, Strom- oder IT-Anschluss, insbesondere lose oder fest eingebrachte Küchentechnik, audiovisuelle Anlagen, Endgeräte, Sondermöbel mit Sensorik

Prüfumfang: Funktionsprobe am Anschluss, Lastcheck, Netz- und Rechteprüfung, Herstellerunterlagen und Bedienhinweise; Protokolle: P1, P5, P8; Abnahmebedingungen: anschlussfertiger und sicherer Betrieb, vollständige Bedieninformationen vorhanden

Qualifikation: Q2, Q3; Prüfmittel: M1, M8; Zeit: 1 h je Ausstattungseinheit; ME: Stück; Offener Einheitspreisansatz: Q2 0,5 h + Q3 0,5 h

Abhängigkeiten: Strom, IT, Möblierung, Nutzerkonzept; Risiken: nicht abgestimmte Anschlusspunkte, Überlastungen, fehlende Benutzerrechte; Qualität: sichere Inbetriebnahme ohne Nachrüstungsbedarf

„Erstellung von Nutzungsinformationen für Produkte – Teil 1: Grundsätze und allgemeine Anforderungen“; „Instandhaltung – Dokumente für die Instandhaltung“; Empfehlungen für Kommunikationsnetze und Küchentechnik, soweit schnittstellenrelevant

600.02

Ausstattungsbedingte Betriebsprüfung von raumrelevanten Einbauten mit Einfluss auf Luftführung, Flucht, Sensorik oder Zutritt

Prüfumfang: Kollisions- und Wirkungsprüfung mit Luftauslässen, Präsenzsensorik, Türen, Fluchtwegen und Sicherheitstechnik; Protokolle: P5, P8; Abnahmebedingungen: keine Behinderung sicherheits- oder betriebsrelevanter Funktionen

Qualifikation: Q3, Q4; Prüfmittel: M3, M8, M14; Zeit: 1,5 h je Raumtyp; ME: Raumtyp; Offener Einheitspreisansatz: Q3 0,5 h + Q4 1 h

Abhängigkeiten: Möblierungsplanung, Nutzerbelegung, Raumautomation; Risiken: verdeckte Sensoren, blockierte Luftauslässe, beeinträchtigte Fluchtwege; Qualität: freie Wirkzonen, stabile Sensorik, nutzungsgerechte Bedienbarkeit

„Fluchtwege und Notausgänge“; „Gebäudeautomation – Grundlagen“; raum- und betriebsbezogene Dokumentationsanforderungen der technischen Gebäudeausrüstung

Kostengruppe 700 Baunebenkosten und prozessbezogene Inbetriebnahmeleistungen

Pos.

Leistungsbeschreibung

Prüfung, Protokolle, Abnahmebedingungen

Ressourcen und Kalkulation

Abhängigkeiten, Risiken, Qualitätskriterien

Relevante Normen und Prüfvorschriften

700.01

Inbetriebnahmemanagement über alle Gewerke, Termin- und Meilensteinplanung, Schnittstellensteuerung, Zwischenbetriebslogik, Mängeltracking

Prüfumfang: Planprüfung, Terminsteuerung, Fortschrittskontrolle, Meilensteinfreigaben, Koordination VOB-Abnahmen und Zwischenbetrieb; Protokolle: P1, P7, P8; Abnahmebedingungen: abgestimmter IBN-Terminplan, dokumentierte Meilensteine, geordnete Weitergabe an den Betreiber

Qualifikation: Q4; Prüfmittel: Projektmanagement- und Dokumentationssysteme; Zeit: 12 h je Projektwoche in der Hochlaufphase, 6 h je Projektwoche im Regelgang; ME: Projektwoche; Offener Einheitspreisansatz: Q4-Stunden + Projektdokumentation

Abhängigkeiten: Gesamtterminplan, Mitwirkung aller Fachgewerke; Risiken: Terminverschiebungen, ungeklärte Zuständigkeiten; Qualität: verbindliche Meilensteine, transparente Mängellage, gewerkeübergreifende Koordination

„Inbetriebnahmemanagement“ des Arbeitskreises Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen; „Facility-Management – Inbetriebnahmemanagement für Gebäude – Methoden und Vorgehensweisen für gebäudetechnische Anlagen“

