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Change Request Management: Änderungsprozesse, Bewertung, Dokumentation

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Change Request Management Prozesse Bewertung und Dokumentation im TFM Überblick

Change Request Management

Dieser Anhang regelt alle Änderungen an Anlagen, FM-Prozessen, Daten, GA-/GLT-Funktionen, Dokumentation und Leistungsgrenzen.

Verbindlich sind standardisierte Anträge, risikobasierte Bewertung, monetäre Freigabestufen, dokumentierte Umsetzung, Abnahme, Rollback und revisionssichere Nachführung in CAFM/ERP/GLT. Fachliche Leitplanken ergeben sich aus FM-Terminologie und Vereinbarungslogik, Asset-Management, Instandhaltungsverträgen, KPI-Steuerung, Inbetriebnahme, FM-Dokumentation, technischem Monitoring sowie IT-Grundschutz für Änderungsmanagement, TGM und Gebäudeautomation; sicherheitsrelevante Änderungen an Arbeitsmitteln sind gesondert zu beurteilen.

Änderungsmanagement im technischen Gebäudebetrieb

Regelungsinhalt

Im Sinne dieses Anhangs ist der Change Request der formale Änderungsantrag, der RFC der systemische Workflow-Antrag, die Change Order die freigegebene Umsetzungsanweisung und der Emergency Change die sofortige, ex post zu bestätigende Maßnahme. Einreichen dürfen AG, AN-TTS, Projektleitung, Betreiberrollen, HSE und IT/OT. Pflichtunterlagen sind Formular, Bestandsnachweis, Anlagen-/Dokumentenbezug, CAPEX-/OPEX-Ansatz, Risiko-, Compliance- und Sicherheitsbewertung, SLA-/KPI-Auswirkung, Terminbedarf sowie Test-, Kommunikations- und Rollback-Plan. Bewertet werden Risiko, technische Machbarkeit, Zeitaufwand, Budgetwirkung, Nachtragstatbestand und Schnittstellen zu Projektmanagement, CAFM/ERP/GLT und Dienstleistern.

Freigabe und Umsetzung

Unverbindlicher Vorschlag für außerplanmäßige CAPEX bzw. nicht budgetierte OPEX: unter 5.000 EUR Freigabe durch AN-Objektleitung und AG-Betriebssteuerung; 5.000–50.000 EUR zusätzlich AG-Fachverantwortung und Einkauf/Controlling; über 50.000 EUR zusätzlich AG-Leitung oder Investitionsgremium. Vergütungspflichtige Änderungen sind vor Freigabe als Regelleistung, Zusatzleistung oder Nachtrag zu klassifizieren. Emergency Changes sind sofort zulässig, binnen 24 Stunden zu dokumentieren und binnen 5 Arbeitstagen nachzgenehmigen. Workflow führend in CAFM/ERP; GLT liefert Anlagen- und Statusbezug. Jede Freigabe mündet in Change-Plan, Test/Abnahme, Nutzerkommunikation, Rollback, Versionsstand, Change-Log und Reporting. Kennzahlen sind Durchlaufzeit, Genehmigungsquote, Rework-Rate und Kostenabweichung.

Die Matrix ist auf eine eindeutige Verantwortungszuordnung auszurichten.

Prozess

AG-FM

AN-TTS

HSE/IT/Fach

Einkauf/Controlling

Antrag

A

R

C

I

Bewertung

A

R

C

C

Freigabe < 50.000 EUR

A

R

C

C

Freigabe > 50.000 EUR

A

C

C

C

Umsetzung/Abnahme

A

R

C

I

Pflichtfelder des Change-Request-Formulars.

Feld

Inhalt

Basis

ID, Datum, Einreicher, Anlage/Bereich

Änderung

Ist/Soll, Kategorie, Dringlichkeit, Grund

Bewertung

Risiko, CAPEX/OPEX, SLA/KPI, Compliance/Sicherheit

Umsetzung

Termin, Test, Abnahme, Kommunikation, Rollback, Dokumente

Angaben, die im Zuge der Ausschreibung noch zu präzisieren sind

  • Endgültige Organisationsstruktur,

  • verbindliche Schwellenwerte,

  • Budget- und Preisprüfungslogik,

  • Freigabefristen,

  • RACI je Gewerk,

  • Workflow und Rechtekonzept in CAFM/ERP/GLT, Vertragsmuster, Nachtragsregeln,

  • Standard-Templates,

  • Eskalationsstufen sowie

  • Format und Taktung des Reportings.