Begriffe am betrieblichen Zweck ausrichten
Ein gemeinsames Begriffsverständnis erleichtert die Zuordnung von Aufgaben und Ergebnissen. Betreiben beschreibt den organisatorischen und ausführenden Rahmen. Der Betriebszustand betrifft die tatsächliche Situation einer betrachteten Anlage oder Funktion. Beide Aussagen benötigen einen eindeutigen Umfang.
Technische Begriffe eindeutig definieren und abgrenzen
Tätigkeiten und Nachweise unterscheiden
Inspektion, Wartung, Instandsetzung und Prüfung können unterschiedliche Gegenstände und Voraussetzungen besitzen. Die folgende Übersicht enthält betriebliche Erläuterungen. Formale Normdefinitionen und ihre konkreten Anwendungsbedingungen sind der jeweils einschlägigen Ausgabe zu entnehmen.
|
| Betreiben und Betrieb | Betreiben umfasst die organisatorischen und ausführenden Aufgaben. Der Betriebszustand beschreibt die tatsächliche Situation der betrachteten Anlage oder Funktion. |
| Inspektion und Prüfung | Inspektion dient der Zustandsermittlung und Bewertung im Instandhaltungszusammenhang. Weitere Prüfungen sind nach ihrem eigenen Zweck und ihrer Grundlage abzugrenzen. |
| Wartung, Instandsetzung und Verbesserung | Erhalt des vorgesehenen Zustands, Wiederherstellung einer erforderlichen Funktion und Verbesserung relevanter Eigenschaften. Für formale Begriffe sind DIN 31051 und DIN EN 13306 maßgeblich zu prüfen. |
| Verfügbarkeit und Betriebsfähigkeit | Eine Zeitquote der verfügbaren Funktion ist ein Teilaspekt. Betriebsfähigkeit bezieht zusätzliche technische und organisatorische Voraussetzungen ein. |
| Freigabe, Rückgabe und Abnahme | Gegenstand, befugte Rolle und Wirkung bestimmen die Bedeutung. Technischer Abschluss, Betriebsentscheidung und vertragliche Abnahme sind unterscheidbar. |
| TTS | Je nach Kontext Total Technical Services als Leistungsmodell oder Time to Service als Zeitkennzahl. Die Bedeutung muss eindeutig sein. |
| SLA und KPI | Service Level beschreiben vereinbarte Leistungen. Kennzahlen beobachten definierte Eigenschaften oder Ergebnisse anhand einer festgelegten Berechnung. |
| CAFM, GLT, GA und OT | Unterschiedliche Systemaufgaben für Anlagen- und Auftragsmanagement, Leittechnik, Automation und technische Betriebsnetze. Führende Daten und Befugnisse sind ausdrücklich zuzuordnen. |
| Regeln der Technik und Stand der Technik | Unterschiedliche fachliche und rechtliche Bezugspunkte, deren Bedeutung aus dem jeweiligen Anwendungszusammenhang hervorgeht. |
Verfügbarkeit und Betriebsfähigkeit einordnen
Eine Zeitquote der verfügbaren Funktion beschreibt einen bestimmten Betrachtungszeitraum. Betriebsfähigkeit bezieht zusätzlich technische und organisatorische Voraussetzungen ein. Eine Anlage kann technisch laufen, während notwendige Beobachtung, Information oder Entscheidungsbefugnis fehlen. Die gewählte Kennzahl muss diesen unterschiedlichen Aussageumfang berücksichtigen.
Rückgabe und Abnahme konkret benennen
Technischer Arbeitsabschluss, betriebliche Entscheidung und vertragliche Abnahme sind verschiedene Vorgänge. Ihre Bedeutung ergibt sich aus Gegenstand, befugter Rolle und Wirkung. Ein gemeinsamer Begriff im Ticketsystem ersetzt keine eindeutige Festlegung dieser Übergaben.
Abkürzungen und Systemaufgaben eindeutig verwenden
Total Technical Services bezeichnet eine gebündelte Leistungsform; Time to Service bezeichnet eine Zeitkennzahl. Beide können mit TTS abgekürzt werden und müssen deshalb im jeweiligen Zusammenhang ausgeschrieben werden. Auch Gebäudemanagementsoftware, Leittechnik und Automation erhalten klar abgegrenzte Daten- und Betriebsaufgaben.