Auswahl der Strategie
Zeitbezogene, zustandsbezogene und korrektive Ansätze werden nach Anlagenfunktion und Ausfallfolgen ausgewählt. Herstellerangaben, rechtliche Anforderungen, Zustand, Diagnosemöglichkeiten und Ersatzteilverfügbarkeit bilden die Entscheidungsgrundlage. Ein vorbeugender Ansatz benötigt geeignete Tätigkeiten und Auslöser. Ein zustandsbezogener Ansatz setzt aussagefähige Beobachtung voraus. Eine korrektive Strategie ist nur dort tragfähig, wo die Folgen des Ausfalls und die Wiederherstellung im zulässigen Rahmen beherrscht werden können.
Arbeitsplanung an Kritikalität und Anlagenzustand ausrichten
Arbeitsplanung
Aus einem Befund entsteht ein Auftrag mit eindeutigem Anlagenumfang, Ziel und Leistungsinhalt. Erforderliche Qualifikation, Arbeitsmittel, Ersatzteile und Zugänge werden vor der Ausführung geklärt. Das Betriebsfenster berücksichtigt die betroffene Nutzung und angrenzende Anlagen. Sichere Ausführung, Rückgabe und Wirksamkeitsprüfung gehören zur Planung. Bei parallelen Eingriffen sind gemeinsame Abhängigkeiten und mögliche Beeinträchtigungen der Ersatzversorgung zu beachten.
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| Strategie | Zeit-, zustandsbezogenen oder korrektiven Ansatz bestimmen | Begründete Anlagenentscheidung |
| Auftrag | Ziel, Umfang und Voraussetzungen klären | Ausführbarer Arbeitsplan |
| Rückstand | Offene Maßnahmen mit ursprünglichem Termin führen | Bewertetes Rückstandsregister |
| Verbesserung | Wirkung abgeschlossener Maßnahmen prüfen | Nachweis und angepasste Planung |
Rückstände
Nicht ausgeführte oder verschobene Maßnahmen bleiben mit ursprünglichem Termin, Grund und Bewertung im Rückstandsregister. Eine Terminverschiebung benötigt die erforderliche Befugnis und muss im rechtlich zulässigen Rahmen liegen. Rückstände werden nach Folgen und Handlungsbedarf beurteilt. Ein hoher Erledigungsgrad verdeckt keine einzelne kritische offene Maßnahme. Unbekannter Anlagen- oder Pflichtenumfang wird gesondert ausgewiesen.
Verbesserung
Wiederholstörungen, ungeeignete Wartungszugänge oder nicht verfügbare Ersatzteile können eine Anpassung der Strategie auslösen. Die Bewertung umfasst technische Wirkung, Ausführungsaufwand und die Folgen für die Nutzung. Nach einer Verbesserung werden die betroffenen Pläne, Ersatzteilinformationen und Betriebsanweisungen fortgeschrieben. Die Wirkung ist anhand geeigneter Ergebnisse zu überprüfen. Eine höhere Anzahl ausgeführter Tätigkeiten allein belegt noch keine verbesserte Betriebsleistung.
Rückmeldung in die Planung übernehmen
Nach Abschluss einer Tätigkeit werden Befund, Aufwand, ausgetauschte Teile und geprüfte Wirkung dem Anlagenobjekt zugeordnet. Ungeeignete Tätigkeiten oder fehlende Zugänge lösen eine Anpassung der Arbeitsplanung aus. Wiederholte Befunde werden über mehrere Aufträge hinweg betrachtet. Die nächste Planung verwendet dadurch den tatsächlich bekannten Zustand und die verfügbaren Ressourcen.