700.02

Unabhängiges Technisches Monitoring und Inbetriebnahmemonitoring, Ableitung von Prüfgrößen, Zielwerten und Probebetrieben

Prüfumfang: Monitoring-Konzept, Mess- und Zählerkonzept, Zielwerte, Auswertung von Probebetrieben, Nachverfolgung saisonaler Prüfungen; Protokolle: P7, P9; Abnahmebedingungen: valide Datengrundlage, definierte Prüfgrößen und Toleranzen, nachvollziehbare Auswertung

Qualifikation: Q4, Q5; Prüfmittel: M4, M8; Zeit: 8 h je überwachte Hauptanlage in Planung/Auswertung + saisonale Stunden; ME: Hauptanlage; Offener Einheitspreisansatz: Q4 6 h + Q5 2 h + Auswertung

Abhängigkeiten: Datenbereitstellung, Zählerkonzept, Gebäudeautomation; Risiken: unzureichende Sensorik, nicht prüfbare Zielwerte; Qualität: messbare Zielerreichung, unabhängige Auswertung, belastbarer Soll-Ist-Vergleich

„Technisches Monitoring 2025“; gesetzliche Anforderungen an technisches Inbetriebnahme-Management und saisonale Nachweise; Hinweise zu Gebäudedaten und Monitoring aus der Gebäudeautomation

700.03

Sachverständigenprüfungen, zugelassene Überwachungsstellen, behördliche und feuerwehrseitige Abstimmungen

Prüfumfang: Vorbereitung, Begleitung, Nachweisführung, Mängelnachverfolgung aus Pflichtprüfungen; Protokolle: P6, P8; Abnahmebedingungen: alle prüfpflichtigen Anlagen freigegeben oder mit terminiertem Restmängelverfahren dokumentiert

Qualifikation: Q4, Q5; Prüfmittel: anlagenspezifisch; Zeit: 3 h je Prüftermin Vorbereitung/Nachlauf zzgl. Terminzeit; ME: Prüftermin; Offener Einheitspreisansatz: Q4 1 h + Q5 2 h zzgl. Terminaufwand

Abhängigkeiten: Anlagen fertig, Unterlagen vollständig, Behörden-/Feuerwehrtermine; Risiken: Terminverlust, Nichtabnahme einzelner Systeme; Qualität: prüffähige Unterlagen, fristgerechte Nachverfolgung

Prüfvorgaben aus der „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln“, landesrechtlichen Prüfverordnungen und bauaufsichtlichen Anforderungen; systemspezifische Regelwerke für Brandmeldeanlagen, Aufzüge, Krane, Entrauchung und elektrische Anlagen

700.04

Revisionsunterlagen, As-built-Dokumentation, Anlagenschemata, Prüfbücher, digitale Datenmodelle und Betreiberunterlagen

Prüfumfang: Vollständigkeit, formale Qualität, Revisionsstand, Datenübergabe, Ablagestruktur, Stichprobenprüfung; Protokolle: P1, P8; Abnahmebedingungen: vollständige und aktuelle Dokumentation, digitale und analoge Übergabeformate abgestimmt, fehlende Unterlagen ausgeschlossen

Qualifikation: Q1, Q3, Q4; Prüfmittel: Dokumentationsrichtlinie und Prüflisten; Zeit: 0,5 h je Dokumentensatz + 2 h je Anlagensystem; ME: Dokumentensatz / Anlagensystem; Offener Einheitspreisansatz: Q1 0,25 h + Q3 0,10 h + Q4 0,15 h je Satz

Abhängigkeiten: Herstellerunterlagen, Revisionsplanung, Kennzeichnung; Risiken: uneinheitliche Dateistände, fehlende Prüfprotokolle; Qualität: betriebs- und rechtssichere Dokumentation, eindeutige Versionsstände, strukturierte Übergabe

„Dokumentation in der technischen Gebäudeausrüstung – Inhalte und Beschaffenheit von Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen“; „Instandhaltung – Dokumente für die Instandhaltung“; „Erstellung von Nutzungsinformationen – Grundsätze und allgemeine Anforderungen“; Dokumentationscheckliste für elektrische Anlagen in öffentlichen Gebäuden; Übergabehinweise der Gebäudeautomation

700.05

Betreiberunterweisung, Einweisungen, Notfall- und Alarmorganisation, Personenbefreiung, Betriebsbuch und Anlagenbuch

Prüfumfang: Schulungsplanung, Teilnehmernachweise, Anlagenbegehungen, Notfallübungen, Probealarme, Einweisung der beauftragten Personen; Protokolle: P8, P10; Abnahmebedingungen: Betreiberpersonal benannt und unterwiesen, Notfallpläne vorhanden, Probeabläufe dokumentiert

Qualifikation: Q3, Q4, Q5; Prüfmittel: Checklisten, Alarm- und Notfallszenarien; Zeit: 2 h je Schulungsmodul + 1 h je Teilnehmergruppe; ME: Modul / Teilnehmergruppe; Offener Einheitspreisansatz: Q3 0,5 h + Q4 1 h + Q5 0,5 h

Abhängigkeiten: fertige Dokumentation, Betreiberorganisation, Sicherheitskonzept; Risiken: personelle Nichtverfügbarkeit, unzureichende Rollenklarheit; Qualität: nachweisbare Bedienkompetenz, klare Notfallorganisation, protokollierte Verantwortlichkeiten

„Technische Regel für Betriebssicherheit: Betrieb von Aufzugsanlagen“; Anforderungen an Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme; Empfehlungen zum Inbetriebnahmemanagement sowie zu Brandmelde- und Sicherheitsanlagen

700.06

Saisonale Prüfungen und Betriebsoptimierung in erster Heiz- und Kühlperiode

Prüfumfang: Soll-Ist-Vergleich gegen Zielwerte, Optimierung von Regelparametern, Komfort-, Verbrauchs- und Betriebsdaten; Protokolle: P7, P9; Abnahmebedingungen: vereinbarte Zielwerte innerhalb definierter Toleranzen oder dokumentiertes Optimierungsprogramm mit Fristen

Qualifikation: Q3, Q4; Prüfmittel: M4, M8; Zeit: 6 h je Hauptanlage und Saison; ME: Hauptanlage/Saison; Offener Einheitspreisansatz: Q3 2 h + Q4 4 h

Abhängigkeiten: Monitoringdaten, Betreiberbetrieb, Jahreszeit; Risiken: fehlende Datengrundlage, Nutzungsänderungen, Witterungseinfluss; Qualität: nachweisbare Betriebsstabilität, plausibilisierte Verbräuche, dokumentierte Optimierung

Vorgaben aus dem Gebäudeenergiegesetz zum technischen Inbetriebnahme-Management über Heiz- und Kühlperiode; „Technisches Monitoring 2025“; Hinweise des Energiemanagements zu Gebäudeautomation und Datenbereitstellung

700.07

Wiederholungsprüfungen infolge nicht erfüllter Voraussetzungen, fehlender Vorleistungen oder Mangelbehebung

Prüfumfang: erneute Teil- und Funktionsprüfung, Nachtragsdokumentation, Abschlussfeststellung; Protokolle: P5, P8; Abnahmebedingungen: Wiederholung nur nach belegter Mangelbehebung und erfüllten Vorbedingungen

Qualifikation: je nach Gewerk Q2 bis Q5; Prüfmittel: gewerkespezifisch; Zeit: nach Aufwand; ME: Stunde; Offener Einheitspreisansatz: Stunden nach Qualifikationsebene + Dokumentationsnachtrag

Abhängigkeiten: Mangelbehebung abgeschlossen; Risiken: Terminverzug und Mehrkosten; Qualität: keine Wiederholung ohne prüffähige Voraussetzungen

Systematische Wiederholungs- und Nachverfolgungslogik nach den Empfehlungen zum Inbetriebnahmemanagement und Technischen Monitoring

Prüfprotokoll- und Abnahmevorlagen

Die nachstehenden Vorlagen sind bewusst gewerkeoffen formuliert. Sie orientieren sich an der dokumentations- und nachweisorientierten Logik des Inbetriebnahmemanagements, der technischen Gebäudeausrüstung und der Betreiberdokumentation.

Vorlage Prüfprotokoll Einzelanlage

Feld

Eintrag

Projekt / Gebäude / Kostengruppe / Position

Anlage / Anlagenteil / eindeutige Kennzeichnung

Datum / Uhrzeit / Ort

Beteiligte Personen mit Funktion und Qualifikation

Vorbedingungen erfüllt

Baukonstruktion fertig / Medien verfügbar / Strom verfügbar / Dokumentation vorliegend / Sicherheitsfreigabe erteilt

Prüfumfang

Sichtprüfung / Messprüfung / Funktionsprüfung / Sicherheitsprüfung / Schnittstellenprüfung

Prüfmittel mit Kalibrierstatus

Sollwerte / Zielwerte / Toleranzen

Istwerte / Messergebnisse

Abweichungen

Mangelklassifizierung

sicherheitskritisch / betriebsbehindernd / dokumentarisch / optisch

Sofortmaßnahmen

Nachprüfung erforderlich

ja / nein

Freigabestatus

nicht freigegeben / freigegeben für Folgeschritt / freigegeben mit Restmängeln

Anlagenbezogene Dokumente geprüft

Revisionspläne / Bedienungsanleitung / Wartungsanweisung / Herstellererklärungen / Prüfbescheinigungen

Unterschriften

Errichter / Fachplanung / Inbetriebnahmemanagement / Betreibervertretung

Vorlage Prüfprotokoll Systemintegrierte Funktionsprüfung

Feld

Eintrag

Prüfszenario

Brandfall / Netzausfall / Nachtbetrieb / Sommerbetrieb / Winterbetrieb / Störung

Beteiligte Systeme

Trigger / Auslöser

Erwartete Wirkkette

Prüfschritte mit Zeitstempeln

Rückmeldungen und Quittierungen

Messwerte

Druck / Temperatur / Luftmenge / Strom / Alarmzeit / Umschaltzeit / Türzustand / Aufzugsstatus

Sicherheitsfunktion erfolgreich

ja / nein

Schnittstellen erfolgreich

ja / nein

Restmängel

Freigabe für Probebetrieb

ja / nein

Bemerkungen / Anlagenbilder / Logdateien

Unterschriften

Errichter betroffene Gewerke / Fachplanung / Inbetriebnahmemanagement / Sachverständige / Betreiber

Vorlage Abnahmeprotokoll und Weitergabe in den Zwischenbetrieb

Feld

Eintrag

Projekt / Gebäude / betroffener Gebäudeteil

Anlage / Anlagengruppe

Datum der Teilabnahme / Zwischenbetriebsweitergabe

Voraussetzungen erfüllt

Anlage fertiggestellt / funktionstüchtig und sicher / Dokumentation vollständig / Sachverständigenabnahmen durchgeführt / Mängel terminiert

Übergabedokumente

Revisionsunterlagen / Bedienungsanleitungen / Prüfprotokolle / Wartungshinweise / Alarm- und Notfallpläne

Betreiberseitige Verantwortliche benannt

ja / nein

Einweisung durchgeführt

ja / nein

Restmängel mit Fristen und Verantwortlichen

Betriebsbeschränkungen während Zwischenbetrieb

Freigabeumfang

nur Beobachtungsbetrieb / Automatikbetrieb / Probebetrieb / Regelbetrieb

Termin Endabnahme

Unterschriften

Bauherr / Bauverwaltung oder Projektleitung / Betreiber / Inbetriebnahmemanagement / betroffene Fachgewerke

Vorlage Saisonales Nachweisprotokoll

Feld

Eintrag

Anlage / Saison

Heizen / Kühlen

Beobachtungszeitraum

Bewertete Prüfgrößen

Energieverbrauch / Temperaturen / Luftmengen / Taktung / Komfort / Alarmhäufigkeit

Zielwerte und Toleranzen

Datenquelle

Leittechnik / Zähler / Datenlogger / manuelle Messung

Auffälligkeiten

Optimierungsmaßnahmen

Frist Nachoptimierung

Status Zielerreichung

erreicht / teilweise erreicht / nicht erreicht

Freigabe Abschluss Saisonprüfung

Unterschriften

Betreiber / Fachplanung / Technisches Monitoring

Ressourcen, Prüfmittel und Kalkulationsparameter

Für ein belastbares Leistungsverzeichnis müssen Personalqualifikation, Prüfmittelausstattung, Dokumentationsanforderung und Abhängigkeitsmanagement genauso sauber beschrieben sein wie die eigentliche Funktionsprüfung. Die technischen Regeln zur befähigten Person, die Richtlinien zur Dokumentation in der technischen Gebäudeausrüstung und die AMEV-Empfehlungen zu Gebäudeautomation, Elektrotechnik und Sanitäranlagen zeigen übereinstimmend, dass unzureichende Qualifikation oder unvollständige Dokumentation später regelmäßig in Sicherheits-, Gewährleistungs- und Betreiberproblemen enden.

Übersicht der Positionen, Mengeneinheiten und Zeitansätze

Kostengruppe

Positionsumfang

Typische ME

Richtwert Stunden je ME

300

Gebäudehülle, Türen/Tore, brandschutzrelevante Abschlüsse, Technikzugänglichkeit

Dachzone / Elementgruppe / Stück / Technikzentrale

1,5 bis 6 h

400 mechanisch

Trinkwasser, Entwässerung, Wärme/Kälte, Lüftung, Entrauchung, Druckluft, Küche

Zone / Hauptkreis / Anlage / Auslass / Messstelle

0,3 bis 10 h

400 elektrisch und sicherheitstechnisch

Verteilungen, Beleuchtung, Sicherheitsstrom, Blitzschutz, Photovoltaik, IT, Brandmelde- und Sicherheitssysteme

Verteilung / Zone / Strang / Link / Melder / Datenpunkt

0,1 bis 8 h

400 Förder- und Sonderanlagen

Aufzüge, Krane

Stück

8 bis 10 h

500

Außenentwässerung, Außenbeleuchtung, Außenzugänge, Netzschnittstellen

Strang / Elementgruppe / Übergabepunkt

2 bis 4 h

600

Schnittstellenrelevante Ausstattung

Stück / Raumtyp

1 bis 1,5 h

700

Inbetriebnahmemanagement, Monitoring, Dokumentation, Schulung, Saisonprüfung

Projektwoche / Hauptanlage / Prüftermin / Dokumentensatz

nach Funktion 0,5 h bis 12 h

Personalbedarf nach Qualifikationsebene

Ebene

Typische Rolle

Mindest-Einsatzbereiche

Q1

Dokumentation, Nachweisführung, Protokollierung

Revisionsunterlagen, Protokollpflege, Freigabelisten

Q2

Gewerkespezifische praktische Inbetriebsetzung

Montagekontrolle, Bedienproben, Messungen, Lasttests

Q3

technische Bewertung und Freigabe auf Gewerkeebene

Soll-Ist-Bewertung, Parametrierung, Mangelklassifizierung

Q4

gewerkeübergreifende Planung, Koordination und Optimierung

Schnittstellenprüfung, Szenarien, Monitoring, Betreiberabstimmung

Q5

gesetzlich oder normativ besondere Prüffunktion

Aufzüge, Krane, Druckbehälter, Hygiene, bauaufsichtliche Nachweise

Prüfmittelübersicht

Kennung

Prüfmittel

Haupteinsatz

M1

Elektrische Prüfgeräte

Schutzmaßnahmen, Verteilungen, Sicherheitsstrom, Photovoltaik-Wechselstromseite

M2

Druckprüfpumpe und Manometer

Trinkwasser, Heizung, Kühlung, Entwässerung, Druckluft

M3

Luftmengen- und Differenzdruckmessmittel

Raumlufttechnik, Entrauchung, Küchenlüftung

M4

Datenlogger

Saisonprüfungen, Probebetriebe, Energiemonitoring

M5

Wasserhygiene- und Probenahmeausrüstung

Trinkwasser und Trinkwassererwärmung

M6

Lichtmesstechnik

Allgemein- und Sicherheitsbeleuchtung

M7

Wärmebild- und Temperaturmesstechnik

Elektro, Hülle, Hydraulik, Zugänglichkeit

M8

Protokoll- und Feldbusanalysator

Gebäudeautomation, IT, Sicherheitssysteme

M9

Szenarien- und Alarmauslösung

Brandmeldeanlage, Entrauchung, Sicherheitsketten

M10

Aufzugsprüfmittel

Last, Fahrt, Haltegenauigkeit, Türfunktionen

M11

Kranprüfmittel

Last- und Sicherheitsprüfung

M12

Photovoltaik-Prüfgerät

Stränge, Isolation, Dokumentation

M13

Druckluft-Messmittel

Reinheit, Taupunkt, Leckage

M14

Tür- und Torprüfmittel

Sicherheitskanten, Schließkräfte, Sensorik

Wesentliche Abhängigkeiten

System

Kritische Vorleistungen

Kritische Folgeabhängigkeite?.n

Trinkwasser

Gebäude dicht, Spül- und Probenahmekonzept

Betreiberhygiene, Warmwasserbetrieb, Nutzungsaufnahme

Wärme/Kälte

Energieversorgung, Hydraulik fertig, Gebäudeautomation

Raumlufttechnik, Komfort, Energiemanagement

Raumlufttechnik

Kanäle gereinigt, Klappen und Brandschutz bereit

Brandschutz, Raumkomfort, Energiemonitoring

Elektrische Anlagen

Beschriftung, Verteilungen fertig, Dokumentation vorhanden

Sicherheitsstrom, Gebäudeautomation, alle übrigen Gewerke

Brandfallsteuerung

Brandmeldeanlage, Entrauchung, Türen/Tore, Aufzüge

Nutzungsfreigabe, bauordnungsrechtliche Abnahme

Gebäudeautomation

Punktlisten, Kennzeichnung, Netzwerke, Fremdgewerke

Technisches Monitoring, Energiemanagement, Probebetrieb

Aufzüge und Krane

Baukonstruktion fertig, Strom, Notruf, Sicherheitsketten

Betreiberunterweisung, Pflichtprüfungen

Photovoltaik

Dach, Blitzschutz, Zähler, Netzanschluss

Energiemanagement, Brandschutz, Betreiberbetrieb

Ablauf, Abhängigkeiten und Risiken

Die empfohlene Sequenz ist: prüfbare Ausführungs- und Dokumentationsgrundlagen festlegen, Einzelanlagen technisch in Betrieb setzen, Sicherheits- und Schnittstellenprüfungen durchführen, dokumentierten Zwischenbetrieb organisieren, gewerkeübergreifenden Probebetrieb im Automatikmodus absolvieren, anschließend Teil- und Gesamtabnahmen vornehmen und in der ersten Heiz- und Kühlperiode saisonale Nachweise und Optimierungen dokumentieren.

Die wichtigsten Abhängigkeiten laufen nicht linear, sondern als Rückkopplungsschleifen. Besonders fehleranfällig sind die Übergänge zwischen Baukonstruktion und TGA, zwischen Sicherheitsgewerken und Gebäudeautomation sowie zwischen Dokumentation und Betreiberübergabe. Gerade deshalb empfehlen die einschlägigen Regelwerke eine frühe, gewerkeübergreifende Koordination und – bei höherem Technikanteil – ein unabhängiges Monitoring schon ab der Entwurfsplanung.

Die drei häufigsten Risikotreiber sind unvollständige Dokumentation, nicht freigegebene Vorleistungen und fehlende saisonale Nachweise. Daraus folgt für die Vertragsgestaltung: Erstens sollten Wiederholungsprüfungen als eigene Position vorgesehen werden. Zweitens müssen Datenpunkte, Messgrößen, Zählergrenzen und Dokumentationsformate bereits in Planung und Leistungsverzeichnis verbindlich beschrieben werden. Drittens ist die Betreiberorganisation nicht erst zur Schlussabnahme, sondern bereits für Zwischenbetrieb, Notfallplanung und Schulungen einzuplanen.

Grenzen der Aussage

Die größte verbleibende Unsicherheit dieses Musters liegt nicht in den Leistungsinhalten, sondern in den fehlenden Projektdaten. Nicht bekannt sind insbesondere Nutzungstyp, Bruttogrundfläche, Anzahl der Technikzentralen, sicherheitsrechtliche Gebäudeklasse, Zahl der Aufzüge, Umfang der Photovoltaik, Zahl der Brandabschnitte, Anzahl der Türen/Tore, Umfang der Lüftungszonen, Vorhandensein behördlicher Sonderanforderungen sowie landesrechtliche Prüfverordnungen. Deshalb sind die Mengeneinheiten und Stundenansätze als belastbare Ausschreibungsstruktur, aber nicht als abschließende Mengenberechnung zu verstehen. Die in den Tabellen genannten Normen und Prüfvorschriften decken die tragenden Regelfälle des beschriebenen Referenzgebäudes ab; Sondernutzungen wie Krankenhaus, Labor, Reinraum, Versammlungsstätte mit Spezialtechnik oder industrielle Prozessanlagen würden zusätzliche positions- und nutzungsspezifische Regelwerke erfordern.